Ueli Mattenberger ermöglicht einen Klick in die Vergangenheit der Schule Affeltrangen

Ueli Mattenberger hat online eine Reise in die Vergangenheit der Sekundarschule geschaffen. Es ist eine Reaktion zur verpassten Jubiläumsfeier der Schulgemeinde.

Janine Bollhalder
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Lehrer Ueli Mattenberger und seine dritte Sekundarklasse im Jahr 1971 in Affeltrangen. (Bild: PD)

Lehrer Ueli Mattenberger und seine dritte Sekundarklasse im Jahr 1971 in Affeltrangen. (Bild: PD)

Die Internet-Plattform heisst «Sekundarschule Affeltrangen anno dazumals …» Sie nimmt den Benutzer mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Der ehemalige Lehrer Ueli Mattenberger hat das 160-jährige Bestehen der Schule zum Anlass genommen, diese Website zu gestalten.

Heute ist der 72-Jährige natürlich nicht mehr als Lehrer an der Sekundarschule Affeltrangen tätig. Mit seinem Sohn betreibt er jedoch immer noch die Medien- und Kommunikationsagentur VMA Media.

«Es ist ein bekanntes Phänomen, dass man sich mit zunehmendem Alter wieder mit der Vergangenheit auseinandersetzt»
Ueli Mattenberger. (Bild: PD)

Ueli Mattenberger. (Bild: PD)

sagt Mattenberger. Vor 49 Jahre hatte er begonnen, an der Sekundarschule Affeltrangen zu unterrichten. «Damals gab es fünf Lehrerstellen», sagt er. Heute sind mehr als dreimal so viele Lehrpersonen an der Schule tätig.

Mattenberger ist der Schule während fast eines Vierteljahrhunderts treu geblieben. «Ich denke gerne an diese Zeit zurück», sagt er. Nach seinem Ausstieg aus dem Schuldienst engagierte er sich noch vier Jahre lang als Schulpfleger und genau so viele Jahre als Präsident der Primarschulgemeinde.

Plattform entschädigt für verpasste Feier

Die Lancierung der Plattform «Sekundarschule Affeltrangen anno dazumals ...» ist nicht Mattenbergers erster Einsatz: 1984 hatte er als Co-Autor an der Festschrift gearbeitet, anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Sekundarschule. 25 Jahre später hat er sich als Mitglied der Sekundarschulbehörde für eine Feier des 150-jährigen Bestehens eingesetzt. Vergebens. «Ich kam mir vor, wie ein Rufer in der Wüste», sagt Mattenberger mit Bedauern.

Die Begeisterung für die Geschichte der Schule sei nicht genügend vorhanden gewesen bei den anderen Behördenmitgliedern. «Dafür», vermutet er, «Angst vor dem Riesenaufwand für die Organisation des Anlasses.»

Mit der Internet-Plattform hat er nun eine Form der Würdigung der Schule gefunden, die nur ihm Aufwand bescherte.

«Für die Gestaltung der Plattform habe ich etwa drei Wochen gebraucht.»

Er habe viele Bilder digitalisieren müssen. Aber: «Den Anspruch auf Vollständigkeit kann ich nicht erfüllen.» Trotzdem werde er fortlaufend Mosaiksteine hinzufügen, um die Reise in die Vergangenheit der Schule so umfangreich wie möglich zu gestalten. (jab)