Swisscom baut in Romanshorn ihre Telefonkabinen ab

Im Frühling wird die Swisscom ihre Publifone in der Hafenstadt abmontieren. Betroffen ist die Telefonzelle beim Bahnhof und diejenige an der Amriswilerstrasse. David H. Bon bedauert diesen Entscheid.

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In der heutigen Zeit ein seltener Anblick: Jemand telefoniert in einer Telefonkabine. (Bild: PD)

In der heutigen Zeit ein seltener Anblick: Jemand telefoniert in einer Telefonkabine. (Bild: PD)

(red) Aktuell wird die Telefonkabine beim Bahnhof im Schnitt der letzten Monate noch zwischen fünf- und siebenmal täglich und jene an der Amriswilerstrasse noch weit weniger genutzt.

Der Bundesrat hat entschieden

Seit dem Entscheid des Bundesrats, wonach das Publifon ab 1. Januar 2018 nicht länger Bestandteil der Grundversorgung ist, baut die Swisscom die Telefonkabinen im ganzen Land sukzessive zurück und verabschiedet sich aus dem Payphone-Geschäft.

Davon sind auch die Oberthurgauer Gemeinden betroffen. Waren im ganzen Kanton Thurgau im Jahr 2000 noch 180 Telefonkabinen im Betrieb, so zählte man Ende November 2018 nurmehr deren 18. Dafür kämen auf 100 Einwohner rund 130 Handys.

Enttäuschung in der Hafenstadt

Die Massnahme der Swisscom betrifft auch beiden letzten Publifon-Standorte in der Hafenstadt. Derjenige an der Amriswilerstrasse wird im März 2019, jener am Bahnhof im April 2019 aufgehoben.

Die Hafenstadt bedauert den Abbau des Service public. «Gerade am Bahnhof wäre der Erhalt eines Mindestangebots wünschenswert gewesen», sagt Stadtpräsident David H. Bon. Mit Verweis auf die vielen anderen Gemeinden, in denen die Aufhebung bereits erfolgt ist, macht er sich jedoch auch keine Illusionen: «Das ist der Lauf der Zeit.» (red)