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Umtriebiger Grenzverkehr in Tägerwilen

Mit «Taxi, Taxi» hat das Theater Tägerwilen Premiere gefeiert. Das Publikum hat sich bei der turbulenten Komödie mit regionalem Bezug bestens amüsiert.
Desirée Müller
Der Kommissar will Licht ins Verwirrspiel von Taxifahrer Marcel Meier (rechts) bringen. Hier tanzt er mit Susanne, seiner Ehefrau Nummer zwei. (Bild: Donato Caspari)

Der Kommissar will Licht ins Verwirrspiel von Taxifahrer Marcel Meier (rechts) bringen. Hier tanzt er mit Susanne, seiner Ehefrau Nummer zwei. (Bild: Donato Caspari)

«Wir haben unsere Regisseurin Sophie Nawara ganz schön gefordert», sagt Hauptdarsteller Mario Dabrock in der Pause. Ein blutverschmierter Verband ist um seinen Kopf gewickelt. Er beisst genüsslich in ein grosses Sandwich. «Die letzten Tage waren wirklich sehr intensiv. Keiner war jeweils vor Mitternacht zu Hause. Das macht hungrig», sagt er fast entschuldigend.

Nawara steht etwas abseits des Ensembles und schüttelt amüsiert den Kopf. «Zu Beginn waren die Proben in der Tat etwas anspruchsvoll. Für mich und die Schauspieler.» Sie erzählt von vielen, schnellen Wortwechseln, verschiedenen Schauplätzen auf einer Bühne und der Kunst, den Überblick zu behalten.

Publikum wünschte sich ein lustiges Stück

Im Gegensatz zum letzten Stück «Trommeln über Mittag», das inhaltlich mehr Tiefgang hatte, ist «Taxi, Taxi» ein klassisches, komödiantisches Lustspiel. Verwirrung, Verwechslung, Liebe und Chaos pur. Einfach zu verstehen, lustige Pointen, perfekt für ein breites Publikum. «Nach ‹Trommeln über Mittag› haben wir doch einige Rückmeldungen erhalten, dass wir wiedermal ein amüsantes, leichtes Stück spielen sollen», erzählt Mario Dabrock.

Im Stück muss der Taxifahrer viel telefonieren. (Bild: Donato Caspari)

Im Stück muss der Taxifahrer viel telefonieren. (Bild: Donato Caspari)

Jeder konnte sich gleich mit einer Rolle anfreunden

Gesagt, getan. Der Findungsprozess nahm seinen Lauf. Das Stammensemble war begeistert, als es schliesslich das Drehbuch von «Taxi, Taxi» las. Jede und jeder konnte sich gleich mit einer Rolle anfreunden. Diejenige des Tägerwiler Kommissars Moser war jedoch noch offen und wurde durch das neue Mitglied Hans Peter Eigenmann besetzt. «Ich fühlte mich gleich sehr wohl in der Theaterfamilie. Ich spiele die Rolle gerne auch Zuhause weiter», sagt Eigenmann und lacht. «Ich wollte nämlich immer schon Polizist sein.»

Die leidtragenden Ehefrauen von Taxifahrer Marcel Meier, gespielt von Andrea Kopfmüller und Julia Leible, schlüpfen nach den Proben hingegen liebend gerne wieder in ihre eigene Haut. Zu erfahren, dass der eigene Mann ein Doppelleben führt und täglich mehrmals zwischen seiner Tägerwiler und seiner Konstanzer Wohnung pendelt, wünscht sich keine Ehefrau.

Taxifahrer erfindet wirre Geschichten

Dass er, nur um nicht aufzufliegen, seine Liebsten mit in seine Lügengeschichte verstrickt, macht die Sache nicht besser. Ohne mit der Wimper zu zucken, verwandelt er in seinen Geschichten Freund und Nachbar Karl in seinen schwulen Liebhaber. Ehefrau Nummer eins wird zur hysterischen Vertreterin der Heilsarmee und Ehefrau Nummer zwei macht er zu einem Transvestiten.

Der Taxifahrer verstrickt sich in wirre Geschichten. (Bild: Donato Caspari)

Der Taxifahrer verstrickt sich in wirre Geschichten. (Bild: Donato Caspari)

Mario Dabrock fühlt sich wohl in der Rolle des trickreichen Taxifahrers und meistert diese mit Bravour. Was ihn noch sympathischer macht, ist ein nicht geplanter Lachanfall während einer besonders witzigen Szene. Das Kreuzlinger Ehepaar Sylvia und Bruno Zollinger fasst das Stück so zusammen: «Es war unterhaltend, sehr lustig und einfach zu verstehen. Gespielt auf einem guten Niveau.»

Weitere Vorführungen am: 18., 19., 25. und 26. Januar.
Weitere Infos unter: www.theater-taegerwilen.com

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