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Interview

Ständeratskandidat Ueli Fisch: «Ich würde gerne den französischen Kaiser Napoleon Bonaparte in den Thurgau einladen»

Der Ottoberger Ueli Fisch ist Unternehmer und Politiker. Ein Gymnastikball stand seiner Sportlehrer-Karriere im Weg.
Florian Beer
Ueli Fisch an seinem Wohnort: «Ottoberg ist das schönste Dorf im Thurgau.» (Bild: Andrea Stalder)

Ueli Fisch an seinem Wohnort: «Ottoberg ist das schönste Dorf im Thurgau.» (Bild: Andrea Stalder)

Was hat Sie letzten Wochen besonders beschäftigt?

Ueli Fisch: Die letzten Wochen war vollgepackt mit geschäftlichen Terminen. Meine Gedanken kreisten vor allem um meine Firma, die Geschäfte und die Kunden. Aber auch die Sitzung im Grossen Rat wegen der neuen Steuergesetzkonzession hat mich beschäftigt.

Warum wohnen Sie in Ottoberg?

Ottoberg ist das schönste Dorf im Thurgau, zumindest meiner Meinung nach. Vor allem den Blick ins Weite, auf Säntis und Thurtal, geniesse ich sehr. Es ist ein toller Ort zum leben.

Angenommen, Sie müssten den Kanton verlassen. Wohin würden Sie ziehen?

Ich würde irgendwo in die Berge umziehen. Ins Engadin oder ins Bündnerland. In den Bergen fühle ich mich sehr wohl und kann wunderbar die Natur beim Wandern geniessen.

Haben Sie einen Lieblingsort im Thurgau?

Der Thurgau ist wunderschön. Der Ottenberg, wo ich seit 19 Jahren wohne, ist aber mein Favorit.

Was liegt auf Ihrem Nachttisch?

Mein E-Reader oder ein Buch.

Was lesen Sie momentan?

Am liebsten lese ich Kriminalromane. Momentan lese ich einen französischen Krimi. Meine Lieblingskrimiromane sind die über Commissario Montalbano, geschrieben von Andrea Camilleri.

Was war Ihr erster Traumberuf?

Ich wollte früher immer Sportlehrer werden. Als ich in der Kanti war, habe ich intensiv für die Zulassungsprüfung zum Sportstudium an der ETH trainiert.

«In einer Übung kam ein Gymnastikball vor, das hat mir gar keinen Spass gemacht und raubte mir sogar schliesslich die Lust an diesem Beruf.»

Haben Sie ein Vorbild?

In meinem Leben als Geschäftsmann sind vor allem ehemalige Vorgesetzte, wie zum Beispiel Peter Spuhler, meine Vorbilder. Auch Andreas Sallmann von ISA Bodywear hat für mich eine Vorbildfunktion. Die Vorbilder in meinem persönlichen Leben sind aber ganz klar meine Eltern.

Wie sieht Ihr perfektes Wochenende aus?

Wenn meine Kinder zu Besuch sind und wir als Familie einen Ausflug in die Natur machen. Dann ein gemütlicher Abend zusammen mit Freunden. Der Tag soll durch ein «wollen» und kein «müssen» bestimmt werden.

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

Ich fahre sehr gerne Rennvelo, am liebsten quer durch den Thurgau. Allerdings nicht bei jedem Wetter, ich bin eher ein Schönwetterfahrer. Wandern gehört ebenfalls zu meinen Leidenschaften.

Haben Sie einen Lieblingsverein?

Ich habe in meiner Jugend Fussball gespielt und unterstütze als echter Ostschweizer natürlich den FC St.Gallen. Zudem verpasse ich kein Spiel der Schweizer Nationalmannschaft. Mein Lieblingsspieler ist Tranquillo Barnetta. Ich mag die Art, wie er Fussball spielt, und ich freue mich, dass er zum Schluss seiner Karriere nochmals so richtig aufdrehen konnte.

Was hören Sie, wenn Sie Auto fahren?

SRF 3. Und wenn das Lied «Captain» von Danitsa läuft, drehe ich das Radio gerne mal auf.

Ihre Lieblingsapp auf dem Smartphone?

Vermutlich Twitter, weil ich es oft nutze.

«Ich werde ja im Thurgau nicht umsonst der ‹Twitter-Ueli› genannt.»

