«The Gregorian Voices» in Romanshorn: Mittelalter trifft Moderne

Die sieben Männer aus Bulgarien zauberten am Samstagabend eine geheimnisvoll anmutende Klangwelt in die evangelische Kirche: Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren beeindruckt.

Markus Bösch
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«The Gregorian Voices» spannen den Bogen vom Mittelalter in die Neuzeit.

«The Gregorian Voices» spannen den Bogen vom Mittelalter in die Neuzeit.

(Bild: Markus Bösch)

Die traditionellen Mönchskutten passen zum Gesang, die geistliche Musik zum Mittelalter – und auch in die Moderne: Mit ihrer Mischung aus gregorianischen Chorälen, orthodoxer Kirchenmusik und Madrigalen aus der Zeit der Renaissance gelingt es «The Gregorian Voices», zusammen mit den Besuchern eine Reise in vergangene Jahrhunderte zu unternehmen – wenigstens für anderthalb Stunden. In Dunkelheit getaucht, sind es dann nur mehr die Stimmen der sieben Männer, die vergangene Zeiten zum Erklingen bringen.

Poppiges neu arrangiert

An der Zahl zwar klein, brilliert der Chor mit umso stimmgewaltigerem Gesang, durchsetzt mit solistischen Einlagen. Im zweiten Teil dann macht der Chor aus Bulgarien den Sprung in die Moderne und lässt manchen Klassiker der Popmusik aufleben: Äusserst beeindruckend, wie das «Halleluja »von Leonard Cohen oder «The sound of silence» von Simon & Garfunkel mit dem A-capella-Chor noch einmal ganz neue Dimensionen erhält. Die Zuhörerinnen und Zuhörer danken ihnen diesen Konzertabend mit stehenden Ovationen – und erhalten gleich mehrere Zugaben.