Tiefer Holzpreis bereitet den Salensteiner Bürgern Sorgen

Die Bürgergemeinde Salenstein hatte letztes Jahr wegen der Trockenheit mit dem Borkenkäfer sowie dem Absatz des Holzes zu kämpfen. Neu werden im Wald 38 Standorte beschriftet.

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Karl Ilg, Waldverwalter der Bürgergemeinde Salenstein, präsentiert die Tafeln, mit denen der Wald beschriftet wird. (Bild: PD)

Karl Ilg, Waldverwalter der Bürgergemeinde Salenstein, präsentiert die Tafeln, mit denen der Wald beschriftet wird. (Bild: PD)

(red) Zum elften Mal seit der Gründung der neuen Bürgergemeinde versammelten sich am 31. Dezember die Bürger zur Silvestergemeinde. 35 Bürger hatten sich im alten Schulhaus zur Versammlung eingefunden. «Es war ein Jahr voller Extreme mit wenig Niederschlägen und grosser Hitze», sagte der Bürgerpräsident, Roland Ilg. Die Trockenheit hatte fatale Auswirkungen auf die Forstwirtschaft.

«Obwohl der Salensteiner Wald gegenüber anderen noch einigermassen verschont blieb, war der Borkenkäfer sehr aktiv und sorgte für viel Käferholz, sodass der Markt von Fichtenholz übersättigt wurde.»

Ilg bemerkte, dass die Kosten für den Wald diskutiert werden müssten. «Es gehe doch nicht an, dass die verschiedensten Interessenten wie Freizeitsportler oder Jäger den Wald nutzen möchten und gleichzeitig die Preise für das Holz nur gerade knapp die Rüstkosten abdecken.»

Erneuerung von zwei Grillstellen

Anfangs Sommer wurden die Grillstellen beim Werkhof Götschenholz und bei der Mannenbacher Waldhütte erneuert. Für die Feuerstelle bei der Waldhütte hatte Peter Hutterli, Aktuar der Bürgergemeinde, Holzhocker angefertigt. Nach der Testbenutzung konnten die Feuerstellen dann wegen des vom Kanton und von politischer Gemeinde für längere Zeit verhängte Feuerverbot nicht benutzt werden. Jetzt stehen die Feuerstellen der Öffentlichkeit aber zur Verfügung.

Bei den Mutationen war der Bestand an Bürgern der gleiche wie im Vorjahr. Das heisst, in der Gemeinde Salenstein wohnen 128 Bürger, wovon 113 stimmberechtigt sind. Wichtige Termine für das Jahr 2019 seien die Rechnungsgemeinde am 17. Mai, das Holzsammeln für den 1.-Augustfunken am 27. Juli sowie der Christbaumverkauf am 21. Dezember, hiess es. Ein Waldumgang für die Allgemeinheit ist für das Jahr 2020 vorgesehen.

Einzelstücke werden an der Holzgant angeboten

Waldverwalter Karl Ilg berichtete, dass vom Kanton die Weisung kam, kein Holz zu schlagen, da genügend Holz, insbesondere Fichten, am Lager sei. Trotzdem sei etwas Holz geschlagen worden – für Brennholz, das gebraucht wurde, und damit das Personal noch beschäftigt werden konnte. Für den Winterhau würden etwa 135 Ster Brennholz benötigt, sagte er. Da die Holzpreise tief sind, werde versucht, einige Einzelstücke per Holzgant für einen besseren Preis zu verkaufen.

Der Christbaumverkauf verläuft immer zäher. Ilg hat deswegen darum gebeten, vermehrt Werbung zu machen, die Christbäume doch bei der Bürgergemeinde einzukaufen.

38 Standorte erhalten eine Tafel 

Zum Schluss orientierte der Waldverwalter über seine Absicht, den Wald zu beschriften. Unter der Mithilfe des ehemaligen Försters Rolf Singer wurden die 38 Standorte bestimmt, an denen die Standort-Tafeln aufgestellt werden. Gleichzeitig wird auch die Schreibweise verschiedener Waldgebiete korrigiert, beziehungsweise angepasst.

Den Abschluss der Silvestergemeindeversammlung bildete traditionsgemäss das Salzissen-Essen bei Heidi Lutz im Restaurant Löwen in Mannenbach.