Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Süsse Hommage an die Bischofszeller Nachtwächter

Der Königsbeck in Zihlschlacht stellt seit dem vergangenen Sommer «Nachtwächterli» her. Die süsse Spezialität aus Schokolade findet bei Jung und Alt grossen Anklang. Das freut auch die Bischofszeller Nachtwächterzunft.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Sabina Seeberger, Konditor-Confiseurin beim Königsbeck in Zihlschlacht, klopft überschüssige Couverture von der Gussform ab. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Sabina Seeberger, Konditor-Confiseurin beim Königsbeck in Zihlschlacht, klopft überschüssige Couverture von der Gussform ab. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Es riecht verführerisch nach Schokolade. Im Keller des Königsbecks in Zihlschlacht wird an diesem Vormittag eine Bischofszeller Spezialität produziert: die «Nachtwächterli». Auf diesem Gebäck, das aus Schokolade mit feiner Nougatfüllung besteht, ist ein Nachtwächter abgebildet.

«Es ist für mich eine Ehre, diese einzigartige Schoggi herzustellen. Die Spezialität ist bei unserer Kundschaft sehr beliebt», erzählt Sabina Seeberger, während sie vorsichtig Couverture in die vorbereitete Form giesst. Die gelernte Konditor-Confiseurin ist für die Schokoladenspezialitäten beim Königsbeck verantwortlich. Unterstützt wird sie bei der Arbeit von den beiden Lernenden Jolene Gröbli und Natalie Leisebach.

Produktionsstätte ist der Keller

Die Königsbeck-Philosophie lautet: Alles selber herstellen, was in den zwei Verkaufsläden in Zihlschlacht und Bischofszell angeboten wird! «Unsere Schokoladenspezialitäten fertigen wir in reiner Handarbeit an – so auch die ‹Nachtwächterli›», sagt Sabina Seeberger. Die Schokoladenerzeugnisse werden ausnahmslos im Keller produziert. Hier sei es kühl und der Raum abgetrennt vom Mehl, das für die Brotproduktion verwendet wird, weiss Sabina Seeberger.

An diesem Vormittag werden 300 «Nachtwächterli» hergestellt. Vor Weihnachten wird mehr produziert, weil die Nachfrage ansteigt. Verzierungen mit weisser und schwarzer Schokolade Besonders augenfällig ist, dass unter anderem die Hellebarde und das Horn des Schokoladen-Nachtwächters schwarz und weiss sind. Sabina Seeberger erklärt, dass die durchsichtigen Nachtwächter-Formen zuerst geschminkt werden.

Mit einem kleinen Spritzsack, dem sogenannten Cornet, werden die Verzierungen mit weisser und schwarzer Schokolade hervorgehoben. Sind die Gussformen geschminkt, werden sie mit Couverture ausgestrichen, damit sich später keine Luftblasen bilden. Sabina Schneeberger kontrolliert die Temperatur der Couverture im grossen Schoggitopf: 32 Grad warm muss sie sein. «Stimmt die Temperatur nicht, dann bekommt die Schokolade einen Graustich.»

Wer hat's erfunden?

Mit dieser Couverture werden anschliessend die Formen ausgefüllt. Bernhard Bischof, der Zunftmeister der Bischofszeller Nachtwächter, schaut der Konditor-Confiseurin an diesem Vormittag ebenfalls über die Schulter. «Die ‹Nachtwächterli› gibt es schon seit acht Jahren. Die Initianten waren Michael und Cornelia Strässle aus Bischofszell», erzählt Bischof.

Die beiden ebenfalls gelernten Konditor-Confiseure hätten damals die Idee für diese Spezialität gehabt, und Cornelia Strässle habe dann die Vorlage dazu gezeichnet. Michael Strässle habe während all der Jahre die «Nachtwächterli» selbst hergestellt und verkauft, beispielsweise regelmässig am Wochenmarkt in Bischofszell.

Samuel Rüesch übernimmt die Herstellung

Als Michael Strässle die «Nachtwächterli» nicht mehr produzieren konnte, habe er mit Samuel Rüesch, Inhaber des Geschäfts Königsbeck, Kontakt aufgenommen. «Der Königsbeck ist ein sehr innovativer Betrieb. Und so wusste Strässle die ‹Nachtwächterli›-Produktion weiterhin in guten Händen», äussert sich Bernhard Bischof zufrieden.

Samuel Rüesch konnte die Nachtwächter-Formen abkaufen und produziert nun die Spezialität seit vergangenem Frühsommer – zum ersten Mal auf die Bischofszeller Rosen- und Kulturwoche hin. «Das Rezept für die ‹Nachtwächterli› haben wir jedoch nicht übernommen, sondern selbst entwickelt», führt Rüesch aus.

Es macht ihm Spass, immer wieder einmal etwas Neues zu kreieren. Der Vorteil gegenüber einem Grossverteiler liegt laut Rüesch darin, dass es möglich ist, auch regionale Sachen zu produzieren. Rüesch erzählt, dass erst kürzlich zwei neue Pralinensorten entstanden seien: eine mit Caramel-Kaffee und eine mit Mandarinen-Honig. Eine weitere neue Schokoladenspezialität sei geplant. Doch mehr dazu möchte Rüesch noch nicht verraten.

Während des ganzen Jahres erhältlich

Die «Nachtwächterli» sind in Zweier- und Sechser-Geschenkverpackungen beim Königsbeck in Zihlschlacht und in Bischofszell ganzjährig erhältlich. Der Nachtwächter und der Bäcker, die auf der Geschenkverpackung abgebildet sind, wurden vom Zihlschlachter Kunstschmied René Soller gezeichnet. Die Spezialität sollte kühl und trocken aufbewahrt werden. (yal)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.