Welcher ist Ihr «Go-To»-Song?

Ich habe meine Jugend in den 80ern erlebt und bin natürlich ein grosser Fan der alteingesessenen Rockbands. Da werden Erinnerungen an früher wach. Wenn ich «The Wall» von Pink Floyd höre, setze ich schnell zu einem Luftgitarrensolo an.

Welches Tier wären Sie am ehesten?

Einfach, ein Fisch. Genauer gesagt ein Hecht. Der ist ein einheimischer Fisch. Wie ich.

Welcher Superheld sind Sie?

Streng genommen ist er kein Superheld, aber ich würde James Bond nehmen. Ich mag ihn und die Filme sehr. Egal wie brenzlig es wird, 007 schafft es immer, das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Das würde ich auch gerne.

Was ist Ihre Spezialität in der Küche?

Ich bin für das Süsse in der Küche zuständig. Meine Spezialität ist eine Glacetorte mit Kaffee- und Vanilleeis. Ich backe diese jeweils für den Geburtstag meiner Frau, und auch meine beiden Kinder und Freunde haben sich diese schon gewünscht.

Sie laden zum Abendessen ein und dürfen drei Personen, lebendig oder tot, dazu einladen. Wer bekommt eine Einladung?

Als Erstes würde ich den französischen Kaiser Napoleon Bonaparte einladen. Er hatte immerhin einen gewissen Einfluss in der Thurgauer Geschichte. Daneben würde ich Thomas Götz eine Einladung schicken. Ich bewundere ihn als Schauspieler und seine Impression von Napoleon finde ich toll. Er neben dem echten Bonaparte, das wäre lustig. Zu guter Letzt würde ich Barack Obama einladen, um mit ihm über die Weltpolitik zu diskutieren.

Was bedeutet Freiheit für Sie?

Wenn man morgens aufsteht und keinerlei Verpflichtungen hat. Man kann machen, was man will und ist durch keinerlei Zwang eingeschränkt. Als Berufstätiger muss ich daher sagen, dass ich nur teilweise frei bin, denn ich muss ja jeden Tag rechtzeitig aufstehen, um zur Arbeit zu gehen.

Wie würden Sie sich selber in drei Worten beschreiben?

Auf meiner Website steht: Unabhängig. Unternehmerisch. Umweltbewusst. Die letzten beiden Punkte sind mir hier in diesem Zusammenhang aber zu geschäftlich. Mich persönlich würde ich als unabhängig, hartnäckig und humorvoll bezeichnen. Ich lasse mich nicht von anderen verbiegen, setzte mich immer zu 100 Prozent ein und nehme mich selber nicht immer ganz ernst.

Was war zuerst: Huhn oder Ei?

Eine schwierige Frage. Ich sage: das eierlegende Huhn. Es ist aus Mikroorganismen durch die Evolution entstanden. Aber ich bin kein Experte in diesem Gebiet. Der Schöpfungsgeschichte dagegen kann ich nicht viel abgewinnen.

Nennen Sie drei Gründe, warum man die Grünliberale Partei wählen sollte.

Die Grünliberale Partei setzt sich für eine liberale Wirtschaftspolitik ein, fordert eine nachhaltige Umweltpolitik und betreibt eine Sachpolitik ohne Polemik.

Zur Person

(fbe) Ueli Fisch wurde im Jahr 1963 geboren und ist in Bischofszell aufgewachsen. Er wohnt in Ottoberg und ist seit 1991 mit seiner Frau Sandra verheiratet. Zusammen haben sie zwei erwachsene Kinder. Nach der Matura in Romanshorn begann Fisch ein Kulturingenieur-Studium an der ETH, das er aber wieder abbrach. Er schloss anschliessend eine KV-Lehre ab und studierte berufsbegleitend Betriebsökonomie an der Fachhochschule in St. Gallen. 2011 kaufte er die Firma Wederundgut AG in Frauenfeld, einen Fachhandel für Arbeitsbekleidung. Er ist ebenfalls Inhaber der Fischtextiles GmbH. Ebenfalls im Jahr 2011 trat Fisch der Grünliberalen Partei (GLP) bei. Seit 2012 sitzt er für die GLP im Grossen Rat des Kantons Thurgau. Ueli Fisch kandidiert diesen Oktober für den Ständerat und hat den ersten Listenplatz der Nationalratsliste.

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