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Sulger Fotograf hält «die Schönheiten der Schöpfung» fest

Während der Sommerferien sorgte eine dreiteilige Fotoserie mit Bildern einer Falkenfamilie aus der Region AachThurLand für Aufmerksamkeit. Hinter diesen Bildern steht Hobbyfotograf Martin Leicht.
Hannelore Bruderer
Martin Leicht hat schon als Kind angefangen zu fotografieren. (Bild: Hannelore Bruderer)

Martin Leicht hat schon als Kind angefangen zu fotografieren. (Bild: Hannelore Bruderer)

Nach seiner Pensionierung hat Martin Leicht etwas mehr Zeit, dem Fotografieren nachzugehen, ein neues Hobby ist dies für ihn jedoch nicht. «Erstmals fotografiert habe ich als Kind mit der Balgenkamera meines Vaters», sagt der 67-Jährige. Bald war es selbstverständlich, dass er an Familienfesten die Kamera in den Händen hielt und später, bei seiner eigenen Familie, behielt er dies so bei. «Es müssen so an die tausend Dias sein, die noch in unserem Keller lagern», lacht er.

Seinem Glauben gefolgt

Martin Leicht und seine sechs Geschwister sind auf einem Bauernhof in der Westschweiz aufgewachsen. «Wir drei Buben teilten uns ein Schlafzimmer. Meine Ecke hat man daran erkannt, dass sie voller farbiger Tierbilder war», erinnert er sich. Leicht war selber einige Jahre Landwirt, gab diesen Beruf dann aber auf, da sein Hof zu klein war, um langfristig die Existenz einer Familie zu sichern. Da er immer schon tief im christlichen Glauben verwurzelt war, entschied er sich, Theologie zu studieren.

Zwanzig Jahre lang war er als Pastor in der Freien Evangelischen Gemeinde Sulgen tätig. Zum Ausgleich zu seiner Arbeit war Martin Leicht auch damals schon mit offenen Augen mit der Kamera in der Natur unterwegs. Seine Makroaufnahmen offenbaren die feinsten Farbabstufungen einer Blüte, seine Panoramen leben vom Spiel mit Licht und Schatten. «Für mich sind das nicht einfach Naturfotografien, ich halte in den Bildern die Schönheiten der Schöpfung Gottes fest», betont Martin Leicht den spirituellen Ansatz seines Hobbys.

Während der letzten Jahrzehnte hat sich im Bereich der Fotografie viel getan. «Ich habe meine Fotoausrüstung immer gut gepflegt und à jour gehalten», sagt Martin Leicht. «Nach dem Wechsel von der analogen zur digitalen Fotografie beschäftigte ich mich auch mit Bildbearbeitung. Diese wende ich aber sehr vorsichtig an und nutze sie nur, um Einzelheiten herauszuholen, die von der Kamera und dem menschlichen Auge unterschiedlich wahrgenommen werden.»

Obwohl seine Fotos von Wildtieren sehr spontan wirken, steckt oft viel Vorbereitung dahinter. Manchmal wird ein Tarnzelt aufgebaut, manchmal auch nur das Stativ aufgestellt und – solange das Licht optimal ist – gewartet. Nicht immer gelingt das Vorhaben. «Wenn man zwei Stunden beim Falkenkasten steht und nichts passiert, muss man das akzeptieren», sagt Leicht.

Engagiert in vielen Bereichen

Fotografieren ist aber nicht die einzige Beschäftigung, der der Pensionär nachgeht. Zusammen mit seiner Frau Madeleine hütet er gerne die Enkelkinder und engagiert sich für soziale Projekte christlicher Gemeinden. Und dann chauffiert Martin Leicht seit einigen Jahren regelmässig Fahrgäste mit dem Postauto. Dazu sei er eher zufällig gekommen, erklärt er. Beim Militär war er bei den Motorfahrern eingeteilt, fuhr danach auch beruflich manchmal Lastwagen und machte zusätzlich die Carprüfung. Als er bei einem Postautohalter für jemanden anderen um eine Stelle anfragte, erhielt er die Möglichkeit, erst als Aushilfsfahrer und dann mit einem kleinen Teilzeitpensum einzusteigen.

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