Thurgauer Sportpreis 2020: Martin Fuchs und Kreuzlingens NLA-Wasserballer triumphieren

Anlässlich des Gala-Abends im Amriswiler Pentorama werden Springreiter Markus Fuchs als Einzelsportler des Jahres und die NLA-Wasserballer des SC Kreuzlingen als Team des Jahres ausgezeichnet.

Matthias Hafen
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Mit dem klassischen Goldregen werden die Sportlerinnen und Sportler am Ende des Gala-Abends gefeiert.

Mit dem klassischen Goldregen werden die Sportlerinnen und Sportler am Ende des Gala-Abends gefeiert.

Reto Martin

Die 41. Austragung der Thurgauer Sportlerwahl – neu Thurgauer Sportpreis – brachte würdige Sieger heraus. Bei den Einzelsportlerinnen und -sportlern setzte sich zum zweiten Mal in Folge der Springreiter Martin Fuchs aus Wängi durch. Der Europameister und Weltranglistenzweite gewann die Wahl vor Radprofi Stefan Küng und Para-Leichtathletin Catherine Debrunner. Das Resultat ist die Summe eines Fachjury-Entscheids und eines Online-Votings.

Bei den Teams gewann der SC Kreuzlingen nach dem Meistertitel und dem Schweizer Cup auch den kantonalen Sportpreis. Die NLA-Wasserballer setzten sich in der Wahl vor den NLA-Volleyballern aus Amriswil und den NLB-Eishockeyanern des HC Thurgau durch. Geehrt wurden auch Rollstuhl-Rennen-Organisator Nick Sigg als Sportförderer des Jahres und Leichtathletin Andrina Hodel als Newcomerin des Jahres.

Für Heidi Diethelm gibt es kein Ablaufdatum

Ein kleiner Wermutstropfen war, dass am Fest im Amriswiler Pentorama ausgerechnet die Sieger nicht persönlich anwesend waren. Springreiter Martin Fuchs, der in Florida trainiert, wurde durch seinen nicht minder bekannten Onkel Markus Fuchs vertreten. Für Kreuzlingens Wasserballer sass einzig Clubpräsident Max Wicker auf der Bühne. Die anwesenden Nominierten waren aber so gut gelaunt und so offen im Gespräch, dass die Gäste trotzdem bestens unterhalten wurden.

Sieger Martin Fuchs (auf dem Videoscreen) liess sich entschuldigen und durch seinen Onkel Markus Fuchs (am Mikrofon) vertreten.

Sieger Martin Fuchs (auf dem Videoscreen) liess sich entschuldigen und durch seinen Onkel Markus Fuchs (am Mikrofon) vertreten.

Reto Martin

Der dreifache Armbrust-Weltmeister Joël Brüschweiler enthüllte etwa, dass sein Sportgerät 6500 Franken kostet. Heidi Diethelm-Gerber sagte, dass es für sie kein Ablaufdatum gebe im Weltklasse-Schiesssport. «Ich bin aber wohl ein Spezialfall», so Diethelm-Gerber lachend. Radprofi Stefan Küng erklärte, wie gross der Einfluss des Windschattens in einem Velorennen ist. «Wenn du im Windschatten fährst, musst du etwa 35 Prozent weniger leisten», so Küng. «Mitten im Feld ist die Sogwirkung noch grösser. Dann kann es gegenüber einem solo Fahrenden bis zu 50 Prozent ausmachen.»

Sieben Thurgauer Olympiamedaillen in Tokio?

Die Aussage des Abends kam von Jurypräsident Martin Leemann. Der Chef des kantonalen Sportamts prophezeite, dass an den Olympischen Spielen von diesem Sommer in Tokio im Optimalfall sieben Thurgauer Medaillen herausschauen werden. Moderiert wurde der Anlass, der vom Panathlon Club Thurgau durchgeführt wird, von Tom Schnegg. Für die Unterhaltung zwischendurch sorgten die Musikschule Weinfelden und die Rocket Girls Diessenhofen.

Vertreter des SC Kreuzlingen nehmen den ersten Preis in der Teamwertung entgegen.

Vertreter des SC Kreuzlingen nehmen den ersten Preis in der Teamwertung entgegen.

Reto Martin