Tourismus
Mehr als ein Maskottchen, gesucht ist eine verbindende Erzählung: Touristiker suchen nach einem roten Faden für die Region zwischen Kreuzlingen und Stein am Rhein

Thurgau Tourismus möchte die Region Untersee und Rhein attraktiver vermarkten. Im Fokus stehen die Angebote für Familien mit Kindern.

Urs Brüschweiler
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Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Vorschläge.

Die Schülerinnen und Schüler bewerten die Vorschläge.

Bild: PD

Eine Schifffahrt fördert die Kreativität. Und tatsächlich hat die Gruppe, welche vergangene Woche auf dem Wasserweg von Stein am Rhein nach Kreuzlingen schipperte, viele gute Ideen. Zum Vergnügen hatte Thurgau Tourismus die rund 25 Hoteliers, Gastronomen und Anbieter im Freizeitbereich nicht zur Bootsfahrt eingeladen. Gemeinsam ist man bestrebt, das durchaus umfangreiche touristische Angebot in dieser Region insbesondere für Familien aufzuwerten und gemeinsam besser zu vermarkten. Familien-Initiative heisst das Projekt von Thurgau Tourismus.

Aus dem Seetal wurde das Drachental

Als Experte begleitete Touristiker Rafael Enzler von Gutundgut aus Zürich den Workshop. Die Agentur hat mitgeholfen, aus dem Seetal zwischen Hallwilersee und Baldeggersee das Drachental zu kreieren. Ob auf dem Schloss oder auf dem Schiff, überall gibt es dort für Ausflügler Drachenspuren zu entdecken. Eine solche gemeinsame Erzählung ist nun auch das Ziel für Untersee und Rhein, sagt Nicole Esslinger, Produktmanagerin für die Region bei Thurgau Tourismus.

Teilnehmer des Workshops in der Diskussion.

Teilnehmer des Workshops in der Diskussion.

Bild: PD
«Wir suchen eine Geschichte, mit der sich alle Anbieter identifizieren können und die einen roten Faden bildet, ein verbindendes Element.»

Auf dem Schiff begleitet wurde die Gruppe von einer Schulklasse aus Eschenz. Ihnen hat man drei am Morgen erarbeitete Rohfassungen von Erzählungen und Entwürfe von Figuren daraus vorgestellt. Details dazu wollen die Verantwortlichen noch nicht verraten. Nur so viel: Es wird wohl nicht einfach der typische Thurgauer Apfel sein. Nicole Esslinger sagt:

«Es ist naheliegend, dass es etwas mit Wasser und Schifffahrt zu tun haben wird.»

Mehr als nur ein buntes Maskottchen

Es soll aber auf alle Fälle mehr sein, als ein buntes Plüsch-Maskottchen, ergänzt Rafael Enzler. Es müsse auch in Teilaspekten funktionieren und auf verschiedene Orte heruntergebrochen werden können.

Esslinger und Enzler waren nach dem Workshop durchaus zufrieden mit dem Erreichten. «Wir haben intensiv gearbeitet.» Die teilnehmenden touristischen Leistungserbringer seien motiviert und auch bei den Schülern seien die Vorschläge durchaus gut angekommen. «Sie scheinen offenbar alle zu funktionieren.»

Vernissage vielleicht schon im Frühling

«So schnell wie möglich», antwortet Rafael Enzler auf die Frage, wann denn die Öffentlichkeit das neue Angebot kennen lernen kann. Am liebsten wäre es den Verantwortlichen, wenn die Gäste der Region schon nächsten Frühling auf Entdeckungsreise entlang der neuen Erzählung gehen könnten.

Der Workshop läuft.

Der Workshop läuft.

Bild: PD

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