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Unregelmässigkeiten in der Buchführung: Weinfelder Pfarrer hat das Bargeld aus dem Opferstock nicht abgerechnet

An der Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde prägte der ehemalige Pfarrer Josef Wiedemeier die Diskussionen. Es gibt happige Vorwürfe gegen ihn.
Manuela Olgiati
Die Kirchvorsteherschaft der Kahtolischen Kirche Weinfelden hat immer noch mit dem ehemaligen Pfarrer Josef Wiedemeier zu kämpfen. (Bild: Manuela Olgiati)

Die Kirchvorsteherschaft der Kahtolischen Kirche Weinfelden hat immer noch mit dem ehemaligen Pfarrer Josef Wiedemeier zu kämpfen. (Bild: Manuela Olgiati)

Unregelmässigkeiten in der Buchführung – die verworrene Geschichte mit dem ehemaligen Pfarrer der katholischen Kirchgemeinde Weinfelden hat ein weiteres Kapitel. Odo Camponovo, der Koordinator mit pastoraler Verantwortung der Kirchgemeinde Weinfelden, sorgte im Verlauf des Abends für Gesprächsstoff. Mit dem Bericht über das Pfarreileben des vergangenen Jahres las Camponovo auch einen Brief vom Bischofsvikariat St. Viktor vor.

Dem ehemaligen Pfarrer Josef Wiedemeier wird angekreidet, dass es Unregelmässigkeiten in der Buchführung des Opfergeldes gab. Diese seien nicht nachgeführt. Das Votum einer Sekretärin der Kirchgemeinde lässt vermuten, dass unzureichende Kommunikation und mangelndes Vertrauen zwischen Pfarrer Wiedemeier und dem Sekretariat es unmöglich machten, die Kollekte im Sekretariat abzurechnen.

Arbeitsverhältnis aufgelöst

Dies hat sich seit November 2017 geändert, teilte die Kirchenvorsteherschaft mit. Die Verantwortung für die Bareinnahmen liegen nun beim Sekretariat. Die leidige Geschichte um Pfarrer Josef Wiedemeier ist lang. Seit dem 22. September 2017 ist er krank geschrieben, sagte Kirchenpräsident Markus Meier. Weswegen wisse er auch nicht. Das Arbeitsverhältnis wurde von der Vorsteherschaft und dem Vikariat nun per Ende Mai 2018 aufgelöst. Dagegen legte Wiedemeier Beschwerde ein. Trotz allem hofft der Kirchenpräsident auf eine gütliche Einigung.

Dass der ehemalige Pfarrer viele Anhänger hatte, spürte man im Saal deutlich. Am Montagabend wurde im Rahmen der Kirchgemeindeversammlung mit 82 Stimmberechtigten emotional diskutiert. Bereits bei der Abnahme des Protokolls der vergangenen Kirchgemeinde vom Januar 2018 verlangte Rolf Molls, dass der Wortlaut seines Antrages geändert werde. Grossmehrheitlich wurde aber dem unveränderten Protokoll zugestimmt.

Molls hatte zudem im Vorfeld den Antrag gestellt, im Zusammenhang mit der Freistellung von Pfarrer Wiedemeier die Umstände von einer unabhängigen Person untersuchen zu lassen. Der Kirchenpräsident liess die Versammlung lediglich darüber abstimmen, ob der Antrag auf der Traktandenliste Platz findet. Dieser Antrag wurde jedoch grossmehrheitlich abgeschmettert. Es wurde nicht weiter auf den Inhalt des Antrages eingegangen.

Neuer Gemeindeleiter gefunden

Weit erfreulichere Informationen kamen am Versammlungsabend über die Anstellung des neuen Gemeindeleiters ad interim. Am 1. September wird der 56-jährige Armin Ruf aus dem Oberallgäu seine Arbeit in der Katholischen Kirchgemeinde Weinfelden beginnen. Als Hauswartin wird Hedi Principe pensioniert. Ihre Nachfolgerin per 1. September wird Floria Zefi aus Sulgen.

Als Hilfsmessmerin hat Rita Capparelli gekündigt. Für 15 Jahre Diensttreue wurde Astrid Meier als Katechetin geehrt. Aus der Kirchenvorsteherschaft werden Annakathrin Frick und Daniel Mader nicht zur Wiederwahl im November antreten. Aus der Rechnungsprüfungskommission tritt Sandra Belz nicht mehr an. Walter Knill tritt als Urnenoffiziant zurück.

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