Tägerwiler Fussballer möchten mehr trainieren

Die Mitglieder des FC Tägerwilen erhoffen sich von der Gemeindeversammlung Tägerwilen die Zustimmung für die Sanierung der Sportanlage für 1,7 Millionen Franken. Der Winternaturrasen sei die bessere Lösung als der Kunstrasen.

Nicole D'Orazio
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Interimspräsident Peter Forster und Juniorenobmann James Wehrli diskutieren über den wegen Regens gesperrten Fussballplatz. (Bild: Andrea Stalder)

Interimspräsident Peter Forster und Juniorenobmann James Wehrli diskutieren über den wegen Regens gesperrten Fussballplatz. (Bild: Andrea Stalder)

Auf dem Fussballplatz in Tägerwilen herrscht am Montagabend gähnende Leere, obwohl eigentlich Hochbetrieb wäre. Wegen des starken Regens mussten die Trainings der sieben Mannschaften abgesagt werden, da die Plätze unbespielbar sind. Für die Fussballer nichts Neues. «Wir können die Plätze leider während 45 Prozent des Jahres nicht brauchen», sagt Juniorenobmann James Wehrli. «Während der Saison ist das natürlich sehr unerfreulich.»

Der Verein hofft deswegen, dass an der Gemeindeversammlung am 28. Mai die Tägerwiler Stimmbürger dem Kreditantrag für die Sanierung des Sportplatzes Tägermoos in der Höhe von 1,7 Millionen Franken zustimmen. Nach anfänglichen Überlegungen über einen Kunstrasen ist der Gemeinderat auf eine Variante mit einem Winternaturrasen umgeschwenkt (unsere Zeitung berichtete).

Sie sind nicht enttäuscht

«Wir werden immer wieder gefragt, ob wir nicht enttäuscht seien, weil nun kein Kunstrasen, sondern ein Winternaturrasenplatz zur Abstimmung kommt», sagt Wehrli.

«Dem ist nicht so. Wir sind sogar glücklicher, auf einer Wiese und nicht auf Kunststoff zu spielen»

ergänzt Interimspräsident Peter Forster. Ihr Anliegen sei es, die Sportanlage mehr nutzen zu können. Das sei auch mit einem Winterrasen gegeben, auch wenn man erst Erfahrungen mit der Unterlage sammeln müsse.

«Wir waren in der Region Basel und im Elsass, wo es schon viele dieser Winternaturrasen gibt, und haben uns genau informiert», sagt Forster. Sie seien überzeugt, dass dies eine gute Lösung sei. «Wir wären die ersten in der Ostschweiz mit solchen Plätzen.»

Die neue Anlage müsste dann jedoch gleichmässig genutzt werden. «Wir werden dann ein Platzmanagement machen, damit alle Flächen gleich belastet werden. Wir müssen dann mehr darauf achten, als beim heutigen Rasen», sagt Forster. «Doch das bringen wir hin.» Denn sowohl der Verein wie auch das Werkhofteam werden bezüglich des Unterhalts während zweier Jahre von der Firma, die den Platz baut, unterstützt.

Viel für das Projekt geweibelt

«Wir haben in der letzten Zeit viel Informationsarbeit geleistet», sagt der Präsident. «Wir waren bei Vereinen und Parteien und haben das Projekt vorgestellt. Hoffentlich konnten wir alle überzeugen.» Sollte der Kredit angenommen werden, ist der Umbau der Plätze bereits im September geplant.

Für rund ein halbes Jahr müsste der FC Tägerwilen auf Anlagen umliegender Vereine ausweichen. «Da finden wir bestimmt eine Lösung», ist Wehrli überzeugt. «Wir freuen uns dann auf neue Plätze.»

LED-Beleuchtung ist noch nicht ausgereift

Auf eine Beleuchtung der Plätze mit LED wird vorerst noch verzichtet. «Das hat aber nichts damit zu tun, weil wir die Grenze von zwei Millionen Franken und somit eine Urnenabstimmung umgehen wollen», betont Peter Forster. Einerseits müssten alle Kandelaber für 260000 verstärkt werden, was sehr teuer sei. «Andererseits hat der Schweizerische Fussballverband von einer LED-Beleuchtung noch abgeraten, da sie noch unausgereift ist.» Man warte deshalb vorerst ab und schaue den Punkt in ein paar Jahren nochmals an, erklärt der Interimspräsident des FC Tägerwilen.

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