Salenstein

Trotz abgesagter Silvesterversammlung: In der Bürgergemeinde Salenstein ist einiges los

Anfang und Ende 2020 verzeichnete die Statistik genau gleich viele Bürger. Für die Zukunft hofft man auf Wachstum durch Geburten. Der Holzmarkt ist schwierig und es sollen im Bürgerwald neue Ruhebänke erstellt werden.

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(red) Wie vieles im Jahre 2020 wurde nun auch der letzte Anlass des Jahres, die traditionelle Silvesterversammlung der Bürgergemeinde Salenstein abgesagt. Wie Bürgerpräsident Roland Ilg den Bürgerinnen und Bürgern in einer Botschaft zum Jahreswechsel mitteilte, wäre zwar die Gemeindeversammlung möglich gewesen, dazu wäre aber den Vorschriften entsprechend und aus Platzgründen, ein Lokalwechsel notwendig gewesen.

Gemeinsam Salzisse zu verspeisen, ist nicht möglich

Das gemeinsame Zusammensitzen zum Jahresabschluss beim Verspeisen einer Salzisse im Restaurant Löwen wäre jedoch nicht möglich. Da anlässlich der Silvestergemeinde eher selten Beschlüsse gefasst werden und auch dieses Jahr keine wichtigen Geschäfte anstehen, entschied sich der Bürgerrat zur Absage der Versammlung. Nicht zuletzt auch aus Rücksicht der Gesundheit von Bürgerinnen und Bürgern. Deshalb erfolgten die Glückwünsche zum neuen Jahr, sowie die Informationen aus der Verwaltung und vom Waldverwalter mit der Botschaft.

Karl Ilg, Waldverwalter der Bürgergemeinde Salenstein, präsentiert die Tafeln, mit denen der Wald beschriftet wird.

Karl Ilg, Waldverwalter der Bürgergemeinde Salenstein, präsentiert die Tafeln, mit denen der Wald beschriftet wird.

(Bild: PD)

Kassier Martin Friedrich bedankte sich für die Genehmigung der Jahresrechnung 2019 anlässlich der Urnenabstimmung vom 27. September. Der geplante öffentliche Waldumgang im Mai musste ebenso abgesagt werden wie die Rechnungsgemeindeversammlung.

Die Bürgergemeinde bleibt genau gleich gross

Unter den Mutationen erfolgten zwei Zu- und zwei Wegzüge. Am 15. April wurde Laurin Gilg geboren und am 27. Oktober starb Margot Rickenbach-Matti. Damit waren Ende 2020 gleich viele Bürgerinnen und Bürger, nämlich 124, in der Gemeinde wohnhaft wie im Vorjahr. Davon 109 Stimmberechtigte und 15 noch nicht Stimmberechtigte. In einer Statistik wird aufgezeigt, dass die im Dorf lebende Anzahl Bürgerinnen und Bürger seit 2008 um 34 Personen abgenommen hat. Präsident Roland Ilg meint dazu:

«Wenn sich aus den bisherigen Mutationen für das Jahr 2020 auch ein Nullsummenspiel ergibt, möchte ich es nicht unterlassen, auf die langjährige Entwicklung hinzuweisen. Aus meiner Sicht wäre, vor allem bei den Geburten, noch einiges möglich.»

Die Holzlager sind voll, der Markt schwierig

Gemäss Waldverwalter Karl Ilg lautet die Weisung vom Kantonalen Forstamt, möglichst keinen Holzschlag vorzunehmen, oder nur nach Bedarf. Die Holzlager der Sägereien sind voll, der Holzmarkt gestaltet sich als schwierig. Der Wald leidet unter der Trockenheit im Jahre 2018 und unter den geringen Niederschlägen 2019 und 2020. Bäume fallen, ohne Sturm, als Folge der trockenen Böden einfach um. Auch der Borkenkäfer verursacht nach wie vor Schäden. Für den Winterhau, bestehend aus einem Klafter Holz wird ein Ster Käferholz beigemischt.

Neue Ruhebänke im Bürgerwald – Gönner gesucht

Die Kammmolchprojekte Furten, Torgelbaum und Schnetzenwiese sind fertiggestellt. Lehrer Bingesser besucht wöchentlich mit einer Schulklasse die entstandenen Weiher, um mit den Schülern Beobachtungen zu machen und Berichte zu schreiben.

Ein neues Projekt von Waldverwalter Karl Ilg, an verschiedenen Stellen im Wald Ruhebänke zu erstellen, wurde von der Bürgerverwaltung bewilligt. Damit können Spaziergänger auch mal die Ruhe und Aussicht im Sitzen geniessen. Mit 120 Franken können Bürger Gönner einer Ruhebank werden.