Sulger Jodler sehnen den Frühling herbei

Mit einem Liederprogramm, Auftritten der Kindertanzgruppe Schwaderloh und einem Lustspiel der Theatergruppe ging am Samstag die Abendunterhaltung des Jodelclubs Sulgen über die Bühne des Auholzsaals.

Trudi Krieg
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Die amtierende Apfelkönigin Melanie Maurer (links) führte durch den Jodlerabend im Sulger Auholzsaal. Sie hatte einen kurzen Weg, wohnt nur zwei Häuser entfernt. (Bild: Trudi Krieg)

Die amtierende Apfelkönigin Melanie Maurer (links) führte durch den Jodlerabend im Sulger Auholzsaal. Sie hatte einen kurzen Weg, wohnt nur zwei Häuser entfernt. (Bild: Trudi Krieg)

Eilig mussten am Samstagabend noch weitere Tische aufgestellt werden, damit der Besucherandrang zum Jodlerabend Platz fand. Mario Moser, Präsident des Jodelclubs Sulgen, konnte unter den Gästen zahlreiche Delegierte von befreundeten Chören begrüssen. Speziell begrüsste er den Sulger Gemeinderat Hanspeter Kernen und Matthias Zogg, den Komponisten des ersten Liedes «Vom Tal i d’Bärge».

Ein Heimspiel hatte die amtierende Thurgauer Apfelkönigin Melanie Maurer, die nur zwei Häuser vom Auholzsaal entfernt wohnt. Sie führte mit viel Engagement durch das Programm. Natürlich verteilte sie auch fleissig saftige Äpfel. Beruflich sei sie als Geomatikerin oft in oranger Montur mit Baustellenhelm bei Vermessungen anzutreffen. Die Hauptaufgabe als Apfelkönigin verstehe sie darin, den Menschen die Schönheit vom Obst, speziell vom Apfel bekannt zu machen.

Ein Augen- und Ohrenschmaus

Die Jodler in den Thurgauer Trachten und die Jodlerinnen in den Trachten ihrer ursprünglichen Heimat boten ein schönes Bild. Sie sangen von dem Leben in der heilen Alpenwelt, beschworen den Frühling herbei mit dem Lied «D Alperose sind am blühje» und dankten Gabriela Spring mit dem von ihr letztes Jahr gesponserten Lied «Wie doch d’Zyt vergoht» für ihren zwanzigjährigen Einsatz als Dirigentin.

Trautes Heim im digitalen Zeitalter

Im Lustspiel in zwei Akten «Dä ganz normali Wahnsinn» erlebten die Zuschauer, wie Beziehungskisten, Generationenkonflikte, und was so dazugehört zu einem trauten Familienleben, auch im digitalen Zeitalter stattfinden, mindestens auf der Bühne. Papa muss nur Ok drücken, dann werden Waschmaschinen von vier Anbietern ins Haus geliefert, eine Haussitterin will sich breit machen in der guten Stube, weil sie angeblich einen Haustausch zwecks billigen Ferien gebucht und bezahlt hat. Ein fremdes Kind wird im Kinderwagen entdeckt, als ob der hauseigene Nachwuchs noch nicht genug Geschrei machte. (tk)

Hinweis
Die Theatergruppe führt das Stück am Sonntag, 10. Februar am Unterhaltungsabend der Berner Jodler in Kreuzlingen erneut auf.

Erfrischend fröhlich und spontan waren die Auftritte der Kindertanzgruppe Schwaderloh, verstärkt durch die Kindertanzgruppe Lauchental. In der Tombola waren tolle Preise mit einer dreitägigen Reise für zwei als Hauptgewinn. Die 5000 Lösli waren im Nu weg.

Die Leimbacher Turnerinnen und der Damenturnverein Sulgen sorgten für das leibliche Wohl der Gäste. Die würzige Gerstensuppe gehört bereits zu den Traditionen der Abendunterhaltung.