SULGEN
«Zusammenarbeit basiert auf Respekt»: Gemeinderat Herrmann findet lobende Worte für Gemeindepräsident Opprecht

Die Stimmberechtigten winkten an der Gemeindeversammlung alle Anträge des Gemeinderates diskussionslos durch. So stand die Ehrung von Gemeindepräsident Andreas Opprecht im Mittelpunkt - dies aus Anlass seines 10-Jahr-Amtsjubiläums.

Monika Wick
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Die Mitglieder des Gemeinderates beglückwünschen Andreas Opprecht, den Gemeindepräsidenten von Sulgen, zum Amtsjubiläum.

Die Mitglieder des Gemeinderates beglückwünschen Andreas Opprecht, den Gemeindepräsidenten von Sulgen, zum Amtsjubiläum.

Bild: Monika Wick (Sulgen, 1. Juni 2021)

«Unsere Zusammenarbeit im Gemeinderat war immer angenehm und basierte auf Vertrauen und Respekt», sagte Werner Herrmann. Seine Worte richtete der Vizepräsident der Gemeinde Sulgen an Gemeindepräsident Andreas Opprecht. Einen Blick zurückwerfend, zog Herrmann folgende Bilanz:

«Es waren zehn intensive Jahre mit vielen Projekten und Herausforderungen.»

Im Rahmen der Gemeindeversammlung vom Dienstagabend im Auholzsaal ehrte Herrmann das Gemeindeoberhaupt für dessen zehnjährige Tätigkeit als Gemeindepräsident. Begleitet von einem kräftigen Applaus der Stimmbürger, überreichte Herrmann dem Gemeindepräsidenten einen Geschenkkorb.

Kommission wird den «Sulger Ehre Leu» vergeben

Ein ebenso grosses Geschenk dürfte das Vertrauen gewesen sein, das die Stimmbürger der Behörde entgegengebracht haben. Die 66 anwesenden Stimmbürger (Stimmbeteiligung 2,8 Prozent) winkten nämlich sämtliche Anträge diskussionslos und einstimmig durch.

Einzige Ausnahme bildete das Reglement «Sulger Ehre Leu», das ein Stimmbürger ablehnte. Das Reglement sieht vor, das der Gemeinderat in Zukunft mit dem mit 2500 bis 3000 Franken dotierten Anerkennungspreis «Sulger Ehre Leu» Privatpersonen oder Institutionen ehrt, die «etwas mehr tun, als das nötige».

Der erste von einer fünfköpfigen Anerkennungskommission ausgewählte Preisträger soll spätestens 2023 präsentiert werden. Danach gilt der Zwei-Jahres-Rhythmus. Die Finanzierung des «Sulger Ehre Leu» erfolgt über einen Fonds der politischen Gemeinde, der nun durch die Annahme des Reglements jährlich mit 2000 Franken aus der Erfolgsrechnung der politischen Gemeinde gespiesen wird.

Die Erfolgsrechnung 2020 der Politischen Gemeinde Sulgen schliesst bei einem Aufwand von 16 464 706.21 Franken und einem Ertrag von 16 468 380.88 Franken mit einem kleinen Gewinn von Fr. 3674.67. Budgetiert war ein Verlust von rund 700'000 Franken. Die Stimmbürger hiessen die Jahresrechnung 2020 - bestehend aus der Erfolgsrechnung, der Investitionsrechnung, der Bilanz und der Gewinnverwendung - einstimmig und diskussionslos gut. Ebenso hiessen sie den Antrag des Gemeinderates gut, den Gewinn dem Bilanzüberschuss zuzuführen. Das Eigenkapital der Gemeinde erhöht sich damit auf 3 419 529 Franken.

Auholzsaal bekommt eine neue Küche

Nach dem Willen der Stimmbürger wird die über 30-jährige Küche im Auholzsaal mit einem Kostenaufwand von 250'000 Franken erneuert. Vor der Abstimmung über den betreffenden Kreditantrag hatte Gemeinderat Werner Hermann, der Präsident der Liegenschaftenkommission, für die Modernisierung der Küche geworben:

«Damit weiterhin Truppen der Armee in Sulgen in der ALST und den anderen Anlagen untergebracht werden können, ist eine bessere Kücheninfrastruktur unabdingbar.»

Neben dem überarbeiteten Feuerschutzreglement hiessen die Stimmbürger auch den Antrag gut, das Bauland zwischen der Kreuzlingenstrasse und der Palmenstrasse/Weinfeldenstrasse im Baurecht abzugeben. «Dank Landumlegungen konnte die Grundstückfläche für eine Bebauung optimiert werden und ist bereits vollständig erschlossen», erklärte Andreas Opprecht. Laut dem Gemeindepräsidenten gibt es für die rund 4000 Quadratmeter grosse Parzelle bereits fünf Interessenten. Opprecht schränkte jedoch ein:

«Spruchreif ist aber noch nichts.»

Zu guter Letzt gewährten 64 der 66 Stimmbürger Yvonne und Matthias Deckert und ihren gemeinsamen Töchtern Tanja und Julia das Bürgerrecht von Sulgen. «Vor zehn Jahren hat die Familie Deckert in Sulgen ein Haus erworben. Sulgen ist zu ihrer Heimat geworden», sagte Gemeinderätin Michèle Artho in der Vorstellung der Familie.

Studie zum Thema «Hausärzte in Sulgen»

Unter dem Traktandum «Aktuelles aus dem Gemeinderat» informierte Andreas Opprecht über aktuelle Bautätigkeiten und Bauprojekte, den Stand des familienergänzenden Angebots «Fame» und den Umstand, dass die Gemeinde zum Thema «Zukunft der Hausärzte in Sulgen» eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hat.

Informationen zum Dorffest und zur Bundesfeier

Gemeinderätin Maja Brühlmann Zwahlen lieferte als OK-Präsidentin Informationen zum Dorffest, das am 3. und 4. September im Oberdorf stattfinden soll, sowie zur Bundesfeier der Politischen Gemeinde Sulgen. «Da der 1. August ein Sonntag ist, findet das Fest ausnahmsweise am 31. Juli statt», erklärte sie. Organisator ist der Dorfverein Donzhausen, als Festredner wird Regierungsrat Urs Martin erwartet. (mwg)