Sulgen
Baukredit für Schulhaus beantragt

Die Rechnung 2020 der VSG Sulgen schliesst eine knappe Million besser ab als veranschlagt. An der Gemeindeversammlung wird ebenfalls über einen Baukredit von 1,75 Millionen Franken abgestimmt.

Hannelore Bruderer
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Das Schulhaus Auholz in einer Visualisierung.

Das Schulhaus Auholz in einer Visualisierung.

Bild: PD

Auf der Aufwandseite liegt die Abweichung gegenüber Budget in der Rechnung 2020 der VSG Sulgen bei rund 70 000 Franken. «Dies kann man bei einem Gesamtbudget von rund 14 Millionen Franken als Punktlandung bezeichnen», sagt Schulpräsident Christoph Stäheli. Tiefere Ausgaben waren zu verzeichnen, weil im letzten Jahr infolge der Coronapandemie eingeplante Projekte, Exkursionen, Aus- und Weiterbildungen sowie Lager nicht durchgeführt werden konnten. Mehrausgaben waren bei den Stellvertretungen des Personals wegen krankheitsbedingter Ausfälle und beim Material im Bereich Reinigung zu verzeichnen.

Höhere Steuereinnahmen

Die Erklärung für die massive Besserstellung gegenüber Budget findet sich auf der Ertragsseite. So sind im letzten Jahr 650 000 Franken mehr Steuergelder und um 260 000 Franken höhere Grundstückgewinnsteuern eingegangen als veranschlagt. Der Schulpräsident sagt:

«Für das Jahr 2021 haben wir den Steuerfuss um drei Prozent gesenkt, was in etwa einer Steuersumme von 650 000 Franken entspricht, dem Steuermehrertrag, den wir 2020 zu verzeichnen hatten.»

Er rechnet damit, dass durch die Steuerfusssenkung das hohe Eigenkapital von rund 9,5 Millionen Franken in den nächsten Jahren auf 6,5 Millionen Franken abgebaut wird.

Die Schulbehörde beantragt, vom Ertragsüberschuss des Jahres 2020, der 978 614 Franken beträgt, 466 000 Franken in die Vorfinanzierung Kindergarten Kradolf und 500 000 Franken in den Bauerneuerungsfonds einzulegen und den Rest von 12 614 Franken dem Eigenkapital zuzuschlagen. Die Vorfinanzierung Kindergarten würde mit dieser Einlage auf 2,466 Millionen Franken anwachsen, was der gesamten Kreditsumme für dieses Neubauprojekt entspricht.

Grösserer Platzbedarf

Die Anzahl Schülerinnen und Schüler, die in den nächsten Jahren die VSG Sulgen besuchen werden, steigt an. Um zusätzlichen Platz zu schaffen, wird das Schulhaus Auholz erweitert. Für die Ausarbeitung des Projekts hatten die Stimmberechtigten an der letzten Versammlung einen Projektierungskredit über 85 000 Franken genehmigt. Der nun vorgelegte Baukredit über 1,75 Millionen Franken übersteigt die ursprüngliche Schätzung um eine Viertelmillion. «Die Mehrkosten ergeben sich vor allem aus den Vorgaben für den Brandschutz und die Energie. Wir haben bei der Berechnung der Kreditsumme genügend Reserve eingebaut, sodass wir zuversichtlich sind, dass wir diesen Kostenrahmen einhalten werden», erklärt der Schulpräsident.

So soll das Schulhaus Auholz künftig aussehen.

So soll das Schulhaus Auholz künftig aussehen.

Bild: PD

Geplant sind der Ausbau der kaum genutzten Dachterrasse zu zusätzlichem Schulraum sowie ein Anbau im Westen der Liegenschaft, in dem der Kindergarten untergebracht wird. Da die bestehende Lüftung nicht mehr erweitert werden kann, werden die neuen Räume mit separaten Lüftungen bestückt, die aber zentral mit der bestehenden Anlage gesteuert werden können. Das Dach des Anbaus wird mit einer Photovoltaikanlage bestückt und das Innere des Gebäudes wird so gestaltet, dass es einem modernen Schulbetrieb gerecht wird. Nebst der Rechnung 2020 und dem Kreditbegehren befinden die Stimmberechtigten an der Versammlung auch über das neu erstellte Gebührenreglement und sie wählen die Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission sowie die Urnenoffizianten für die Amtszeit 2021 bis 2025.

Ein Blick in den Kindergarten.

Ein Blick in den Kindergarten.

Bild: PD

Versammlung der VSG Sulgen
Donnerstag, 10. Juni, 20 Uhr, Mehrzweckhalle Kradolf.