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Umfrage: Bischofszeller sagen, was ihnen gefällt und was sie gerne ändern würden

Die vom Stadtrat in Auftrag gegebene Einwohnerbefragung ist ausgewertet. Die Teilnehmer geizen nicht mit Lob, legen die Finger aber auch auf offene Wunden. Kritikpunkte sind das grosse Verkehrsaufkommen und die hohe steuerliche Belastung in der Rosenstadt.
Georg Stelzner
Bahnhof Bischofszell Stadt: Verkehrsthemen beschäftigen die Einwohner der Rosenstadt in hohem Masse. (Bild: Georg Stelzner)

Bahnhof Bischofszell Stadt: Verkehrsthemen beschäftigen die Einwohner der Rosenstadt in hohem Masse. (Bild: Georg Stelzner)

Die teilnehmenden Einwohner hatten nicht weniger als 90 Fragen zu beantworten. Stadtpräsident Thomas Weingart ist mit dem Zeugnis, das die Bevölkerung ihm und dem Stadtrat ausgestellt hat, nicht unzufrieden. Die guten bis sehr guten Noten kann er als Bestätigung der bisherigen Politik interpretieren, die negativen Beurteilungen dienen ihm als Richtschnur im Bemühen, die Rahmenbedingungen in der Rosenstadt zu verbessern.

Antworten sind ein Kompass für den Stadtrat

«Der Stadtrat ist bei der Festlegung der Legislaturziele darauf angewiesen zu wissen, wo die Bevölkerung der Schuh drückt und in welchen Bereichen sie zufrieden ist», betont Weingart. Die durch die Umfrage gewonnenen Erkenntnisse könnten bei der kommenden Legislaturplanung wertvolle Dienste leisten.

Unter den positiven Rückmeldungen sticht die Bewertung des Service- und Dienstleistungsbereichs hervor. Den Mitarbeitenden der Stadt werden Kompetenz, Professionalität und Freundlichkeit bescheinigt. «Wir sind auf dem richtigen Weg», stellt Weingart fest. Erfreulich sei auch die grosse Zustimmung zur Arbeit des Stadtrates, insbesondere zur Art und Weise, wie die Öffentlichkeit informiert wird.

Stadtentlastung, Steuerfuss und Arbeitsplätze

Keine Überraschung stellen die Beanstandungen dar. Sie betreffen vor allem Verkehrsthemen. So würden es die Befragten begrüssen, wenn die Bahn auch ausserhalb der Stosszeiten im Halbstundentakt verkehrte. Als mangelhaft erachten viele auch die Verkehrssicherheit und beklagen die hohe Frequenz an Motorfahrzeugen.

Hier sieht sich der Stadtrat schon fast mit der Aufgabe konfrontiert, eine Quadratur des Kreises zustande zu bringen. Nur wenige Einwohner sind nämlich bereit, für eine Entlastungsstrasse auch mehr Steuern zu zahlen. Der Stadtrat will nach den Worten Weingarts noch in dieser Amtsdauer die Weichen stellen. Diese könnten in Richtung Westvariante weisen. Der Stadtpräsident schlägt vor, dass die Bevölkerung in dieser Frage einen strategischen Entscheid fällen soll.

Die Klagen über den hohen Steuerfuss hat Weingart nicht in diesem Ausmass und in dieser Schärfe erwartet. Sie sind für ihn insofern nicht ganz verständlich, als die Kritiker den Gegenwert, den die Stadt Bischofszell biete, ausser Acht lassen würden. Was den Ruf nach mehr Arbeitsplätzen anbelangt, räumt Weingart ein, dass man diese Thematik in Zukunft offensiv angehen müsse. «Die Stadt könnte hier mit gutem Beispiel vorangehen.»

Integration der Dörfer lässt zu wünschen übrig

Selbstkritisch äussert sich Weingart zu den Beschwerden der Bevölkerung von Schweizersholz und Halden. Diese Dörfer fühlen sich offensichtlich auch nach 20 Jahren noch richtig integriert. Er habe Verständnis für die Unzufriedenheit und gestehe ein, dass diesbezüglich noch Handlungsbedarf besteht.

«Die Stadt muss auf diese Einwohner zugehen und nicht umgekehrt», erklärt Weingart. Er könne sich zum Beispiel gut vorstellen, in Schweizersholz jedes Jahr eine Landsgemeinde durchzuführen.

Wichtige Fakten zur Umfrage

Die Einwohnerbefragung fand in den Monaten März und April dieses Jahres statt. Sie erfolgte in Zusammenarbeit mit der St. Galler Firma Forrer, Lombriser & Partner AG und kostete rund 13'000 Franken. Die Befragung wurde in schriftlicher Form und anonym durchgeführt. Es wurden insgesamt 500 Fragebogen verschickt, wobei die teilnehmenden Einwohnerinnen und Einwohner nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden. Die Rücklaufquote betrug 58 Prozent. Die Umfrage soll in vier Jahren wiederholt werden. (st)

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