Swiss League
HC-Thurgau-Captain Dominic Hobi: «Wir machen viel zu wenig aus unseren Chancen»

Das Spiel zwischen dem HC Thurgau und dem HC La Chaux-de-Fonds von heute Samstag um 17.30 Uhr ist der direkte Kampf um Platz sechs in der Swiss League. Will der HCT seine gute Ausgangslage für die direkte Playoff-Qualifikation wahren, ist ein Sieg schon fast Pflicht. Doch schon wieder fallen bei den Thurgauern neue Spieler verletzungsbedingt aus.

Matthias Hafen
Drucken
Teilen
Dominic Hobi (rechts, gegen Ticinos Anthony Neuenschwander) sagt: «Der gedrängte Spielplan darf keine Ausrede sein.»

Dominic Hobi (rechts, gegen Ticinos Anthony Neuenschwander) sagt: «Der gedrängte Spielplan darf keine Ausrede sein.»

Mario Gaccioli (Weinfelden, 21. November 2020)

Mit dem Heimspiel gegen La Chaux-de-Fonds beginnen für den HC Thurgau zehn Tage, in denen fünf Ernstkämpfe anstehen.

  • Samstag, 30. Januar, 17.30 Uhr: Thurgau - La Chaux-de-Fonds
  • Montag, 1. Februar, 18.30 Uhr: Sierre - Thurgau
  • Mittwoch, 3. Februar, 20.00 Uhr: Thurgau - Langenthal
  • Samstag, 6. Februar, 17.30 Uhr: Olten - Thurgau
  • Montag, 8. Februar, 20.00 Uhr: Thurgau - Olten

Und das heutige gegen La Chaux-de-Fonds hat es besonders in sich. Es ist der direkte Kampf um Platz sechs, der als letzter noch die direkte Teilnahme am Playoff garantiert. La Chaux-de-Fonds liegt als Tabellensechster sieben Zähler vor dem HCT. Nach Verlustpunkten beträgt der Rückstand der siebtplatzierten Ostschweizer jedoch nur einen Zähler.

Thurgaus Captain Dominic Hobi – er trägt das «C» während der verletzungsbedingten Absenz von Patrick Parati – spricht denn auch von einem «Sechspunktespiel». Die Neuenburger reisen mit dem Selbstvertrauen von fünf Siegen aus sechs Partien in die Weinfelder Güttingersreuti. Und selbst bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung am Dienstag gegen Ajoie machte die Mannschaft von Trainer Thierry Paterlini keine schlechte Figur. Zuletzt punktlos blieb La Chaux-de-Fonds am 5. Januar auswärts gegen die EVZ Academy.

Im Training immer wieder Powerplay geübt

Der HC Thurgau hingegen befindet sich seit Wochen auf einer Achterbahnfahrt. Starke Auftritte wie beim 3:2-Sieg in Visp wechseln sich mit schwachen Abenden wie zuletzt beim 1:4 gegen die Ticino Rockets ab. «In jüngster Zeit hatten wir viele Begegnungen, in denen wir bei numerischem Gleichstand ebenbürtig waren, Chancen kreierten, jedoch viel zu wenig aus unseren Chancen machten», sagt Captain Hobi. Und der HCT schaffte es jüngst nicht mehr, in den sogenannten «Special Teams» zu reüssieren. Das Powerplay ist erschreckend harmlos und in Unterzahl kassieren die Ostschweizer vorentscheidende Tore. Deshalb hätten sie Powerplay und Boxplay in den Trainings nochmals besonders geübt, so Hobi. Ausreden sucht Thurgaus Teamcaptain keine:

Der gedrängte Spielplan sollte für uns eigentlich kein Problem sein. Dafür trainieren wir ja im Sommer.

Zudem lasse Headcoach Stephan Mair wenn immer möglich mit vier Linien durchspielen, um eben genau eine Ermüdung einer bestimmten Linie oder einzelner Spieler zu verhindern. Auch der fehlende zweite Ausländer dürfe nicht als Entschuldigung angeführt werden. «Natürlich ist jedem bewusst, dass uns ein solcher helfen würde», sagt Hobi. «Aber in erster Linie sollte sich jeder auf seine eigene Leistung konzentrieren.»

Dass es dem HC Thurgau derzeit nicht wunschgemäss läuft, ist jedoch auch den zahlreichen Verletzungen geschuldet. Am Mittwoch in Biasca kamen noch Verteidiger Atanasio Molina und Stürmer Fabio Hollenstein dazu. Damit sind aktuell neun Spieler ausser Gefecht: Fabio Hollenstein, Derek Hulak, Michael Loosli, Atanasio Molina, Misha Moor, Joel Moser, Patrick Parati, Silvio Schmutz und Patrick Spannring. «Das Verrückte ist, dass die meisten Verletzungen einfach Pech sind und nicht auf eine Überbelastung zurückzuführen sind», sagt Captain Dominic Hobi. Kommt dazu, dass die Ausfälle oft länger dauern, die Verletzten jeweils nicht nur zwei, drei Spiele fehlen.

Spannring wohl wieder dabei, Hulak auf gutem Weg

Immerhin gibt es auch gute Nachrichten aus dem Lazarett. Am Freitag trainierten die beiden Stürmer Patrick Spannring und Derek Hulak wieder mit dem Team, wobei Hulak gegen La Chaux-de-Fonds aber noch nicht zum Einsatz kommen dürfte. Von Spannring erhoffen sich die Trainer zumindest «ein paar Einsätze», um das Team etwas zu entlasten.

Auf dem HC Thurgau lastet also viel Druck im Heimspiel gegen den HC La Chaux-de-Fonds. «Druck ist grundsätzlich etwas Schönes», sagt Teamcaptain Hobi.« Es wäre einfach gut, wenn wir mal wieder mehr Tore erzielen würden - und am liebsten hinten gar keins oder nur eins kassieren.» Auf jeden Fall verspricht er den Zuschauern vor den Bildschirmen wieder mehr Zug aufs Tor. «So wie gegen Visp: Lieber weniger Schüsse, dafür klarere Torchancen. »