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Technischer Defekt führte zum Brand in der Schönenberger Bocciahalle

Am Samstag, 24. November, wurden Teile der Bocciahalle an der Schwimmbadstrasse ein Raub der Flammen. Das Feuer ging von einem Kühlschrank im benachbarten Gartenhaus aus. Einziger Trost: Es hätte alles noch viel schlimmer kommen können.
Georg Stelzner
Die verkohlten Balken sprechen eine deutliche Sprache: Das Feuer hat dem Dachstuhl so sehr zugesetzt, dass er komplett ersetzt werden muss. (Bilder: Georg Stelzner)

Die verkohlten Balken sprechen eine deutliche Sprache: Das Feuer hat dem Dachstuhl so sehr zugesetzt, dass er komplett ersetzt werden muss. (Bilder: Georg Stelzner)

«Die Abklärungen des Brandermittlungsdienstes haben ergeben, dass uns keine Schuld trifft», betont Jörg Trachsel. Dem Präsidenten des Boccia-Clubs Schönenberg ist diese Erkenntnis insofern wichtig, als schon bald nach dem Ereignis im Dorf abstruse Gerüchte kursierten.

Aufgrund der Untersuchungen kann laut Trachsel Brandstiftung definitiv ausgeschlossen werden. Das Feuer sei durch einen technischen Defekt in einem Kühlschrank verursacht worden, der im Gartenhaus stand. Dieses befand sich direkt neben der Bocciahalle, weshalb die Flammen rasch übergreifen konnten.

Vom Brandausbruch völlig überrascht

Das Geschehen vom 24. November ist bei Jörg Trachsel noch sehr präsent. Im Bocciodromo, das auch über einen Restaurantbereich verfügt, ist an jenem Samstag eine Hochzeitsgesellschaft zu Gast. Nachdem diese das Lokal verlassen hat, machen sich Mitglieder des Boccia-Clubs ans Aufräumen.

Anschliessend sitzen sie, nichts Böses ahnend, in fröhlicher Runde zusammen, bis der Abend eine dramatische Wende nimmt: Zunächst kommt ein Vereinsmitglied vom WC zurück und berichtet von einem Knall, «wie wenn ein Auto in die Halle gerast wäre», kurz darauf stürzt ein aufgeregter Passant ins Gebäude und spricht Worte aus, mit denen gar niemand gerechnet hat: «Es brennt!»

Präsident versucht, das Feuer zu löschen

Eine Betonwand hat verhindert, dass der Ausbruch des Feuers nicht gleich bemerkt worden ist. «Ich bin dann aber sofort hinter die Halle gerannt und habe versucht, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen», erzählt Trachsel.

Das Unterfangen scheitert aber an einer Explosion, die möglicherweise von einem Kühlaggregat verursacht worden ist. Die inzwischen verständigten Einsatzkräfte des Feuerwehr-Zweckverbandes Sulgen-Kradolf-Schönenberg und der Stützpunkt-Feuerwehr Bischofszell sind zum Glück schnell Herr der Lage und verhindern Schlimmeres.

Trotz allem noch Glück im Unglück

Nachdem das Feuer gelöscht ist, wird das ganze Ausmass des Schadens ersichtlich: Der Dachstuhl ist total kaputt und auch die beiden Bahnen müssen erneuert werden. Das bedeutet, dass die Halle während Monaten nicht mehr benutzt werden kann.

Der Clubpräsident ringt auch heute noch um Fassung. Das im Jahr 1986 eingeweihte Bocciodromo war der Stolz des Vereins, der sich mit seinen Turnieren in der ganzen Schweiz einen glänzenden Ruf erworben hat. Trachsel ist sich aber bewusst, dass der Schaden noch viel grösser hätte sein können: «Es war ein Riesenglück, dass an jenem Abend Clubmitglieder anwesend waren und die Feuerwehr zu Hilfe rufen konnten.»

Obschon davon auszugehen ist, dass die Versicherung für die Deckung des Schadens aufkommen wird, sitzt der Schock tief. Zum einen stehen nun terminlich bereits fixierte Turniere auf der Kippe oder sie müssen abgesagt werden, zum andern entgehen dem Club wichtige Einnahmen, weil das Bocciodromo für eine längere Zeit nicht mehr vermietet werden.

Mitglieder des Boccia-Clubs Schönenberg beteiligen sich dem Brand in der Bocciahalle an den Aufräumarbeiten.

Mitglieder des Boccia-Clubs Schönenberg beteiligen sich dem Brand in der Bocciahalle an den Aufräumarbeiten.

Andere Clubs zeigen sich solidarisch

Vor diesem Hintergrund freut Trachsel die Solidarität seitens der Bocciaclubs aus Arbon und Rorschach, die den Schönenbergern ihre eigenen Anlagen für Turniere zur Verfügung stellen wollen.

Beeindruckt ist der Präsident auch vom Engagement der eigenen Mitglieder, die in den ersten beiden Wochen schon knapp 90 Frondienststunden geleistet haben. Und so hofft Jörg Trachsel, den Spiel- und Gastrobetrieb schon am 28. April 2019 wieder aufnehmen zu können.

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