Sulgen
Tiefere Steuern für Sulger Katholiken

Neben der Rechnung 2020 und dem Budget 2021 genehmigten die Sulger Katholiken einen tieferen Steuerfuss ab nächstem Jahr. Zudem veräusserten sie ihr Landwirtschaftsland.

Monika Wick
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Kirchgemeindeversammlung in Zeiten der Pandemie: 42 Stimmberechtigte nahmen an der Versammlung teil.

Kirchgemeindeversammlung in Zeiten der Pandemie: 42 Stimmberechtigte nahmen an der Versammlung teil.

Bild: Monika Wick

Die Behörde der Katholischen Kirchgemeinde Sulgen scheint in den Augen der Stimmbürger eine gute Arbeit zu machen. Denn die 42 Stimmberechtigten (Stimmbeteiligung zwei Prozent) winkten sämtliche Anträge, die Präsident Josef Schurtenberger an der Kirchgemeindeversammlung am Donnerstag stellte, diskussionslos und einstimmig durch. Einzig beim Verkauf der rund 7500 Quadratmeter grossen Landparzelle an die bisherigen Pächter Andrea und Markus Baumberger gab es einige Wortmeldungen sowie einen Antrag. Ein Votant forderte, dass aufgrund der aktuellen, guten Finanzlage der Kirchgemeinde der Verkaufserlös über rund 59'000 Franken dem Fastenopfer zukommen zu lassen. «Ich nehme an, dass die Kirchgemeinde das Land damals geschenkt bekommen hat und sie damit keinen Profit machen soll», erklärte er. Weitere Votanten hielten dagegen und verwiesen auf zukünftig nötig werdende Investitionen. Letztendlich stimmten alle Stimmberechtigten dem Landverkauf zu. Die Behörde hat den Antrag zur Kenntnis genommen und wird ihn den Stimmberechtigten an der nächsten Versammlung unterbreiten.

Die Rechnung 2020 schliesst bei einem Ertrag von rund 1,9 Millionen Franken und einem Aufwand von rund 1,6 Millionen Franken mit einem Gewinn von rund 300'000 Franken. «Somit schliesst die Rechnung rund 177'000 Franken besser ab als budgetiert», erklärte Josef Schurtenberger. Der Gewinn wird nach dem Willen der Stimmbürger dem Eigenkapital zugewiesen. Das auf einem Steuerfuss von 23 Prozent basierende Budget 2021 sieht einen Ertragsüberschuss von rund 15'000 Franken vor. Das Budget beinhaltet eine 65'000 Franken teure Investition in eine neue, zeitgemässe Audio- und Videoanlage in der Kirche Sulgen. Zudem wird für 26'000 Franken der Josefsplatz und die Beschilderung bei der Kirche Bürglen in Stand gesetzt sowie eine Broschüre erarbeitet.

Kirchpräsident Josef Schurtenberger.

Kirchpräsident Josef Schurtenberger.

Bild: Monika Wick

Ab 2022 müssen die Sulger Katholiken weniger Geld für Steuern aufwenden. Der Souverän hiess die Senkung des Steuerfusses um zwei auf 21 Prozent gut. Kirchpräsident Josef Schurtenberger sagte:

«Unsere Kirchgemeinde steht finanziell gut da, was diesen Schritt der Senkung des Steuerfusses erlaubt.»

Im Weiteren präsentierte der Präsident die Bauabrechnung der Heizungssanierung in Kirche und Pfarrhaus, die rund 8000 Franken höher ausfiel als ursprünglich angenommen. «Wir stellen fest, dass sich die Wärmepumpenheizung verbunden mit einer Erdgas-Kleinanlage zur Spitzenabdeckung gut bewährt», erklärte er.

Barbara Schicker Fischer bedankt sich für die Ehrung zu ihrem  20-Jahr-Jubiläum.

Barbara Schicker Fischer bedankt sich für die Ehrung zu ihrem
20-Jahr-Jubiläum.

Bild: Monika Wick

Traditionellerweise ehrte Josef Schurtenberger zum Abschluss der Versammlung langjährige Mitarbeiter der Kirchgemeinde. In diesem Jahr sind dies Irma Bach, die seit 20 Jahren Reinigungs- und Mesmerdienste verrichtet. Barbara Schicker Fischer unterrichtet seit 20 Jahren Schüler in Religion. «Auf Ende des Schuljahres wird sie pensioniert», erklärte Josef Schurtenberger.

Im Weiteren wurden Mesmerin Maria Schurtenberger (15 Jahre) sowie Katechetin Brigitte Hübscher und Pflegerin Daniela Schlumpf für je zehn Jahre geehrt. Ein besonderer Dank ging an Vreni Zeberli, die seit 26 Jahren als Mesmerin in der Kapelle Heldswil amtete. «Sie geht nun in den wohlverdienten Ruhestand», sagte Josef Schurtenberger.

Vizepräsidentin Caroline Kaiser (l.) und Präsident Josef  Schurtenberger (r.) verabschieden Mesmerin Vreni Zeberli.

Vizepräsidentin Caroline Kaiser (l.) und Präsident Josef
Schurtenberger (r.) verabschieden Mesmerin Vreni Zeberli.

Bild: Monika Wick