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Thurgauer Frauen rüsten sich für den Streik - mit Werbung auf dem WC

Eine Gruppe von Frauen will im Thurgau für den Frauenstreik mobilisieren. Die SP-Frauen lassen sich von Männern bekochen und bedienen.
Sabrina Bächi
Die Frauen beratschlagen am vergangenen Freitag verschiedene Streikmöglichkeiten. (Bild: Sabrina Bächi)

Die Frauen beratschlagen am vergangenen Freitag verschiedene Streikmöglichkeiten. (Bild: Sabrina Bächi)

Ein erstes Treffen, ein Abtasten, ein Ideen-sammeln. Rund 16 Frauen aus dem Thurgau haben sich am Freitagabend im Restaurant Frohsinn in Weinfelden getroffen, um über verschiedene mögliche Aktionen am Frauenstreiktag vom 14. Juni zu sprechen.

Ein bereits fixes Programm sieht vor, nach St. Gallen an die dortigen Kundgebungen zu gehen. Denn die Angst bestand, dass im Thurgau nicht genügend Frauenpower zu finden sei, um hier einen tollen Anlass mit genügen beteiligten, also streikenden, Frauen zu finden. «Als ich das Thema im Februar zur Sprache brachte, sah es nicht so aus, als ob der Frauenstreik unter Thurgauer Frauen grosse Unterstützung fände», sagt SP-Kantonsrätin Edith Wohlfender.

Doch ganz untätig ist man auch im Thurgau nicht: Am 14. Juni erhält Regierungsrat Jakob Stark pünktlich zum Zmittag die Forderungen der Frauen. «Jede Frau kann ihre Forderungen an die Regierung notieren und an diesem Tag abgeben», sagt Wohlfender.

Visuelle Aktionen sind erwünscht

Ansonsten gibt es bereits weitere Aktionen, die geplant sind. Etwa in Bischofszell findet ein Teilete-Zmittag statt. Die SP-Frauen organisieren ein Mittagessen, bei dem sie sich von Männern bekochen und bedienen lassen. «Wir machen nichts», sagt Nina Schläfli, Präsidentin der SP Thurgau. Doch auch ein visuelles Zeichen wollen die Frauen setzten.

Etwa einen Wäscheständer auf den Platz vor dem Regierungsgebäude montieren, oder Schürzen sichtbar an den Nagel hängen. Weit einiger ist man sich jedoch, dass auch auf dem Stillen Örtchen etwas geschehen soll.

Streikende Frauen sind erwünscht

CVP-Frauen-Vorsitzende Anne Varenne bringt die Idee ein, Plakate für die Mobilisierung zum Streik auf Toiletten aufzuhängen. Davon zeigen sich alle Anwesenden begeistert. Des Weiteren soll ein Newsletter alle Interessierten auf dem laufenden Stand halten. Auch wenn das Treffen nach rund eineinhalb Stunden mit zufriedenen Gesichtern beendet ist, eines ist für die Initiantinnen klar: Der Thurgau braucht streikende und solidarische Frauen.

Nur so kann es gelingen, den Anliegen nach Lohngleichheit, gleichberechtigte Erziehungsmodelle oder besseren Renten für die Frauen einzufordern.

Weiter Infos zum Frauenstreik finden Sie hier

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