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1:11 in drei Spielen - Ein Tor, aber nicht mehr für den HC Thurgau in Kloten

Der HC Thurgau verliert seinen ersten Match nach der langen Pause in Kloten 1:4 (1:1, 0:2, 0:1).

Roland Jauch
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Der einzige Thurgauer Torschütze Dominic Hobi

Der einzige Thurgauer Torschütze Dominic Hobi

Bild: Marcel Bieri

Es war dann am Ende doch nur ein schlechter Trost: Dominic Hobi erzielte in der neunten Minute den Treffer zum 1:1 in der Klotener Arena. Es war das erste Thurgau-Goal nach sechs torlosen Dritteln (gegen Sierre und gegen Olten). Dieses 1:1, vorbereitet von Törmänen, brachte die Favoriten ein bisschen aus dem Tritt, aber zu einem Punktgewinn reichte es dann doch nicht.

Weil der Gegner schlicht besser war, obwohl sich Thurgau in der eigenen Zone wie gewohnt sehr gut organisiert zeigte. Doch wie sagte Assistenztrainer Beni Winkler:

«Bei uns muss schon sehr, sehr viel zusammenpassen, um in Kloten einen Sieg zu holen. Sie sind über vier Linien torgefährlich.»

Sie hätten das Powerplay des Gegners zwar einigermassen in Griff gehabt, aber dann fiel die Entscheidung, das 3:1 für die Klotener, dann halt doch im Überzahlspiel. Figrens Gewaltschuss landete via Lattenunterkante im Tor.

Sie hätten ein, zwei Scheibenverluste in der neutralen Zone gehabt, die ihnen weh getan hätten, sagte Winkler. Lange war der Match einigermassen offen, doch dann brachte ein schneller Gegenstoss nach einem Thurgau-Fehler das 2:1 für Kloten nach 35 Minuten. Und nur 72 Sekunden später war die Sache mit dem 3:1 schon beinahe entschieden. Die Frage nach dem Sieger war dann nach Dario Meyers Schlusspunkt und dem Solo zum 4:1 (48.) endgültig beantwortet. Die zwei Powerplays des HCT waren in den Händen der Klotener gut aufgehoben.

Janett vs. Janett

Für zwei junge Spieler war es ein besonderer Match: Zum ersten Mal spielten die 21-jährigen Zwillinge Luis und Gian Janett gegeneinander. Ihre Eltern freuten sich bereits vor dem Spiel auf den speziellen Moment. Luis, bis zur letzten Saison noch Klotens Nummer 2 im Tor, begann bei Thurgau. Vorher in diesem Winter hatten Rüegger und Bader je einmal gegen die Zürcher im Tor gestanden. Der eine hatte 2:5, der andere 0:2 verloren. Luis Janett hatte vor dem ersten Gegentor von Steve Kellenberger nach 107 Sekunden Pech, er wusste auch, dass er da nicht alles so gelöst hatte, wie man es hätte lösen müssen.

Aber er machte sonst seine Sache sehr gut. Winkler ist beeindruckt vom Selbstvertrauen, das der junge Mann ausstrahlt. Auch deshalb hat Thurgau jüngst die Verträge mit beiden jungen Torhütern verlängert.

Der andere der Janett-Zwillinge hatte ebenfalls einen guten Auftritt. Gian, der Verteidiger, leitete die Entscheidung mit einem schnellen Gegenstoss ein. Er spielte den Puck quer zu Dario Meyer, dessen Direktschuss Luis Janett zwar abwehren konnte. Aber nur in Richtung Niki Altorfer. Der ehemalige Thurgauer war schneller als die Gegenspieler und drückte die Scheibe über die Linie zum 2:1.

1:11 in drei Spielen

Am Ende stand der dritte Nuller in Folge mit dem Torverhältnis von 1:11 und der fünfte Match in Folge, in dem der HCT nicht das Punktemaximum holen konnte. In bisher drei Partien gegen Kloten hat Thurgau nur drei Tore geschossen, aber elf kassiert. «Ich hatte befürchtet, es werde noch schlimmer», sagte Winkler. Denn die lange Pause von 12 Tagen bringt ja nicht nur Erholung, sondern sie bricht auch den Rhythmus. Kloten hatte «nur» eine Woche Unterbruch.

Am Dienstag sollte der HCT wieder ein bisschen besser im Fluss sein. Die erste Linie um die zwei Ausländer hatte in Kloten kaum eine nennenswerte Torchance. Das muss gegen den nächsten Gegner anders sein. Es kommt die EVZ Academy nach Weinfelden. Mit einem Sieg ist der Platz unter den besten sechs Mannschaften der Tabelle weiter eine machbare Aufgabe.

EHC Kloten – HC Thurgau 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)

Stimo Arena. - 4676 Zuschauer. - SR Anna Maria Wiegand, Iverson; Ambrosetti/Ammann.

Tore: 2. (1:47) Kellenberger (Knellwolf, Dostoinov) 1:0. 9. Hobi (Törmänen) 1:1. 35. Altorfer (Meyer, Gian Janett) 2:1. 36. Figren (Kindschi, Marchon; Ausschluss Moor) 3:1.48. Meyer 4:1.

Strafen: Kloten 2–mal 2, Thurgau 4–mal 2.

Kloten: Zurkirchen; Gian Janett, Kindschi; Gähler, Steiner; Seiler, Randegger; Bartholet, Ganz; Figren, Faille, Marchon; Spiller, Meyer, Altorfer; Knellwolf, Kellenberger, Dostoinov; Obrist, Simek, Schreiber.

Thurgau: Luis Janett; Forrer, Soracreppa; Moor, Parati; Kühni, Törmänen; Schmutz; Ang, Palmberg, Derungs; Woger, Hobi, Hollenstein; Binias, Rundqvist, Petrig; Lehmann, Fritsche, Ramsauer; Salamin.

Bemerkungen: Thurgau ohne Bircher, Bader (SCRJ) und ohne die verletzten Baumann, Fechtig, Spannring, Loosli. - Kloten ohne Hinterkircher, Stämpfli, Melnalksnis (verletzt), Reinbacher (U20-WM), Nyffeler (Genf-Servette).

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