Sulgen und Kradolf-Schönenberg arbeiten beim Werkhof und bei der Feuerwehr erfolgreich zusammen

Die Bevölkerung hatte Gelegenheit, den gemeinsamen Werkhof der Gemeinden Sulgen und Kradolf-Schönenberg zu besichtigen. Am gleichen Anlass erhielt der Feuerwehrzweckverband Sulgen-Kradolf-Schönenberg ein neues Fahrzeug.

Monika Wick
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Gemeinderat Hanspeter Kernen (3. v. r.) übergibt das neue Fahrzeug an Norbert Schoch, den Kommandanten des Feuerwehrzweckverbandes Sulgen-Kradolf-Schönenberg. (Bild: Monika Wick)

Gemeinderat Hanspeter Kernen (3. v. r.) übergibt das neue Fahrzeug an Norbert Schoch, den Kommandanten des Feuerwehrzweckverbandes Sulgen-Kradolf-Schönenberg. (Bild: Monika Wick)

Abfallkörbe kontrollieren, öffentliche Brunnen reinigen, Geländer am Hoferweg setzen, Gras mähen und Hydrant Nr. 70 kontrollieren – das sind nur einige der Aufgaben, die auf dem Wochenplan vermerkt sind, der im Flur des Werkhofs hängt, den die Gemeinden Sulgen und Kradolf-Schönenberg seit gut einem Jahr gemeinsam betreiben.

Dass der Aufgabenbereich des Werkhofs noch viel umfassender ist, zeigte sich am Tag der offenen Tür, zu dem die beiden Gemeinden am letzten Samstag einluden. Beim Rundgang durch das Gebäude an der Auholzstrasse erhielten die Besucher einen Einblick in die Wasserversorgung.

Drei Leitungsbrüche an einem Tag

Neben den neuen, glänzenden Hydranten zog ein altes, verrostetes Rohr die Blicke auf sich. Es war tags zuvor an der Bleikenstrasse ausgegraben worden. «Gestern erlebte die Wasserversorgung einen schwarzen Tag. Gleich an drei verschiedenen Stellen brach die Leitung», beantwortete Andreas Opprecht, Gemeindepräsident von Sulgen, die Frage eines Besuchers.

An weiteren Ständen erhielten die Einwohner Informationen zu den Ausbildungsberufen in den Gemeinden oder zu den Neophyten. Im Zentrum des Interesses standen der Geräte- und Fuhrpark des Werkhofs und der Feuerwehr. Punkt 12 Uhr dröhnte aus den Lautsprechern «Eye of the Tiger».

Atemschutzfahrzeug war nicht mehr zeitgemäss

Zum Takt des Rocksongs rollte Tor 2 des Feuerwehrdepots nach oben und legte den Blick auf das neue Fahrzeug frei, das der Bevölkerung buchstäblich mit Schall und Rauch präsentiert wurde. «Das bisherige Atemschutzfahrzeug ist über 20 Jahre alt und für heutige Bedürfnisse viel zu eng», erklärte Hanspeter Kernen, Gemeinderat und Präsident der Feuerwehrkommission.

«Die Beschaffung des neuen Autos war eine Zangengeburt und hat relativ lange gedauert. Mit grosser Freude dürfen wir heute ein massgeschneidertes Fahrzeug mit Atemschutzcontainer übergeben», sagte er. Laut Kernen wurde das 270 000 Franken teure Gefährt durch einen Beitrag der Gebäudeversicherung (80 000 Franken) subventioniert. Für den Restbetrag kommen die beiden Gemeinden auf.

Hansruedi Burkhardt, Geschäftsführer der Lieferfirma Alfag, überreichte Kernen eine Flasche Sekt, an der die Fahrzeugschlüssel befestigt waren. Kernen gab sie gleich an Norbert Schoch, den Kommandanten des Feuerwehrzweckverbandes Sulgen–Kradolf-Schönenberg, weiter.