Swiss League
HC Thurgau: In Überzahl liegt noch viel Potenzial

Der HC Thurgau tut sich in dieser Saison im Powerplay und Boxplay besonders schwer. Mit Neuzuzug T. J. Brennan könnte sich das schon im Heimspiel vom Samstag um 17.30 Uhr gegen den EHC Winterthur ändern.

Matthias Hafen
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Im Powerplay liegt noch deutlich mehr Torjubel drin für den HC Thurgau.

Im Powerplay liegt noch deutlich mehr Torjubel drin für den HC Thurgau.

Mario Gaccioli

Als Sechster gehört der HC Thurgau aktuell zur oberen Tabellenhälfte in der Swiss League. Vergleicht man aber die Effizienz im Überzahlspiel und Unterzahlspiel, dann fallen die Ostschweizer auf die hinteren Ränge. Das Powerplay des HCT ist der Viertschlechteste der ganzen Liga. Lediglich in 14,44 Prozent der Fälle nützen die Ostschweizer die Situationen mit einem Mann mehr zu einem Torerfolg aus. Nur Winterthur (13,79%), die Ticino Rockets (13,39%) und die EVZ Academy (11,11%) sind diesbezüglich noch ineffizienter. Zum Vergleich: Spitzenreiter Langenthal nutzt 31,25 Prozent seiner Powerplays zu einem Treffer aus, also fast jede dritte Chance, die sich ihm in Überzahl bietet.

Mit der Verpflichtung von T.J. Brennan erhofft sich Thurgau mehr Durchschlagskraft vor allem im Powerplay. Dem 31-jährigen, amerikanischen Verteidiger wird ein gefährlicher Schuss aus dem Hinterhalt nachgesagt. Brennan wird im Heimspiel vom Samstag gegen den EHC Winterthur (Spielbeginn 17.30 Uhr) zu seinem ersten Einsatz kommen für den HCT.

Captain Parati fehlt, wenn es brenzlig wird

Verbesserungspotenzial gibt’s bei den Thurgauern auch punkto Boxplay, also dem Spiel in Unterzahl. Mit 76,47 Prozent weist der HCT in dieser Statistik den zweitschlechtesten Wert der Swiss League auf. Nur der EHC Visp kassiert noch öfter Tore wenn in Unterzahl. Bei Thurgau lässt sich das zum Teil mit dem Ausfall von Verteidiger Patrick Parati erklären. Der aktuell verletzte Teamcaptain ist einer der besten Verteidiger im Penaltykilling. Immerhin: Die Thurgauer sind in dieser Saison so diszipliniert, dass sie mit Ausnahme von Ajoie bislang am wenigsten Unterzahlsituationen zu überstehen hatten.

Silvio Schmutz fällt mindestens zwei Wochen aus – GCK-Spiel vom Dienstag verschoben

 Thurgaus Silvio Schmutz erlitt im Auswärtsspiel vom vergangenen Mittwoch gegen Langenthal eine Hirnerschütterung und Stauchungen und wird dem HCT voraussichtlich mindestens zwei Wochen fehlen. Der vom EHC Basel aus der MySports League ausgeliehene Verteidiger war in der 36. Minute von Langenthals Fabio Kläy in die Bande gecheckt worden und musste mit der Bahre vom Eis transportiert werden.
Zudem wurde am Freitag bekannt, dass das Swiss-League-Spiel vom kommenden Dienstag zwischen den GCK Lions und dem HC Thurgau verschoben werden muss. Für die Zürcher Mannschaft wurde vom Kantonsarzt bis und mit Sonntag, 17. Januar, eine Corona-Quarantäne angeordnet, nachdem drei Teammitglieder positiv auf Covid-19 getestet worden waren.