Tägerwilen
Blick in die Zukunft: Volksschulgemeinde informiert über Standort- und Wachstumsstrategie

Tägerwilen wächst. Die Volksschulgemeinde hat deshalb am Samstag zur Standort- und Wachstumsanalyse eingeladen.

Judith Schuck
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Thomas Schwemer informiert die Anwesenden zum Standort Trittenbach Hasenweg.

Thomas Schwemer informiert die Anwesenden zum Standort Trittenbach Hasenweg.

Bild: Judith Schuck

Mit einer Infoveranstaltung möchte die Volksschulgemeinde Tägerwilen die Bevölkerung frühzeitig in die Diskussion um den Ausbau von Kindergarten und Primarschule in Tägerwilen, Wäldi und Gottlieben miteinbeziehen. In der Dreifachturnhalle konnten die Interessierten zunächst die Ergebnisse einer Standort- und Wachstumsanalyse der Experten von Eckhaus lauschen, einem Zürcher Stadtplanungsunternehmen.

Im Anschluss gab es die Möglichkeit, an vier verschiedenen Posten die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Standorte zu evaluieren. Heute Morgen werde noch gar nichts entschieden, sagte Philippe Dietrich, Moderator und Coach aus St. Gallen, zu den Anwesenden. «Wir wollen Stimmbürger einfach früh in den Prozess für die Schaffung von zusätzlichem Schulraum miteinbeziehen.»

Dass es diesen zusätzlichen Raum irgendwann braucht, stellte Markus Pfyl von der Eckhaus AG anhand der Analyseergebnisse dar:

Stadtplaner Markus Pfyl

Stadtplaner Markus Pfyl

Bild: PD
«Wir haben uns die letzten Monate gemeinsam mit Schulleitung, Behörde und unserem Team angeschaut, was hier in Zukunft passieren wird.»

Dabei ginge es um die nächsten 15 Jahre und auch darüber hinaus. Das Augenmerk lag hier insbesondere auf Schüler- und Klassenprognosen, der Tagesstruktur und den bestehenden Standorten.

In zehn Jahren zehn Klassen mehr

«Aktuell gibt es in Tägerwilen eine intensive Wohnungsbautätigkeit. Diese hängt mit den Geburtenzahlen zusammen, die hier sehr dynamisch sind.» Während heute in Tägerwilen mit etwa 18 Klassen gerechnet werde, würden es 2035/36 um die 28 sein. Bei der Tagesstruktur besteht schon jetzt die grösste Nachfrage beim Mittagsangebot. Mittel- und langfristig werde der Bedarf noch steigen.

Pfyl stellte verschiedene Standorte vor: Darunter Trittenbach, Kindertreff, die Gesamtschule Gottlieben, die Dorfschule Wäldi sowie die Erweiterung des Kindergarten Hasenweg.

Grosse Resonanz bei der Poststrasse als möglicher Standort

Auf grosse Resonanz stiess die Poststrasse. Dies sei eine interessante strategische Landreserve, erklärte der Raumplaner. «Die Poststrasse könnte in 20 Jahren neuer Schulstandort sein.» Ziel sei, für die nächsten 15 Jahre gut konzipierte und dimensionierte Standorte zu haben.

Die Ergebnisse des Vormittags würden auf die Website hochgeschaltet, sagte Schulpräsident Daniel Heidegger. «Wir diskutieren sie auch in der Behörde. Aus all diesen Inputs arbeiten wir einen Vorschlag heraus. In der Budgetgemeinde geben wir dann die nächsten Handelsschritte bekannt.» Die Schulbehörde sei jederzeit offen fürs Gespräch.

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