Tanz am See in Romanshorn: Die Organisatoren des Elektrofestivals besinnen sich auf die Anfänge zurück

Nach zwei Jahren Unterbruch wollen es die Veranstalter diesen Sommer nochmals versuchen. Die Erfolgsaussichten sind gut. Nur etwas kann ihnen noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Markus Schoch
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Die Party soll dieses Jahr wieder wie in den Anfängen auf der Festwiese steigen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Party soll dieses Jahr wieder wie in den Anfängen auf der Festwiese steigen. (Bild: Andrea Stalder)

Bruno dos Anjos und Marco Frey hatten zuletzt viel Pech. Vor zwei Jahren mussten sie das Elektrofestival «Takt am See» kurzfristig absagen, weil ihr Gerüstbauer sie vor unlösbare Problem stellte. Die Konstruktion für die beiden Zelte auf dem Werftgelände der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt war viel zu schwach, um das Equipment tragen zu können. Ein Statiker bezeichnete sie als lebensgefährlich.

Und im letzten Jahr stellten sie sich selber ein Bein. Weil sich dos Anjos aus familiären Gründen lange nur am Rande mit der Organisation des Anlasses beschäftigen konnte, fehlte ihm am Schluss die Zeit, alle Auflagen der Stadt in Bezug auf Verkehr, Sicherheit und Abfall zu erfüllen, so dass es keine Bewilligung für die Veranstaltung gab.

Neuer Anlauf mit altem Konzept

Die beiden lassen sich aber nicht entmutigen. Sie nehmen dieses Jahr einen neuen Anlauf und kehren zu den Wurzeln zurück. Das Elektrofestival findet am 31. August statt, es dauert nur einen Tag und geht auf der Festwiese über die Bühnen - dort wo vor fünf Jahren alles begonnen hat.

«Es ging uns darum, das finanzielle Risiko auf ein Minimum zu reduzieren», sagt dos Anjos. Experimente will er sich nicht leisten. Denn Geld vom Gerüstbauer, wegen dem «Takt am See» 2017 ins Wasser fiel, haben die Organisatoren noch nicht gesehen. Eine Entschädigung gerichtlich einzufordern, mache derzeit wenig Sinn, obwohl die Erfolgsaussichten gut seien.

19 DJs werden auftreten

Die Besucher sollen bei der diesjährigen Auflage trotz neuer Einfachheit auf ihre Rechnung kommen. Es gibt zwei Bühnen, auf denen von Samstag 14 Uhr bis Sonntag 2 Uhr 19 DJs auftreten werden. Eine Bewilligung der Stadt für die Party mit maximal 3000 Personen haben dos Anjos und Frey bereits. Und auch das Interesse ist vorhanden. «Die Resonanz ist gut», sagt dos Anjos. Auf Facebook haben 3000 Personen ihr Interesse angemeldet. Mitspielen muss jetzt nur noch das Wetter. Denn nur wenn es schön ist, wummern die Bässe.