Tägerwilen
Die Steuereinnahmen sprudeln: Die Schulfinanzen sehen besser aus als erwartet

Eine deutlich bessere Rechnung als budgetiert kann die Volksschulgemeinde Tägerwilen vorweisen. An der Gemeindeversammlung wurde diese ebenso mit grosser Mehrheit genehmigt wie der Nachtragskredit für den Ersatz der Garagen Spritzenhaus.

Kurt Peter
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Das Schulhaus Hauptstrasse in Tägerwilen

Das Schulhaus Hauptstrasse in Tägerwilen

(Bild: Nana Do Carmo – 2015)

Die Rechnung 2020 der Volksschulgemeinde Tägerwilen wurde von Behördenmitglied Stefan Keller den 60 anwesenden Stimmberechtigten präsentiert. «Wir schliessen deutlich besser ab, als es das Budget vorgesehen hat», erklärte er. Denn dieses habe einen Verlust von 651'000 Franken vorgesehen, tatsächlich seien es aber nur 31'500 Franken. Stefan Keller führte dies auf verschiedene Faktoren zurück.

Planungskosten für das abgelehnte Kinder- und Jugendzentrum

Der Personalaufwand der Volksschulgemeinde sei 186'000 Franken über Budget gelegen. Das liege an höheren Lohnsummen und höheren Arbeitgeberbeiträgen an die Pensionskasse. Auch die Abschreibungen lägen über dem Budget, unter anderem seien die Planungskosten für das Kinder- und Jugendzentrum mit dabei. Durch die gestiegene Steuerkraft habe die Volksschulgemeinde 300'000 Franken mehr an den Finanzausgleich bezahlen müssen.

Die Steuereinnahmen hätten sich erfreulich entwickelt. «Dass die Rechnung um 620'000 Franken besser als budgetiert abschliesst, hängt mit den um 658'0000 Franken höheren Steuereinnahmen und dem um 623'000 Franken höheren Beitrag aus den Grundstückgewinnsteuern zusammen.» Die Investitionsrechnung liege mit knapp drei Millionen Franken deutlich über dem Vorjahr. Die Rechnung wurde schliesslich mit grosser Mehrheit angenommen.

Nachtragskredit genehmigt

«Schweren Herzens bringen wir einen Nachtragskredit für den Ersatz der Garagen Spritzenhaus an die Gemeindeversammlung», erklärte Präsident Daniel Heidegger. Da der Wärmeverbund durch die Erweiterung der Holzschnitzelheizung den Platz der angemieteten Garagen brauche, müsse für die Volksschulgemeinde eine neue Lösung her. Der im ursprünglichen Projekt vorgesehene Schopf eigne sich aber nach einer Analyse nicht. Der Abbruch des Schopfes und die Erweiterung des geplanten Raums für die Gerätschaften und die Werkstatt und Anbau Lagerraum sei mit zusätzlichen Kosten von 50'000 Franken verbunden. Die Stimmberechtigten sagten diskussionslos Ja zum Nachtragskredit.

Risikoanalyse zu den Finanzen

Daniel Heidegger traf Kernaussagen zur vom Amt für Volksschule für Tägerwilen erstellten finanziellen Risikoanalyse. «Die Investitionen sind realistisch geplant und können mit dem Steuerfuss von 87 Prozent realisiert werden», sagte Heidegger. Allerdings müsse die Volksschulgemeinde den Steuerfuss anschauen, wenn das Wachstum nicht wie vorgesehen eintreffe. Die Analyse zeige auch auf, dass das überhöhte Eigenkapital gesenkt werden müsse, «was im Finanzplan auch vorgesehen ist».

Erneuerung in der Behörde

An der Schulgemeindeversammlung wurden drei Behördenmitglieder verabschiedet, die sich anlässlich der Gesamterneuerungswahl nicht mehr zur Verfügung gestellt hatten. Es waren dies Gabriela Binswanger, Ingemar Büchel und Claudia Ruckstuhl. Die drei neuen Behördenmitglieder Alexandra Frick, Nicola Maimone und Donato Bosco wurden begrüsst.