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Thurgauerinnen von Pro Manu bewahren seit zehn Jahren das Handwerk

Die Frauen von Pro Manu vernetzen Handarbeitslehrerinnen und gestaltende Künstler im Kanton. Unterstützt werden sie auch von Unternehmern, die das Handwerk in der Schule erhalten wollen.
Larissa Flammer
Die Pro-Manu-Vorstandsmitglieder Barbara Rossbacher und Yvonne Joos in der Bibliothek der PHTG. Die dort ausgestellten Koffer haben Lehrerinnen für textiles und technisches Gestalten für die Jubiläumsversammlung des Vereins gemacht. (Bild: Donato Caspari)

Die Pro-Manu-Vorstandsmitglieder Barbara Rossbacher und Yvonne Joos in der Bibliothek der PHTG. Die dort ausgestellten Koffer haben Lehrerinnen für textiles und technisches Gestalten für die Jubiläumsversammlung des Vereins gemacht. (Bild: Donato Caspari)

Informatik zum Beispiel ist ein eher theoretischer Beruf. Doch auch dort ist Kreativität gefragt. Davon ist Yvonne Joos überzeugt. Sie setzt sich deshalb als Co-Präsidentin des Vereins Pro Manu seit zehn Jahren dafür ein, dass die handwerklichen und kreativen Kompetenzen aus den Bereichen Handarbeit und Werken nicht verloren gehen.

«Kinder müssen wissen, wie man eine Schere richtig hält, müssen mal was mit der linken und der rechten Hand machen.»

Yvonne Joos ist selber keine Handarbeitslehrerin, sondern hat früher am Seminar für Textilarbeit, Werken und Gestaltung Weinfelden Deutsch, Pädagogik und Psychologie unterrichtet. Ausserdem leitet sie noch heute die regionalen Impulsgruppen der Pädagogischen Hochschule Thurgau, in denen sich Lehrerinnen für Textilarbeit und Werken vernetzen und weiterbilden. «Ich habe Hochachtung vor diesen Fachlehrpersonen.»

(Bild: Donato Caspari)
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(Bild: Larissa Flammer)
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7 Bilder

Kofferausstellung an der Jubiläums-Versammlung

Pro Manu kämpf für Lohngleichheit

Als die Thurgauer Konferenz der Lehrkräfte für Textilarbeit und Werken vor zehn Jahren aufgelöst wurde, entstand der Verein Pro Manu an deren Stelle. Denn obwohl heute keine reinen Handarbeitslehrerinnen mehr ausgebildet werden, gibt es noch einige Frauen, die nur dieses eine Fach unterrichten. Im Verein Pro Manu können sie sich vernetzen, das Wissen um guten Unterricht bewahren und weitergeben. Ausserdem wurde der Verein Anlaufstelle und Sprachrohr. Joos nennt ein Beispiel:

«Wir haben uns gemeinsam mit Bildung Thurgau massgeblich dafür eingesetzt, dass die noch am Seminar ausgebildeten Lehrerinnen gleich viel verdienen wie ihre jüngeren Kolleginnen.»

Auf der Oberstufe gebe es diesbezüglich aber noch Handlungsbedarf. Auch deshalb wird es den Verein, der in diesem Jahr sein 10-Jahr-Jubiläum feiert, weiterhin geben. Die Inhalte des textilen und technischen Gestaltens – wie es heute heisst – sind im neuen Lehrplan nun aber ziemlich genau vorgegeben. Diesen Zweck müsste der Verein also nicht mehr erfüllen – «wenn der Lehrplan gut umgesetzt wird», wie Joos sagt.

Vernetzung bis zur Unesco

«Pro Manu steht allen offen», sagt die Co-Präsidentin. Handwerkliches Gestalten in allen Facetten soll gestärkt werden – der schulische Bereich ist nur ein Teil davon. Wichtig ist gemäss Joos, dass alle Vorstandsmitglieder selber gut vernetzt sind. Die zweite Co-Präsidentin, Elisabeth Volkart-Annen, hat zum Beispiel lange für die Unesco gearbeitet. Auch deshalb konnte Pro Manu an einer Unesco-Tagung zum Thema Kunst und Bildung sowie immaterielles Erbe mitwirken. Beisitzerin Christina Schneider Pfändler dagegen gute Beziehungen in der Kunst-Szene. Den Vorstand komplettieren Aktuarin Barbara Rossbacher und Rosmarie Hotz (Kasse). Der Verein zählt gegen 200 Mitglieder.

«Das Arbeiten mit den Händen, Musik und Sport fördern die Entwicklung der Kinder.»

«Bei allem, was mit Kreativität zu tun hat, kann man uns fragen», sagt die Co-Präsidentin. Pro Manu vernetzt sich auch mit der neuen Bildschule in Frauenfeld, drei Vorstandmitglieder des Vereins geben zudem Kurse zum Thema «rundumkunst» im Schulmuseum, wo Joos in der Geschäftsleitung sitzt. Obwohl vor allem Frauen Handarbeit unterrichten und sich bei Pro Manu engagieren, sagt die Co-Präsidentin: «Wir haben Unterstützung von verschiedenen Unternehmern, die wissen, dass Handwerk in der Schule nicht verloren gehen darf.» Patron von Pro Manu ist sogar Regierungsrat Jakob Stark.

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