Unia Kreuzlingen-Steckborn wählt einen neuen Präsidenten

Am Freitagabend hat die Unia Ortsgruppe Kreuzlingen Francesco De Tann zu ihrem neuen Gewerkschaftspräsidenten gewählt.

Stefan Böker
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Der neue und der scheidende Präsident: Francesco De Tann übernimmt von Paul Müller das Präsidium der örtlichen Gewerkschaft.

Der neue und der scheidende Präsident: Francesco De Tann übernimmt von Paul Müller das Präsidium der örtlichen Gewerkschaft.

(Bild: Stefan Böker)

Spaghetti-Plausch, Traktanden und dann Lotto-Match: So sah am Freitagabend das Programm der Unia-Hauptversammlung der Ortsgruppe Steckborn-Kreuzlingen aus. Die Gewerkschafter nahmen alle Wahlen einstimmig an. Neuer Präsident ist der bisherige Vize Francesco De Tann, ihm zur Seite steht neu Christoph Bühler. De Tann ist altgedienter Gewerkschafter.

«Ich freue mich über die Wahl und darauf, mit dem gut eingespielten Vorstand für Arbeiterthemen zu kämpfen», sagt er.

Paul Müller wird Sektionspräsident

Alt Präsident Paul Müller bleibt dem achtköpfigen Vorstand erhalten und soll im April neuer Sektionspräsident werden. «Ich bin stolz auf die Ortsgruppe», sagte er in seinem letzten Jahresbericht. «Sie ist gut aufgestellt.» Müller kam 1988 zur Unia, da war er noch Lehrling, seit 1994 ist er im Vorstand. «Solidarität und Gleichheit, dafür bin ich eingestanden», sagt er.

Leider müsse er beobachten, wie die Motivation, sich gewerkschaftlich zu engagieren, bei jungen Leuten gesunken sei. «Daran müssen wir arbeiten.» Sein Dank gelte allen Mitgliedern und dem Vorstand für die stets kollegiale Zusammenarbeit.

Ehrung für über 60 Jahre Mitgliedschaft

Dank für die Unterstützung der Basis gab es auch im Bericht der Sektionsleitung, den Anke Gähme stellvertretend vorlas. Besorgt blickt sie auf die erst kürzlich erfolgten Massenentlassungen bei Swiss Windows in Mörschwil und der Marty AG in Bischofszell. «Denn es kündigen sich weitere Schliessungen an», sagt Gähme. Grosses Lob sprach sie den beiden neuen Gewerkschaftssekretären Sadam Asani und Marcel Burmeister aus, die Einsatz vor Ort leisteten und «für die Arbeiter da gewesen sind, als ihre Geschäftsleiter gekniffen haben».

Insgesamt 32 Jubilare wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt, darunter jeweils zwei Personen für über 50 und sogar mehr als 60 Jahre.

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