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Strandferien zu Hause auf Amriswiler Boden

Es sind nur rund 100 Meter Ufer, doch durch sie wird Amriswil quasi zum Bodensee-Anrainer. Das städtische Strandbad erfreut sich auch diesen Sommer grosser Beliebtheit. Ein Augenschein.
Manuel Nagel
Auch für das Strandbad Amriswil in Uttwil gilt momentan wie fast überall am Bodensee: Viele Besucher, wenig Wasser. (Bild: Manuel Nagel)

Auch für das Strandbad Amriswil in Uttwil gilt momentan wie fast überall am Bodensee: Viele Besucher, wenig Wasser. (Bild: Manuel Nagel)

«Legen Sie den Zettel sichtbar hinter die Windschutzscheibe», sagt Platzwart Christian Bücheli zur Touristin aus dem Kanton Zürich, die mit dem Auto an den Bodensee gekommen ist und hier im Strandbad Amriswil mit ihren Kindern ausspannen will. Die Kinder des neuen Feriengastes werden auf viele andere Mädchen und Buben treffen, die auf dem 18633 Quadratmeter grossen Gelände herumspringen.

Auf der Wiese zwischen dem Strandbad-Restaurant und der Treppe, die in den See führt, wird Fussball gespielt. Nicht auf grünem, sondern auf braunem Rasen. Die Trockenheit macht auch vor der Idylle hier nicht Halt. Das wirkt sich selbstverständlich auch auf den Wasserstand des Bodensees aus. Bis man nasse Füsse bekommt, muss man erst einmal zehn Meter von der Treppe aus zurücklegen. Doch selbst dann macht einen das schlammige, grünliche Wasser nicht wirklich an, hineinzuspringen. Aber es gibt ja noch den Steg, der weit in den See hinaus reicht.

Ein «Holzzelt» für Velotouristen

Doch dem Besucheransturm tut dies keinen Abbruch, wie Platzwart Bücheli sagt. Es sieht sowieso überall gleich aus. Praktisch den ganzen Sommer schon sei der Platz ausgebucht. «Underi Bueche» lautet übrigens der Flurname dieser Parzelle Nummer 2 der Gemeinde Uttwil, welche jedoch der Stadt Amriswil gehört. Viele der Camper sind langjährige Stammgäste, doch es gibt auch eine grosse Anzahl Tagestouristen, die eine oder mehrere Nächte hier verbringen.

Die Mehrzahl kommt mit dem Velo und fährt dem Ufer des Bodensees entlang. Auf diese Zielgruppe hat es die Stadt auch mit ihrer neusten Investition abgesehen. Seit diesem Jahr kann man ein Holzhaus, ein sogenanntes Pod, mieten. Es ist als Zeltersatz gedacht, für jene, die nicht viel Gepäck mitschleppen wollen. Ein Schlafsack und 55 Franken genügen, und man schläft und träumt bequem zu zweit in einem 1,40-Meter breiten Grand-Lit.

Am Bodensee ist’s schöner

Von Schlaf kann hingegen Remo Volmar, Wirt des Restaurants, aktuell nur träumen. Kaum eine Minute bleibt ihm, um zu verschnaufen. Werbung müsse er keine machen, sagt er, es habe bei diesem schönen Wetter immer viele Leute im Restaurant. Die herrliche Aussicht sei die beste Werbung. Sagt’s, und verschwindet wieder in der Küche um Fleisch zu schneiden.

Vielleicht für die französischsprechende Familie, die soeben an einem der Tische Platz genommen hat. Sie kommt aus dem Kanton Waadt und ist – ebenso wie die Zürcher Touristin mit ihren Kindern – eigentlich selber mit einem See vor der Haustüre gesegnet. «Hier gefällt es uns aber besser, sagt der Vater, und seine Frau nickt zustimmend.

Hinweis
www.strandbad-amriswil.ch

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