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«Urban Gardening» wird in Bischofszell fortgesetzt

Das Projekt «Stadtgärtnern» zügelt von der Stadtmauer am Grubplatz ins Schützengütli-Quartier.
Georg Stelzner
Isabelle Rey und Doris Reifler, die Initiantinnen des Projekts, vor der Stadtmauer beim Grubplatz. (Bild: Georg Stelzner)

Isabelle Rey und Doris Reifler, die Initiantinnen des Projekts, vor der Stadtmauer beim Grubplatz. (Bild: Georg Stelzner)

Der Versuch hat sich gelohnt. Zu dieser Einschätzung kommen Doris Reifler und Isabelle Rey. Die beiden Bischofszellerinnen traten im Mai 2018 mit der Absicht an, die Bevölkerung für das Stadtgärtnern, auch «Urban Gardening» genannt, zu begeistern.

Der Stadtrat erteilte für die Dauer von zwei Jahren die Bewilligung, und so standen auf der Stadtmauer vor dem Bogenturm – für die meisten Einwohner überraschend – plötzlich sechs grafitgraue Pflanzentröge. In ihnen wuchsen diverse Gemüsesorten, Kräuter und Blumen. Das Besondere daran: Jeder konnte etwas pflanzen und jeder durfte etwas ernten.

Plädoyer für naturnahes Gärtnern

Das Stadtgärtnern sei mehr als eine originelle Idee zum Zwecke der Selbstversorgung, betont Doris Reifler: «Im Zentrum stehen die Sensibilisierung für das naturnahe Gärtnern sowie die Förderung der Biodiversität und des Gemeinwohls.» Zudem sei es eine Gelegenheit, Kontakte mit anderen Bewohnern zu knüpfen.

Reifler ist mit der Resonanz im Grossen und Ganzen zufrieden. Kritische Stimmen habe es nur wenige gegeben. Vor allem im ersten Jahr habe sich der Reiz des Neuen positiv bemerkbar gemacht: Tomaten, Gurken oder Salat frisch von der Stadtmauer – das hatte es bisher noch nicht gegeben!

Pflanzentröge überwintern im Werkhof

Heuer habe das Interesse etwas nachgelassen, räumt Reifler ein. Vor Ablauf der Bewilligung luden die beiden Initiantinnen vergangene Woche zu einem Apéro ein: «Wir bedanken uns bei der Stadt sowie allen Mit- wirkenden, Einwohnern und Sponsoren herzlich für die Unterstützung dieser Idee.»

Reifler und Rey haben noch einen weiteren Grund zur Freude. Ihre Hoffnung, dass das Projekt in einem anderen Stadtteil weiterbetrieben wird, erfüllt sich nämlich.

Die Pflanzentröge werden nun in den Werkhof gebracht, um im Frühjahr bei Familien im Schützengütli-Quartier einen neuen Standort zu erhalten. Mit Unterstützung der Eltern werden Kinder dort lernen können, Verantwortung für Pflanzen zu übernehmen.

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