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Streit um Reithalle in Egnach

Der örtliche Kavallerieverein trainierte dreissig Jahre lang im Langgreut. Gestern traf er sich mit den Landbesitzern vor Gericht.
Tanja von Arx
Die Zukunft der Reithalle Langgreut ist ungewiss. (Bild: Andrea Stalder)

Die Zukunft der Reithalle Langgreut ist ungewiss. (Bild: Andrea Stalder)

Die Reithalle Langgreut steht leer. Gespräche zwischen den Grundstückeigentümern und dem Kavallerieverein Egnach, der das Gebäude baute und es dreissig Jahre lang nutzte, sind gescheitert. Nachdem der bestehende Baurechtsvertrag im April 2018 auslief, kam weder eine Vertragsverlängerung noch ein alternativer Mietvertrag zustande. Über den sogenannten Heimfall ging die Halle an die Landbesitzer über. Pikant: Bis heute hat der Verein kein neues, eigenes Hallenprojekt realisiert, und so sieht er sich in seiner Existenz bedroht. Und hat wohl deshalb drastische Massnahmen ergriffen: Beim Bezirksgericht Arbon forderte er eine entsprechende Entschädigung.

«Wir wussten nicht, was das heisst»

Der Anwalt des Kavallerievereins sagte an der gestrigen Verhandlung, man habe sich um eine langfristige Lösung bemüht. «Eine vorgetragene Option war die fünfjährige Verlängerung des Vertrags.» Doch die Grundstückeigentümer hätten ihre Freiheiten behalten wollen, ohne Zusprüche zu machen. «Sie haben einen Heimfallwert von 100000 Franken in den Raum gestellt», sagten die Ko-Präsidentinnen. «Wir wussten nicht, was das heisst.» Deshalb habe man eine Schätzung in Auftrag gegeben, dies in Absprache mit den Grundstückeigentümern. «Ein Experte bezifferte den Wert der Halle mit 143000 Franken.»

Im Rahmen eines neuen Projektes hat der Kavallerieverein gleichzeitig bei der Gemeinde eine Zonenplanänderung eingegeben. «An zwei Orten könnte eine Halle gebaut werden, wenn man über einen Tauschvertrag unser Übungsgelände abgibt.» Zur Zeit spanne man mit dem Reitverein Amriswil zusammen, um die Aktivitäten weiter auszuüben. «Vor allem für die Junioren ist die Situation schwierig, sie gehen jetzt nach Wittenbach.»

«Ohne eine Nutzung hat die Halle minderen Wert»

Das sah die Gegenseite etwas anders. «Die Schätzung fechten wir aus verschiedenen Gründen an, vom Gesetz her gilt ein subjektiver Wert», sagte der Anwalt der Grundstückbesitzer, bei denen gerade ein Generationenwechsel auf dem Hof stattfindet. «Ohne eine Nutzung hat die Halle minderen Wert.» Ausserdem habe man Hand geboten. «Der Rückfallwert von 100000 Franken wurde genannt, zudem eine Miete von monatlich 1500 Franken.» Die Landbesitzerin sagte, sie habe immer mit jemand anderem zu tun gehabt, der Vorstand habe nicht richtig mit ihr geredet. «Ich respektive meine Tochter haben denn nun auch keinen Nutzen von der Halle.»

Das Verfahren hat noch keinen Abschluss gefunden. Auf Ansinnen der Parteien und unter Ausschluss der Öffentlichkeit finden derzeit Vergleichsgespäche statt.

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