SULGEN
Ja zur Sanierung des Auholzsaals: Gemeindeversammlung bewilligt den erforderlichen 3-Millionen-Kredit

Die Stimmberechtigten der Politischen Gemeinde Sulgen genehmigten an der Gemeindeversammlung das Budget 2022 sowie alle anderen Anträge der Behörde. Es gab nur vereinzelte Gegenstimmen.

Hannelore Bruderer
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Der Auholzsaal an der Kapellenstrasse in Sulgen.

Der Auholzsaal an der Kapellenstrasse in Sulgen.

Bild: Hannelore Bruderer (

Nach dem Ja zum Protokoll der letzten Versammlung leitete Gemeindepräsident Andreas Opprecht auch schon zum «grossen Brocken» bei den Investitionen über. Für die Sanierung der Mehrzweckhalle Auholz (1989 in Betrieb genommen) sind 2,98 Millionen Franken veranschlagt. Gemeinderat Werner Herrmann und Peter Büchel von der Büchel Neubig GmbH stellten das Projekt vor.

Es sieht unter anderem den Ersatz des Lüftungs- und Heizungssystems sowie Wärmedämmungen im Dachbereich und gegen unbeheizte Räume vor. Auf dem Dach der Halle ist die Installation einer Fotovoltaikanlage und im Nordosten ein Anbau zur Erweiterung des Geräteraums geplant. Werner Herrmann betonte, dass es trotz der hohen Kosten zu keiner Steuererhöhung kommen werde.

Zweifel am Zeitplan geäussert

Während die Notwendigkeit einer Sanierung unbestritten war, kamen verschiedene Voten zum ehrgeizigen Zeitplan für die Umsetzung. Geplant ist, mit den Arbeiten nach Auffahrt zu beginnen und diese bis Ende Sommerferien abzuschliessen, sodass der Turn- und Hallenbetrieb während möglichst kurzer Dauer unterbrochen werden muss.

Die Verantwortlichen versicherten, dass das Projekt nach dem vorgeschriebenen öffentlichen Ausschreibungsverfahren und mit der gebotenen Sorgfalt ausgeführt werde. Herrmann räumte aber auch ein, dass Verzögerungen durch Lieferengpässe möglich seien, man äus­sere Einflüsse aber bei keinem Bauprojekt steuern könne. Dem Investitionsantrag stimmten die 98 anwesenden Stimmberechtigten grossmehrheitlich zu.

Werkhof bekommt neues Fahrzeug

Beim Budget 2022 erwähnte Andreas Opprecht drei einmalige Ausgaben speziell: den Beitrag von 40'000 Franken zur Erstellung eines Pumptracks in der Nachbargemeinde Kradolf-Schönenberg, den Beitrag von 25'000 Franken für einen neuen öffentlichen Spielplatz, den die Freie Evangelische Gemeinde an der Kapellenstrasse erstellen wird sowie den Anteil von 110'000 Franken an die Beschaffung eines neuen Kommunalfahrzeugs für den Werkhof. Zu letzterem sagte Opprecht:

«Es ist bedauerlich, dass wir unser Kommunalfahrzeug bereits nach zehn Betriebsjahren schon ersetzen müssen. Aber es verursacht zu grosse Reparaturen und ist unzuverlässig.»

95'800 Franken beträgt der Kostenanteil der Gemeinde Sulgen zur Beschaffung eines neuen Kleintanklöschfahrzeugs für den Feuerwehrzweckverband Sulgen–Kradolf. Ein Votant beantragte, dass dieser Betrag regulär über 15 Jahre gemäss HRM2 abgeschrieben und nicht durch eine Direktentnahme aus der Reserve finanziert wird. Sein Antrag jedoch blieb chancenlos. Die Stimmbürger folgten den Empfehlungen des Gemeinderats. Sie sagten Ja zum gleichbleibenden Steuerfuss von 50 Prozent, zum Budget 2022 mit einem Aufwandüberschuss von 547'800 Franken und den Nettoinvestitionen über rund 4 Millionen Franken.

Einbürgerungen und Wahl

Mit grossem Mehr wurde auch den Einbürgerungsanträgen einer vierköpfigen Familie und von zwei Einzelpersonen stattgegeben. Ferner wählten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Reto Kohler als Suppleant für die Rechnungsprüfungskommission. Er ersetzt den zurücktretenden Marco Punzi. Mit Informationen zu den aktuellen Geschäften der Behörde und zur Bautätigkeit in der Gemeinde Sulgen schloss Andreas Opprecht die Versammlung.

FAME nimmt erste Hürde

Da zum Projekt FAME (Familienergänzende Angebote) bereits eine Informationsveranstaltung stattgefunden hatte, fasste sich der Gemeindepräsident beim Vorstellen des Projekts kurz. «Familien, die in den Aussendörfern wohnen, können diese Angebote ebenfalls nutzen, da ein Schulbus zur Verfügung steht», beantwortete Andreas Opprecht die Frage eines Votanten. Nachfragen zu den Kosten und zum Kostenteiler beantwortete er ebenfalls zur Zufriedenheit der Fragenden. Das Ja zum Projekt fiel einstimmig. FAME wird in Zusammenarbeit mit der Politischen Gemeinde Kradolf-Schönenberg und der Volksschulgemeinde Region Sulgen realisiert. Bevor das Projekt im nächsten Sommer eingeführt werden kann, müssen die Stimmbürger dieser Körperschaften an ihren Versammlungen in der nächsten Woche ebenfalls noch grünes Licht signalisieren. (hab)

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