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Thurgauer Ballonfahrer Stefan Zeberli gewinnt WM-Silber

Stefan Zeberli wird an der Heissluftballon-WM in Österreich Zweiter. Weil die letzten drei Fahrten abgesagt werden, kann der im st. gallischen Andwil wohnhafte Thurgauer seinen letztlich entscheidenden Fehler nicht mehr gutmachen.
Matthias Hafen
Stefan Zeberli (hier bei einer Berufsfahrt) kehrt als Medaillengewinner von der WM nach Hause. (Bild: Reto Martin, Tägerschen, 10. August 2018)

Stefan Zeberli (hier bei einer Berufsfahrt) kehrt als Medaillengewinner von der WM nach Hause. (Bild: Reto Martin, Tägerschen, 10. August 2018)

Es hätte der Weltmeistertitel werden sollen für Stefan Zeberli. Mit diesem Ziel jedenfalls reiste der Thurgauer an die Titelkämpfe im Heissluftballonfahren. Es ist noch das letzte Luftloch in seinem Palmarès. Eines, das der sechsfache Schweizer Meister, vierfache Europameister und WM-Dritte von 2016 in der vergangenen Woche im Nordosten Österreichs stopfen wollte.

Lange war Zeberli auf Kurs, führte das Gesamtklassement der 105 Teams vor dem Briten Dominic Bareford an. Dann kam der fatale Donnerstag mit den Fahrten neun und zehn. «Die Morgenfahrt lief nicht nach Wunsch», schrieb Zeberli in seinem Blog. «Die Aufgaben konnten in beliebiger Reihenfolge gefahren werden. Unsere Wahl war nicht ganz optimal.» Währenddessen legte Konkurrent Bare­ford eine fabelhafte Fahrt hin und überholte den führenden Thurgauer in der Rangliste.

Beim zweiten Versuch vom Wind überrascht

Es war ein verflixter Donnerstag für Zeberli und sein Team. Denn auch die Abendfahrt misslang. Es handelte sich um eine Aufgabe, in der der Pilot ein Ziel auf drei Kilometer deklarieren musste. «Ich habe dies leider ein zweites Mal versucht, da ich mit dem ersten Versuch nicht zufrieden war», so Zeberli. In der Zwischenzeit hatte aber der Wind stark abgestellt, sodass der Thurgauer nur noch 900 Meter an das Ziel herankam.

Unzählige Heissluftballone steigen über dem WM-Gelände in Niederösterreich in den Himmel. (Bild: Walter T. Vogel)

Unzählige Heissluftballone steigen über dem WM-Gelände in Niederösterreich in den Himmel. (Bild: Walter T. Vogel)

Normalerweise hätte der Routinier den Rückschlag mit starken Fahrten in den nächsten Tagen kontern können. Doch plötzlich spielte das Wetter gar nicht mehr mit. Die letzten drei Fahrten der WM mussten allesamt abgesagt werden, sodass Zeberli und sein Team auf dem zweiten WM-Rang sitzen blieben. Obwohl das grosse Ziel, der WM-Titel, verpasst wurde, sprach der beste Schweizer Ballonfahrer von einem «unvergesslich schönen und spannenden Anlass». Ein grosser Dank gelte seinem Team. «Ohne ein so grandioses und funktionierendes Team wäre diese Leistung nicht möglich gewesen», so Zeberli.

Erstmals drei Schweizer in den Top Ten der WM

Für die Schweizer Heissluftballon-Nationalmannschaft war die WM in Österreich ein grosser Erfolg – nicht nur dank Zeberli, der im st. gallischen Andwil wohnt. Der Zürcher Roman Hugi wurde undankbarer Vierter, der Berner David Hochreutener Achter. So gut war die Schweiz als Delegation noch nie. Neuer Weltmeister im Heissluftballonfahren ist der Brite Bareford, Dritter wurde der Russe Sergey Latypov.

So funktioniert der Ballonsport

Bei Heissluftballon-Wettkämpfen geht es um eine möglichst präzise Fahrweise. Durch Ausnutzen der Windströmungen in verschiedenen Höhen muss eine bestimmte Fahrtrichtung oder ein bestimmtes Ziel möglichst genau erreicht werden. Mögliche Aufgaben reichen dabei von einfachen Fly-Ins, bei denen ein mit Sand gefüllter Stoffbeutel im Zentrum eines Zielkreuzes abgeworfen werden muss bis zu komplexen 3D-Aufgaben, die mit GPS-Geräten ausgewertet werden können. Ein Wettkampfleiter kann die verschiedenen Aufgabentypen in Abhängigkeit der lokalen Gegebenheiten kombinieren und so pro Ballonfahrt mehrere Aufgaben stellen. (red)

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