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Tipps zum nachhaltigen Pflanzenschutz beim Rebumgang am Ottenberg

Bei der diesjährigen Rebbegehung am Ottenberg stand das Thema nachhaltiger Pflanzenschutz im Mittelpunkt. Rund 70 Teilnehmer waren dabei.
Flavio Di Nicola
Gody Sigg von der Firma Bayer, Sonja Züst von der Fachstelle Andermatt Biocontrol, Jan Wäspe vom Bundesamt für Landwirtschaft und Michael Burkhart, Rebbauer am Ottenberg. (Bild: Flavio Di Nicola)

Gody Sigg von der Firma Bayer, Sonja Züst von der Fachstelle Andermatt Biocontrol, Jan Wäspe vom Bundesamt für Landwirtschaft und Michael Burkhart, Rebbauer am Ottenberg. (Bild: Flavio Di Nicola)

Die Winzer am Ottenberg stifteten im vergangenen Jahr Verwirrung – und zwar unter den Traubenwicklern. Mit Pheromonen sorgten sie dafür, dass der Schädling sich nicht fortpflanzen kann. Nur eine von vielen nachhaltigen Pflanzenschutzmethoden, wie sie am Donnerstagabend vorgestellt wurden. Erfreulicherweise auch einer der Gründe, weshalb beim Weinbau kaum mehr Insektenschutzmittel eingesetzt werden müssen. Auch dieses Jahr organisierte der Weinbauverein am Ottenberg die traditionelle Rebbegehung.

Das vorherrschende Thema am Donnerstagabend: der nachhaltige Pflanzenschutz. Weinbauern sind sich der Verantwortung bewusst Pflanzenschutzmittel im Grundwasser sind problematisch, da sind sich alle Winzer einig. Zwar sind die Gewässerschutzgesetze bereits heute sehr streng, aber Volksinitiativen wie diejenige «Für sauberes Trinkwasser» zwingen die Weinbauern, sich intensiv mit dem Umgang von Spritzmitteln auseinander zu setzen.

Weinbauern sind sich der Verantwortung bewusst

Rund 70 Personen besuchten den Anlass, um sich über die neusten Entwicklungen und Erkenntnisse im Bereich Pflanzenschutz zu informieren. Die Weinbauern sind sich ihrer Verantwortung sehr wohl bewusst. «Die nicht-landwirtschaftliche Bevölkerung ist in der Überzahl und würde uns Abschaffen, wenn wir nicht aufpassen», sagt Gody Sigg, Vertreter der Firma Bayer. Er stellte an diesem Abend ein neues, biologisches Pflanzenschutzmittel vor. Mit verschiedenen Massnahmepaketen, wie etwa dem Verhindern unnötiger Emissionen, möchte auch das Bundesamt für Landwirtschaft die Landwirte unterstützen.

Die Teilnehmer lernten beispielsweise, wie ein Abfüll- und Reinigungsplatz für die Spritzfahrzeuge beschaffen sein sollen. «Beim falschen Umgang mit den Gerätschaften kann es ebenfalls zur Verschmutzung des Grundwassers kommen» erklärt Hermann Brenner vom BBZ Arenenberg. Ein altes Gülleloch kann dabei etwa als Auffangbecken für das Waschwasser dienen, gibt Brenner als Tipp den Anwesenden weiter.

Bei Wein und Wurst tauschten die Besucher im Anschluss an die verschiedenen Vorträge ihre individuellen Erfahrungen aus. Und was lässt sich zur diesjährigen Traubenernte sagen? Benno Forster, ehemaliger Präsident des Weinbauvereins am Ottenberg sagt schmunzelnd: «Die Reben sind in einem traumhaften Zustand – aber abgerechnet wird erst im Herbst.»

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