Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Tägerwilen setzt auf Winternaturrasen statt Kunstrasen

Die Gemeinde schwenkt um auf eine Naturlösung für ihre Fussballplätze. Das Kreuzlinger Volks-Nein spielt dabei eine wesentliche Rolle.
Urs Brüschweiler
Der Kunstrasenplatz im Kreuzlinger Hafenareal bleibt vorerst der einzige seiner Art in der Region. (Bild: Reto Martin)

Der Kunstrasenplatz im Kreuzlinger Hafenareal bleibt vorerst der einzige seiner Art in der Region. (Bild: Reto Martin)

Der Gemeinderat macht Nägel mit Köpfen. Der Kunstrasenplatz für den Sportplatz Tägermoos ist vom Tisch. Dafür will man die gesamte Anlage, die zwei Fussballfelder und drei Trainingsplätze umfasst, mit Winternaturrasen ausstatten. Am 28. Mai werden die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung über das Projekt abstimmen können. Rund 1,8 Millionen Franken soll es kosten. Damit liegt man unter der Grenze von zwei Millionen Franken, bei der nach neuer Gemeindeordnung eine Urnenabstimmung stattfinden muss.

Kunstrasenplätze sind derzeit nicht salonfähig

«Die Abstimmung in Kreuzlingen hatte sicher einen Einfluss auf unseren Entscheid», sagt Gemeindepräsident Markus Thalmann. Im Februar war die Vorlage für den Bau einer Kunstrasenanlage im Döbeli von den Stimmbürgern der Nachbarstadt mit knapp 57 Prozent abgelehnt worden.

Persönlich sei er über dieses Ergebnis schon etwas erschrocken, sagt Thalmann. Aber die Stimmung im Volk sei derzeit klar für ökologischere Lösungen.

Markus ThalmannGemeindepräsident Tägerwilen(Bild: Donato Caspari)

Markus Thalmann
Gemeindepräsident Tägerwilen
(Bild: Donato Caspari)

«Es wäre psychologisch schwierig gewesen, jetzt einen Kunstrasen durchzudrücken.»

Neue Ideen aus Basel

Stattdessen machte sich eine Arbeitsgruppe über alternative Varianten schlau. Überzeugt habe eine Analyse von Spezialist Eric Hardmann von der Firma Novoter aus Basel. Statt des Umbaus nur eines Platzes wird man nun die gesamte Anlage mit Winternaturrasen ausstatten. Dies verspricht, dass gegenüber heute künftig nicht weniger als doppelt so viele Trainingsstunden möglich seien.

«Die Anlage ist heute wirklich in einem schlechten Zustand», sagt Thalmann. «Die Sanierung ist nötig.» Die Projektverantwortlichen hätten sich intensiv mit der Materie beschäftigt und auch Beispiele angeschaut. Mit im Boot waren auch Vertreter des Fussballclubs. «Sie können mit dieser Lösung sehr gut leben», sagt Thalmann. Die Investitionskosten sind nun zwar tiefer als beim Bau eines Kunstrasens, dafür wird aber der Unterhalt aufwendiger.

Auch die Beleuchtung soll erneuert werden

Der Gemeindepräsident ist guten Mutes, dass die Vorlage an der Gemeindeversammlung eine Mehrheit erhalten wird. Der Gemeinderat unterbreitet den Bürgern noch ein weiteres Kreditbegehren für den Umbau der Fluchtlichtanlage in eine LED-Beleuchtung.
Urs Brüschweiler urs.brueschweiler@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.