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Langenthal, selten eine Reise wert: Der HC Thurgau gastiert am Mittwoch im Schoren

Nach über einer Woche Pause greift der HC Thurgau am Mittwochabend um 19.46 Uhr auswärts gegen den Tabellenfünften SC Langenthal wieder ins Spielgeschehen ein. Die Ostschweizer liessen in den ersten Runden schon mehrfach ihr Potenzial aufblitzen, arbeiten aber noch an ihrer Stabilität.

Matthias Hafen
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Für Thurgaus Headcoach Stephan Mair überwiegen in den ersten Runden die positiven Aspekte.

Für Thurgaus Headcoach Stephan Mair überwiegen in den ersten Runden die positiven Aspekte.

Mario Gaccioli (Kreuzlingen, 28. August 2021)

Der SC Langenthal zählt gewiss nicht zu den Lieblingsgegnern des HC Thurgau. Zweimal bedeuteten die Oberaargauer in der Ära Mair/Winkler das Viertelfinal-Aus im Playoff, zuletzt beim 2:4 im vergangenen Frühjahr. Die zwei Auswärtssiege des HCT in der damaligen Best-of-seven-Serie können schon fast als sensationell betitelt werden. Denn ansonsten gab es für Thurgau in der jüngeren Vergangenheit kaum etwas zu holen im Stadion Schoren.

Der bislang letzte Auswärtssieg des HCT in der Qualifikation datiert vom 18. Dezember 2018. Es war der Abend, an dem die Ostschweizer im Schlussdrittel einen 1:2-Rückstand noch drehten und Cody Wydo auf Vorarbeit von Kenny Ryan und Sami El Assaoui sechs Sekunden(!) vor Schluss den 3:2-Siegtreffer erzielte. Fun Fact: Auch die beiden jüngsten Auswärtssiege im diesjährigen Playoff gegen Langenthal endeten 3:2.

Thurgau muss die Durchhänger vermeiden

Heute Mittwoch reist der HC Thurgau ausgeruht ans Auswärtsspiel nach Langenthal. Die Mannschaft von Headcoach Stephan Mair profitierte von einem spielfreien Wochenende, arbeitete im Training weiterhin an ihrer Stabilität. «Es ist noch zu viel Auf und Ab bei uns», sagt Mair. «Wir sind noch nicht im Stande, unser Teamplay über ein ganzes Spiel durchzuziehen. Wir haben immer wieder Hänger in einer Partie.» Dennoch überwögen bei seiner Zwischenbilanz nach neun Runden die positiven Aspekte. «Das Potenzial dieser Mannschaft ist eindeutig erkennbar», sagt Thurgaus Headcoach.

Platz sieben zeugt von erfüllten Erwartungen mit einer auf zahlreichen Positionen veränderten Mannschaft. «Da wir hinten fast alle beweglichen Verteidiger verloren haben, überrascht mich nicht, dass wir noch Mühe haben in der Angriffsauslösung, uns schwertun mit dem schnellen ersten Pass», sagt Trainer Mair. «Dafür haben wir im Sturm mehr Talent als im vergangenen Jahr, einen höheren Skill-Level.» Der Südtiroler dürfte damit vor allem Spieler wie Ian Derungs, Nico Lehmann oder Dominik Binias meinen.

Disziplin ab der ersten Minute gefragt

Am Mittwoch gegen den Tabellenfünften Langenthal ist vor allem die Disziplin der Thurgauer gefragt. «Mit der Rückkehr des genesenen Captains Stefan Tschannen ist ihr Powerplay deutlich stärker geworden», sagt Mair. «Und es wird ein Spiel werden, das bereits vorbei sein kann, wenn du die ersten zehn Minuten verschläfst.»

Schmutz zurück, Loosli fällt wohl lange aus

Für das Auswärtsspiel vom Mittwochabend gegen den SC Langenthal kann Thurgaus Trainer Stephan Mair wieder auf die Dienste des genesenen Verteidigers Silvio Schmutz zählen. Schlechte Neuigkeiten gibt es dafür von Janik Loosli. Der 23-jährige Flügelstürmer wird seine Beschwerden im Knie nicht los. Schon vergangene Saison absolvierte Loosli deswegen nur 28 Qualifikationsspiele. Nun wird der Berner wohl nicht um eine Operation herumkommen, wie er am Dienstag selber sagte. Um sicher das Richtige zu tun, hat er die Meinung von bereits mehreren Fachärzten eingeholt. Müsste er tatsächlich unters Messer, würde Loosli dem HC Thurgau vermutlich bis zu vier Monaten fehlen. Bis auf weiteres nicht zum Einsatz kommt auch David Baumann, der Beschwerden an der Hüfte beklagt. (mat)

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