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Urbaner Bau für die junge Stadt Weinfelden

Mitten im Zentrum will die Arex Immobilien AG eine moderne Überbauung mit 74 Wohnungen realisieren. Der dafür nötige Gestaltungsplan liegt seit heute im Foyer des Bauamts auf.
Mario Testa

Rund 30 Millionen Franken will die Niederuzwiler Arex Immobilien AG in Weinfelden investieren. Mit dem Geld soll im Sonnenwinkel zwischen Giessen und Schulstrasse eine Überbauung, bestehend aus zwei modernen Mehrfamilienhäusern, entstehen. Da die Gebäude nicht in allen Punkten den in dieser Zone geltenden Bauvorschriften entsprechen, braucht es einen Gestaltungsplan.

«Ein Gestaltungsplan ist wie eine separate Bauordnung für ein definiertes Gebiet», sagt Martin Belz, Chef des Bauamts Weinfelden. «Er definiert, wo die Gebäude hinkommen, wie hoch sie sind, wo Wegverbindungen bestehen und vieles mehr.»

Die Gemeinde hat den Gestaltungsplan Sonnenwinkel in den vergangenen Monaten erstellen lassen. Seit heute liegt er öffentlich auf im Bauamt. «Wir haben einem Planerbüro den Auftrag für den Gestaltungsplan erteilt», sagt Belz. «Dieses hat ihn in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Grundeigentümern und Architekten erstellt.»

Abweichungen von der Regelbauweise

In den meisten Punkten entspricht der geplante Bau den Bauvorschriften für die Kernzone viergeschossig. Gerade die Gebäudehöhe weicht jedoch von den Vorgaben ab. Die beiden Mehrfamilienhäuser sollen mit fünf Etagen und Attikawohnung eine Etage höher werden als in dieser Zone erlaubt. «Genau für solche Abweichungen braucht es den Gestaltungsplan», sagt Belz.

Im Planungs- und Baugesetz heisst es: «Von der Regelbauweise kann abgewichen werden, wenn dadurch gesamthaft eine bessere Siedlungsgestaltung erzielt wird und diese im öffentlichen Interesse liegt.» Mehrere Instanzen entscheiden darüber, was eine bessere Siedlungsgestaltung ist und ob sie im öffentlichen Interesse liegt. In einem ersten Schritt der Gemeinderat, dann das kantonale Departement für Bau und Umwelt.

Dieses attestiert dem Bauvorhaben unter anderem:

  • eine qualitative Verdichtung
  • eine städtebaulich ausgeklügelte Einordnung ins Ortsbild mit Rücksichtnahme auf die historischen Bauten
  • eine identitätsbildende Wohnsiedlung
  • grosszügige Aussenräume
  • energieeffizientes Bauen

Auch die Öffentlichkeit konnte bereits ihre Meinung zu den Bauplänen kundtun. «Wir haben einen gut besuchten Informationsanlass durchgeführt. Einwände der Anwohner an diesem Anlass vom 27. Februar seien dann auch in den Gestaltungsplan eingeflossen, sagt Martin Belz.

«Die Einwände haben zu kleineren Anpassungen des Projekts geführt. Der Infoanlass hat sich aus meiner Sicht sehr gelohnt. Es ist besser, wenn diese Einwände vor der Auflage der Pläne geäussert werden, anstatt später in Form von Einsprachen.»

Für all jene, die nicht am Infoanlass beiwohnen konnten, bietet sich nun Gelegenheit, sich ein Bild der geplanten Überbauung zu machen – und gegebenenfalls Einsprache zu erheben. Von heute an 20 Tage lang liegt der Gestaltungsplan im Foyer des Bauamts öffentlich auf.

Nebst den Plänen und Dokumenten ist auch das Modell der geplanten Überbauung zu sehen. Im Zusammenhang mit der geplanten Tiefgarage ist die Gemeinde auch im Gespräch mit den Bauherren. Es wäre möglich, dass sich die Gemeinde beteiligt, eine zweite Tiefgaragen-Ebene gebaut wird und dann die obere für öffentliches Parkieren mitten im Zentrum genutzt wird.

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