SYNERGIEN
Beide Verwaltungen an einem Ort? – Die Schule hält sich ein Umzug ins neue Kreuzlinger Stadthaus offen

Am 7. März entscheidet sich, ob und wie es mit der Planung eines neuen Stadthauses auf der Festwiese weitergeht. Für die Kreuzlinger Schulgemeinden und ihre Präsidentin Seraina Perini ist eine Nutzung der darin vorgesehenen Reserveflächen als Büros für die Schulverwaltung zumindest eine Option.

Urs Brüschweiler
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Die Villa Louisa an der Pestalozzistrasse, wo heute das Präsidium und die Verwaltung der Kreuzlinger Schulgemeinden untergebracht sind.

Die Villa Louisa an der Pestalozzistrasse, wo heute das Präsidium und die Verwaltung der Kreuzlinger Schulgemeinden untergebracht sind.

(Bild: Donato Caspari, 24.9.2018)

Schon vor 18 Jahren war ein Einzug der Schulverwaltung ins Stadthaus ein Thema, wie ein tiefer Blick ins Archiv der «Thurgauer Zeitung» zeigt. In der Ausgabe vom 26. Februar 2003 sprach sich der damalige Schulpräsident Jürg Schenkel dafür aus, dass sich die Schulgemeinde am Neubau eines Stadthauses beteiligen sollte. Dies mit dem Ziel, dass die Schulverwaltung ihre Büros ebenfalls im Stadthaus unterbringen könnte und so Synergien genutzt werden könnten. Der Platz im Gebäude des Schulpräsidiums an der Pestalozzistrasse 15 war dem Vernehmen nach damals schon «eng bemessen» und eine neue Stadtverwaltung wurde seither bekanntlich noch nicht gebaut.

Renovation der Villa Louisa ist zurückgestellt

Noch heute befindet sich die Schulverwaltung in der sogenannten Villa Louisa und diese platzt immer noch aus allen Nähten. Ein umfangreiches Renovationsprojekt für das schuleigene Gebäude wurde zuletzt zurückgestellt, wie die heutige Schulpräsidentin Seraina Perini erklärt. Der Grund dafür seien allerdings Sparmassnahmen wegen der unsicheren Finanzentwicklung aufgrund der Coronakrise. Für 2023 wolle man die Umbauten wieder ins Budget nehmen. Ein Mitgrund sei auch, dass der Zugang für beeinträchtigte Personen derzeit nicht gegeben ist.

Gesprächsbereichtschaft ist vorhanden

Seraina PeriniSchulpräsidentin Kreuzlingen

Seraina Perini
Schulpräsidentin Kreuzlingen

(Bild: Donato Caspari, 10.12.2019)

Die Frage, ob die Schulverwaltung doch einst die beim Stadthaus vorgesehenen Reserveflächen nutzen könnte, lässt sich derzeit nicht endgültig beantworten. Schulpräsidentin Seraina Perini sagt:

«Wir sind selbstverständlich gesprächsbereit. Aber zum heutigen Zeitpunkt, da noch unklar ist, ob und wann das Stadthaus gebaut wird, können wir auf Grund der Planungsunsicherheit keine Aussage machen.»

Ähnlich tönte es zuletzt von Seiten des Stadtrates. Es gebe verschiedene Interessenten für die Büros im neuen Stadthaus, welche die Stadtverwaltung am Anfang noch nicht benötige. Stadtpräsident Thomas Niederberger erwähnte etwa Schulen oder kantonale Ämter als potenzielle künftige Nutzer. Allerdings könne man natürlich noch keine Mietverträge abschliessen, solange nicht klar sei, ob und wann das Stadthaus überhaupt gebaut werde.