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Sulger Mountainbiker lässt sich von seinem Idol Ralph Näf trainieren

In diesem Jahr startet Simon Walter erstmals in der Kategorie U23. Trotz sportlicher Ambitionen träumt er nicht von grossen Siegen.
Hannelore Bruderer
Simon Walter sieht sich später im Profisport. Aber noch möchte er nichts forcieren. (Bild: Hannelore Bruderer)

Simon Walter sieht sich später im Profisport. Aber noch möchte er nichts forcieren. (Bild: Hannelore Bruderer)

Simon Walter blickt selbstbewusst in die Kamera. Den Ort für die Fotoaufnahmen hat er selber ausgesucht. Es sind die halb zerfallenen Gebäude im Lorze-Areal in Bürglen, die er mit seinem Hobby, der Technik aus vergangenen Zeiten, assoziiert.

Der 18-Jährige restauriert in seiner Freizeit alte Fahrzeuge und Geräte. Eines seiner Schmuckstücke hat er mitgebracht – ein elegantes schwarzes Fahrrad aus den 1920ern. Daneben lehnt ein modernes Mountainbike. Der Bike-Sport ist Simon Walters zweite Leidenschaft.
«Als wir noch klein waren, bekam unser Vater einen Startplatz in einem Mountainbike-Rennen geschenkt. Mein um zwei Jahre jüngerer Bruder Andrin und ich fanden das so spannend, dass wir das unbedingt auch machen wollten.»

In der Saison 2017 hat Simon Walter aufgedreht

In Erlen besuchten sie das Jugendtraining, etwas später begannen sie erste Rennen zu bestreiten. Richtig aufgedreht hat Simon Walter in der Saison 2017. «Ich hatte eine gute Saison und konnte mich wesentlich steigern.» Im letzten Jahr startete er in der Kategorie U19 an Europa- und Weltmeisterschaften, erzielte einen 20. und 23. Platz.

Die Heim-WM in Lenzerheide ist ihm in bester Erinnerung geblieben. «Da wir dort auch schon trainiert hatten, habe ich die Strecke gut gekannt. Ich bin das erste Mal vor so viel Zuschauern und Fans unseres Sports gefahren, das war einmalig.» In nationalen Rennen platzierte sich Simon Walter schon einige Male in den Top 5. «Auf meine Erfolge bin ich stolz, sie treiben mich an», sagt er. Und auch wenn er Fehler macht, sieht er es positiv: «Daraus lernt man.»

"Auf meine Erfolge bin ich stolz, sie treiben mich an. Aber auch aus Fehlern lernt man", sagt Simon Walter. (Bild: Hannelore Bruderer)

"Auf meine Erfolge bin ich stolz, sie treiben mich an. Aber auch aus Fehlern lernt man", sagt Simon Walter. (Bild: Hannelore Bruderer)

Die Eltern unterstützen den Sport ihrer beiden Söhne, denn auch Andrin Walter ist beim Bike-Sport geblieben. «Mit meinem Bruder verstehe ich mich sehr gut», sagt Simon Walter, wir können miteinander trainieren, was sehr motivierend ist.» Zusammen bilden die Brüder das Walter-MTB-Team. Für die Rennen bereitet Andrin das Bike seines grösseren Bruders vor. «Ich weiss, wie er arbeitet und habe volles Vertrauen in ihn», sagt Simon Walter.
Seit er den Führerschein besitzt, sind die Brüder noch flexibler unterwegs. Das wird in dieser Saison auch nötig, denn Simon Walter wechselt in die Kategorie U23, wo die Konkurrenz wesentlich grösser ist.

Die Latte ist noch nicht zu hoch gesteckt

Allzu hoch steckt sich der Sulger die Latte für diese Saison deshalb nicht. «Mein Ziel ist, gut anzukommen und im Weltcup Erfahrungen zu sammeln», sagt er. Eine Prognose sei schwierig, denn der Verlauf einer Saison werde von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Zum Glück sei er bisher – bis auf den Bruch des Schlüsselbeins – von grösseren Verletzungen verschont geblieben. Um Verletzungen vorzubeugen und topfit zu sein, trainiert er mehrmals die Woche.

Seit der letzten Saison ist der bekannte Mountainbiker Ralph Näf aus Andwil sein Trainer. «Für mich ist das etwas ganz Besonderes. Ralph Näf war immer schon mein Idol», sagt Walter. «Bei ihm lerne ich, wie man richtig und effizient trainiert und sich auf die Rennen vorbereitet.»

Simon Walter möchte in den Profisport

Simon Walters Fernziel heisst Profisport. Einen ersten Schritt hat er, nach reiflicher Überlegung, wie er sagt, mit der Reduktion seines Arbeitspensums bereits getan. Dank eines verständnisvollen Arbeitgebers und einer Ausnahmebewilligung des Amtes für Berufsbildung, kann er seine Ausbildung zum Metallbauer in fünf statt der üblichen vier Jahre absolvieren. Die so gewonnene Freizeit investiert der Halbprofi in seine Sportkarriere.

«Nebst Velofahren, gibt es viel zu erledigen – Sponsorensuche, Materialbeschaffung, die Planung der Saison und der Trainings – das alles braucht viel Zeit.» Eines ist dem jungen Talent dennoch wichtig: «Ich will zwar eines Tages bei den Besten mitfahren, unter zu viel Druck setzen lasse ich mich deswegen aber nicht.»

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