Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Unfassbar, wie der HC Thurgau dieses Spiel noch verliert

Auswärts gegen den EHC Olten macht der HC Thurgau ein Riesenspiel, lässt sich aber in den Schlusssekunden die Butter vom Brot nehmen. Das Gegentor zum 3:4 in der Verlängerung fällt unter die Kategorie Pleiten, Pech und Pannen.
Matthias Hafen
Oltens Alban Rexha (links) bejubelt seinen Treffer zum 4:3 in der Verlängerung. Der bezwungene Janick Schwendener im Thurgauer Tor kann es nicht fassen. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

Oltens Alban Rexha (links) bejubelt seinen Treffer zum 4:3 in der Verlängerung. Der bezwungene Janick Schwendener im Thurgauer Tor kann es nicht fassen. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus)

25 Sekunden fehlten dem HC Thurgau in der regulären Spielzeit. Die Matchuhr zählte an diesem Abend aber so langsam zurück wie noch nie. Jedenfalls schien es so. Mit Händen und Füssen wehrten sich die Gäste in Olten gegen den 3:3-Ausgleich. Sie warfen sich in die Schüsse, holten sich blaue Flecken, waren sich für nichts zu schade. Doch 25 Sekunden vor Schluss schaffte das Heimteam den Lucky Punch. Der ehemalige HCT-Verteidiger Daniel Eigenmann drosch den Puck von der blauen Linie durch Freund und Feind ins Netz. Mindestens einer der drei Punkte war weg, und der HCT musste gegen den Tabellenzweiten in die Verlängerung. Und damit war der Albtraum der Thurgauer noch nicht zu Ende.

Und wieder fehlen 25 Sekunden

Auch in der Verlängerung fehlten exakt 25 Sekunden bis zum Penaltyschiessen, da erzielte Oltens Geburtstagskind Alban Rexha den entscheidenden Treffer zum 4:3. Der Puck lag hinter Goalie Janick Schwendener auf dem Tornetz und mit Rexhas Stockschlag auf eben dieses Netz flog der Puck im hohen Bogen über die Latte nach vorne, an Schwendeners Rücken und von dort ins Tor. So viel Pech wie der HC Thurgau kann man an einem Abend gar nicht haben. In diesem Fall lässt sich Pech auch mit fehlender Cleverness umschreiben, keine Frage. Auf ­jeden Fall brachte sich der HC Thurgau mit dem Gewinn von lediglich einem Punkt um den vollen Lohn, den er nach einer grossartigen Partie zweifellos verdient gehabt hätte.

Bereits in der vierten Minute hatte Cody Wydo die Gäste in Führung gebracht. Und selbst als die Oltner das Skore durch Diego Schwarzenbach und Martin Ulmer noch im ersten Drittel gedreht hatten, liessen sich die Thurgauer nicht verunsichern. Angeführt von einer spielfreudigen ersten Linie mit Wydo, Adam Rundqvist und Kenny Ryan machte der HCT zu Beginn des Mitteldrittels innert 187 Sekunden aus dem 1:2 ein 3:2. Bei beiden Treffern hatte auch Sami El Assaoui den Stock im Spiel.

In dieser Form bringt Thurgau auch Kloten an den Rand einer Niederlage

Ab der 24. Minute ging es für den HC Thurgau praktisch nur noch darum, die Führung über die Zeit zu bringen. Und die Mannschaft von Trainer Stephan Mair machte das von ganz hinten bis ganz vorne so geschickt, dass sie gar nicht erst in die Bredouille kam. Die Thurgauer verzichteten auf riskante Pässe und für einmal kamen sie auch ohne dummen Strafen aus. Erst als das Heimteam Goalie Simon Rytz durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, wurde es gefährlich. Mit einem Mann mehr im gegnerischen Angriffsdrittel powerte sich Olten schliesslich ins Glück. Der HC Thurgau kann sich mit der Erkenntnis trösten, dass er in dieser Form am Freitag um 20 Uhr in der Güttingersreuti auch den NLA-Absteiger Kloten den an den Rand einer Niederlage bringen kann. Der Sprung über den Trennstrich blieb Mairs Mannen aber vorerst verwehrt. Dafür wären in Olten alle drei Punkte nötig gewesen.

Olten – Thurgau 4:3 n. V. (2:1, 0:2, 1:0)

Kleinholz – 2905 Zuschauer – SR Potocan, Wermeille/Pitton.
Tore: 4. Wydo (Ryan) 0:1. 6. Schwarzenbach (Heughebaert) 1:1. 18. Ulmer (Rouiller, Hohmann) 2:1. 21. (20:45) Wydo (Ryan, El As­saoui) 2:2. 24. Ryan (Rundqvist, El Assaoui) 2:3. 60. (59:35) Eigenmann (Truttmann, Haas) 3:3. 65. (64:35) Rexha 4:3.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Olten, 1-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Collenberg) gegen Thurgau.
Olten: Rytz; Bucher, Lüthi; Bagnoud, Eigenmann; Grossniklaus, Rouiller; Heughebaert, Simon Barbero; Haas, Schirjajew, Truttmann; Schneuwly, Rexha, Gervais; Horansky, Hohmann, Ulmer; Schwarzenbach, Mäder, Vodoz.
Thurgau: Schwendener; Collenberg, Steinauer; Wildhaber, El Assaoui; Parati, Hänggi; Gurtner, Bahar; Wydo, Rundqvist, Ryan; Michael Loosli, Brändli, Frei; Moser, Vogel, Zanzi; Janik Loosli, Hollenstein, Merola.
Bemerkungen: Olten ohne C. Gerber (zu Bern zurückbeordert), R. Gerber (Langnau), Huber, Muller, Zanatta und Wyss (alle verletzt). Thurgau ohne Seiler (angeschlagen), Arnold und Kellenberger (beide überzählig). – 36. Pfostenschuss Wydo. – Olten von 57:20 bis 59:34 mit sechsten Feldspieler anstelle Goalie Rytz. – 58:18 Time-out Olten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.