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Strom vom Kreuzlinger Dach

Im Neubau an der Irseestrasse zieht nicht nur ein Online-Versandhaus ein. Es gibt auch Bürofläche zu mieten.
Judith Schuck

Die Bauvisiere auf der Brache an der Irseestrasse zeigen an, dass auf der Parzelle 8070 etwas Neues entsteht: Mit der Ja-Jireh AG aus Bottighofen hat die Stadt Kreuzlingen einen Käufer gefunden, der ihre Anforderungen erfüllt (unsere Zeitung berichtete). Heidi Marini ist die Verwaltungsrätin der 2015 gegründeten Aktiengesellschaft. Im Gebäude soll tmt24, der Online-Versandhandel ihres Mannes Tobias, einen neuen Platz finden. 2011 in Tägerwilen gegründet, sind die Produkte der Firma aktuell im Zecchinel-Zentrum untergebracht.

Über Versandhändler wie Amazon vertreibt tmt24 vor allem Kleinstelektronik wie Speichermedien. Der im Bauhausstil geplante Neubau – praktikabel und schlicht – beinhaltet Lagerhallen über mehrere Stockwerke, die zum Teil vermietet werden, aber auch für die mit dem Umzug neu entstehende Firma klima-ag und deren Produkte Raum bietet. Denn statt Speicherkarten möchte Tobias Marini in Zukunft mit Wärmepumpen und Klimaanlagen Handel treiben. «Das ist ein grosser Sprung», meint der Unternehmer zur Umstellung. Aber das ganze Leben sei ein Risiko. «Den Lieferanten für die Klimaanlagen kenne er seit zehn Jahren persönlich. Zudem weiss er aus Studien, dass der Bedarf an Klimaanlagen im südlicheren Europa in den kommenden Jahren um 10 bis 20 Prozent wachse. «Dort sehen wir einen grossen Markt».

Ein Wohnbereich für die Familie

Neben Verwaltungsgebäude und Lager ist für den Neubau, den er mit dem Konstanzer Architekten Dario Rescigno austüftelte, ein privater Wohnbereich für die Familie des Bauherren geplant. Ausserdem können 295 Quadratmeter Bürofläche angemietet werden, mit oder unabhängig von einer Lagerfläche. «Alle Büros sind klimatisiert und speziell schallisoliert. Denn mein Lieblingsthema ist Ruhe in den Räumen», unterstreicht Marini. In zwei bis drei Monaten sollen die Bauarbeiten am Minergie-A-Neubau starten. Mit den Nachbarn habe er bereits das Gespräch gesucht und das Projekt vorgestellt. «Die Lagerhalle kommt in Fertigbauteilen, darum werden die Bauarbeiten relativ leise sein».

Der Massivbau werde nach Passivhausstandard gebaut. Alle Flachdächer werden mit Solarzellen ausgestattet oder begrünt. Ein Lithiumbatteriespeicher soll dafür sorgen, dass Wohn- und Firmenbereich ihren Strom komplett autark aus den Zellen beziehen. Das Wasser für den Verbrauch von Toilettenspülung, Waschmaschine oder Garten wird in einem Regenwassersammelbecken gespeichert. Marini blickt zufrieden auf die Baupläne: «Ich denke, wir haben nahezu das Optimale rausgeholt».

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