Tägerwilen
«Ich bin zuversichtlich, dass es keine Einsprachen geben wird»: Das Baugesuch für das neue Kirchgemeindehaus liegt auf

Seit Donnerstag liegt in Tägerwilen das Baugesuch für das neue Kirchgemeindehaus öffentlich auf. Läuft alles nach Plan, soll der Baustart bereits Mitte August dieses Jahres erfolgen.

Rahel Haag
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Die Visualisierung zeigt, wie das evangelische Kirchgemeindehaus dereinst aussehen soll.

Die Visualisierung zeigt, wie das evangelische Kirchgemeindehaus dereinst aussehen soll.

Bild: PD

«Es läuft wie am Schnürchen», sagt Markus Thalmann. Er spricht vom geplanten Kirchgemeindehaus der Evangelischen Kirchgemeinde Tägerwilen-Gottlieben. Noch bis am 1. Februar liegt das entsprechende Baugesuch öffentlich auf.

Das Projekt hat schon mehrere Hürden genommen. Ende September haben die Stimmberechtigten an der Urne mit 335 Ja- zu 185 Nein-Stimmen einen Kredit über 4,6 Millionen Franken bewilligt. An der Versammlung im November wurde auch die Steuererhöhung um vier Punkte auf 24 Prozent ohne Gegenstimme gutgeheissen. Die nötige Steuererhöhung sei von Anfang an klar kommuniziert worden, sagt Thalmann, Mitglied der Kirchenvorsteherschaft und Präsident der Baukommission.

Baustart ist für Mitte August geplant

Nun folgt mit dem Baugesuch der nächste Schritt. Im November und Dezember habe er mit sämtlichen Anstössern das Gespräch gesucht, um ihnen ihre Sorgen und Bedenken zu nehmen.

«Ich bin zuversichtlich, dass es keine Einsprachen geben wird.»
Marukus Thalmann, Mitglied der Kirchenvorsteherschaft und Präsident der Baukommission.

Marukus Thalmann, Mitglied der Kirchenvorsteherschaft und Präsident der Baukommission.

Bild: Andri Vöhringer

Läuft alles nach Plan, soll bereits Mitte August dieses Jahres der Baustart und im November 2023 die Einweihung erfolgen. «Unser Wunsch wäre, dass das neue Kirchgemeindehaus dann auf Weihnachten zur Verfügung steht.»

Das neue Kirchgemeindehaus werde viele neue Möglichkeiten eröffnen, ist Thalmann überzeugt. Geplant ist im Erdgeschoss ein verglastes Foyer über welches man in den Saal gelangt. Dieser ist 180 Quadratmeter gross und bietet bei einer Konzertbestuhlung Platz für 150 Personen.

«Mit seiner aussergewöhnlichen Raumhöhe und der Tatsache, dass man an den Giebel sieht, hat der Saal etwas Festliches.»

Auf derselben Ebene ist zudem ein invalidengerechtes WC mit Wickeltisch, sowie eine moderne Küche mit einer Durchreiche in den Saal vorgesehen.

Platz für die Jugend statt Autos

Im Obergeschoss ist ein rund 48 Quadratmeter grosser Raum für die Kinder mit einer Fensterfront sowohl in Richtung Norden als auch in Richtung Saal geplant. «So haben die Kinder Sichtkontakt zu ihren Eltern im Saal», sagt Thalmann. Auch auf dieser zweiten Ebene werde es einen Wickelraum geben – mit Lavabo und WC in Kinderhöhe.

Schliesslich sind im Untergeschoss auf rund 200 Quadratmetern zwei Räume für die Jugendarbeit vorgesehen. Diese sind einer Projektänderung zu verdanken, denn ursprünglich hätte es eine kleine Tiefgarage geben sollen. Grund für die Änderung ist das Nein zum Kinder- und Jugendzentrum im September 2020.

«Wir haben in der Umgebung schon relativ viele Parkplätze, ein Parkplatzproblem wird es sicher nicht geben.»

Weiter werden sich im Untergeschoss unter anderem auch die WC-Anlagen, eine Dusche mit Umkleide und der Technikraum befinden.

Hier soll das neue Kirchgemeindehaus der Evangelischen Kirchgemeinde Tägerwilen entstehen. Die Remise wird dafür abgerissen. Zwei Männer stellen die entsprechenden Bauvisiere auf.

Hier soll das neue Kirchgemeindehaus der Evangelischen Kirchgemeinde Tägerwilen entstehen. Die Remise wird dafür abgerissen. Zwei Männer stellen die entsprechenden Bauvisiere auf.

Bild: Rahel Haag

Verbesserung fürs Seniorenmittagessen

Dafür, wie das neue Kirchgemeindehaus genutzt werden könnte, gebe es bereits viele Ideen. Als Beispiel nennt Thalmann das Seniorenmittagessen. Dieses sei im aktuellen Kirchgemeindehaus nur mit maximal 20 Personen möglich.

«Und Menschen, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, haben gar keine Chance, weil das jetzige Gebäude nicht barrierefrei zugänglich ist.»

Doch auch das aktuelle Kirchgemeindehaus, das denkmalgeschützt ist, wird erhalten bleiben. Es soll dann unter anderem für Sitzungen genutzt werden.

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