Michael Loosli zurück beim HC Thurgau: Der Torjäger leistet erste Hilfe

Am Samstag um 20 Uhr gegen Langenthal kann der HC Thurgau wieder auf Stürmer Michael Loosli zählen. Die Hoffnungen, die auf dem Publikumsliebling der vergangenen Saison ruhen, sind immens.

Matthias Hafen
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Torjubel bei den Leuten: So kennt man Michael Loosli in Weinfelden. (Bild: Mario Gaccioli, 1. März 2019)

Torjubel bei den Leuten: So kennt man Michael Loosli in Weinfelden. (Bild: Mario Gaccioli, 1. März 2019)

Michael Loosli ist zurück beim HC Thurgau – zumindest für eine Partie. Der 24-jährige Stürmer, der auf diese Saison hin von den Thurgauern zum NLA-Club Rapperswil-Jona gewechselt hat, kehrt für das Heimspiel am Samstag gegen Langenthal in die Güttingersreuti zurück. Loosli wird mit einer B-Lizenz ausgestattet und leistet damit quasi erste Hilfe für den HCT, der in dieser Saison offensiv noch nicht richtig auf Touren gekommen ist.

«Heimspiele mit dem HC Thurgau sind immer geil», sagt Loosli und drückt damit seine Freude aus, wieder für den Club zu spielen, bei dem er sich einen Namen gemacht hat. 19 Tore und 23 Assists hatte der gebürtige Berner zur erfolgreichen ­Saison 2018/19 beigetragen. Vor ­allem aber war Michael Loosli einer, der entscheidende Tore erzielte und immer mal wieder den Unterschied ausgemacht hatte. Das wünscht man sich beim HC Thurgau auch bei seiner Rückkehr am Samstag.

Bei Rapperswil-Jona bislang nur Zuschauer

Die Hoffnungen, die gegen Langenthal auf Michael Loosli ruhen, sind immens. «Dessen bin ich mir bewusst», sagt der Publikumsliebling der vergangenen Saison und fügt in seiner unbekümmerten Art an: «Ich mache es einfach wie immer – Vollgas geben und gut spielen.» Damit will er seinen ehemaligen Teamkollegen, die heute noch gute Freunde sind, helfen. In der NLA bei Rapperswil-Jona konnte «Milo» sein Können in dieser Saison noch nicht unter Beweis stellen. In den bisherigen drei Meisterschaftsspielen musste er jeweils zuschauen. «Das ist verständlich bei einem so grossen Kader. Sowieso, wenn das Team noch erfolgreich ist», sagt Loosli. Er ist davon überzeugt, den Durchbruch bei den Rapperswilern zu schaffen. «Aber anstatt bei den Lakers auf der Tribüne zu sitzen, spiele ich lieber mit Thurgau.»

Trainer Mair: «Damit müssen wir sorgfältig umgehen»

HCT-Headcoach Stephan Mair erwartet Looslis Comeback mit gemischten Gefühlen. In erster Linie ist er natürlich froh, dass er wieder auf seinen früheren Torgaranten zählen kann. Mair sagt aber auch: «Es ist eine heikle Geschichte, Spieler einzusetzen, die kommen und gehen. Damit müssen wir sehr sorgfältig umgehen.» Denn der Leihspieler aus Rapperswil nimmt im aktuellen Fall einem HCT- Spieler den Platz weg. Es ist nicht vorgesehen, dass Loosli länger als ein Spiel bei Thurgau bleibt. Der Hoffnungsträger, der seit Mittwoch im Training weilt, fühlte sich jedenfalls auf Anhieb wohl. «Die Stimmung im Team ist immer noch grossartig. Sie ist der Nährboden für den mannschaftlichen Erfolg.» Michael Loosli dürfte am Samstag an der Seite seines Bruders Janik und Adam Rundqvist eingesetzt werden. Sie alle kennen sich aus der vergangenen Saison.

Achtung! Das Abstiegsgespenst dreht wieder seine Runden

Mit dem Aufstieg des HC Sierre in die Swiss League kommt es erstmals seit 15 Jahren wieder zu einem Abstiegskampf. Da die zweithöchste Spielklasse in der Saison 2019/20 wieder zwölf Teams umfasst, muss der Letzte zum Saisonende um seinen Platz bangen. Dieser Letztplatzierte wird unter den Teams auf den Plätzen neun, zehn, elf und zwölf nach der Qualifikation mittels Playout ermittelt. Gibt es aus der MySports-League ein aufstiegswilliges Team – und dafür kommen mit Basel, Martigny und Arosa gleich mehrere in Frage – kommt es Ende Saison zu einer Ligaqualifikation zwischen dem NLB-Letzten und dem aufstiegswilligen Club aus der MySports-League. Dies, wenn der Unterklassige alle Auflagen bezüglich Infrastruktur, Finanzen und so weiter erfüllt. Für die Ligaqualifikation ist pro Team ein Ausländer spielberechtigt, was ein Kompromiss ist, weil in der MySports-League keine Ausländer eingesetzt werden können, in der Swiss League deren zwei. Der Unterklassige kann bis einen Tag nach dem letzten NLB-Viertelfinal von einem der ausgeschiedenen NLB-Clubs einen Ausländer übernehmen. Die Ligaquali wird im Best-of-7-Modus ausgetragen – mit Heimvorteil für den Swiss-League-Club. Bis Mitte Dezember müssen aufstiegswillige Teams aus der MySports-League ein Gesuch stellen. Sportliche Mindestanforderung ist das Erreichen des Playoff-Finals. Bleibt aus Thurgauer Sicht zu hoffen, dass sich das Abstiegsgespenst nicht in der Güttingersreuti breitmacht. Denn der bislang letzte sportliche Absteiger aus der NLB war in der Saison 2004/05... genau, der HC Thurgau. (mat)

Im Penaltyschiessen: HC Thurgau holt sich gegen Sierre den ersten Sieg

Der HC Thurgau kann's in der neuen Saison (noch) nicht besser, aber länger. Hatte er im Auftaktspiel gegen Kloten in der Verlängerung 2:3 verloren, resultierte am Samstagabend in Sierre ein 4:3-Erfolg nach Penaltyschiessen. Gleich drei Thurgauer hatten im Eins-gegen-Eins getroffen.
Matthias Hafen aus Sierre