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Tierschutzverein Romanshorn zieht zwei verwaiste Iltis-Babys auf

Die beiden kleinen Stinkmarder verloren ihre Mutter, die in Uttwil von einem Auto überfahren worden war. Doch die Waisen haben Glück im Unglück.
Markus Schoch
Die beiden Iltisse haben sich prächtig entwickelt. (Bild: PD)

Die beiden Iltisse haben sich prächtig entwickelt. (Bild: PD)

So etwas hatte sie noch nie gemacht. Trotzdem zögerte Heidy Wartmann keine Sekunde und fuhr los. Eine Frau aus Uttwil hatte die Betreuerin der Katzenstation des Tierschutzvereines Romanshorn vor gut vier Wochen angerufen, weil sie einen toten Iltis auf der Strasse gefunden hatte und wenige Meter davon entfernt zwei Kinder des toten Tieres. Die vielleicht zwei Wochen alten, winzigen Babys lagen in einer Mulde, hilf- und schutzlos ohne Mutter.

Ein neues Zuhause gefunden

Heidy Wartmann füttert die Babys mit Katzenmilch. (Bild: PD)

Heidy Wartmann füttert die Babys mit Katzenmilch. (Bild: PD)

Wartmann nahm sie in Absprache mit der kantonalen Jagd- und Fischereiverwaltung zu sich und fand in der Person von Heinz Hogrefe jemanden, der sich um die beiden sogenannten Stinkmarder kümmerte. Er flösste ihnen mit einer kleinen Schoppenflasche Katzenmilch ein und fütterte sie in den letzten Tagen mit Fleisch. Wartmann hat mittlerweile auch eine Bleibe für die zwei Waisen gefunden. Sie bekommen im Tierpark in Arth-Goldau ein neues Zuhause. Damit erwartet sie ein relativ langes Leben. In freier Wildbahn werden die allermeisten Iltisse nicht älter als ein Jahr, in Gefangenschaft können es über zehn Jahre alt sein. «Es ist wie ein Sechser im Lotto für sie», sagt Wartmann. Nächste Woche am Dienstag bringt sie die Tiere in die Innerschweiz.

Gute Schwimmer und Taucher

Am Anfang hatten die Tiere Platz in einer Hand. (Bild: PD)

Am Anfang hatten die Tiere Platz in einer Hand. (Bild: PD)

Iltisse sind eine geschützte Tierart mit einer Körperlänge inklusive Schwanz von gegen 50 (Männchen) beziehungsweise 40 (Weibchen) Zentimetern. Wie eine Erhebung aus dem Jahr 2010 zeigt, kommen die guten Schwimmer und Taucher vor allem dort relativ häufig vor, wo es naturnahe Feuchtgebiete beziehungsweise Gewässer mit Ufergehölzen gibt. Frösche und Kröten sind beliebte Beutetiere. Im Winter stehen auch Spitzmäuse, Mäuse, Hühnereier, Katzenfutter und Fleischabfälle auf dem Menueplan. Im letzten Jahr sind im Thurgau fünf Iltisse als Fallwild gemeldet worden, drei waren Opfer des Strassenverkehrs.

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