Strahlen in altem Glanz: Das Hagenwiler Pfarrhaus passt nach der Aussenrenovation wieder ins Ortsbild

Nach langen Verzögerungen ist die Sanierung geschafft. Jetzt geht es um die Aufteilung der Kosten.

Miguel Lo Bartolo
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Das Hagenwiler Pfarrhaus steht neben der Kirche St. Johannes Baptist.

Das Hagenwiler Pfarrhaus steht neben der Kirche St. Johannes Baptist.

(Bild: PD)
«Das katholische Pfarrhaus hat eine Aussenrenovation dringend nötig gehabt.»

Das sind die Worte von Peter Felder, Präsident der Katholischen Kirchgemeinde Hagenwil. Das Bauvorhaben sei aber ein Zeitfresser gewesen, denn das grosse Haus steht unter Denkmalschutz. Demnach dürfe der Stil des markanten Hauses nicht verändert werden. Nach langen Abklärungen konnte die Renovation schliesslich vor wenigen Monaten in Angriff genommen werden.

Die Holzfenster und Fassaden wurden bereits erneuert. Zwei der letzteren sind mit einem neuen Schindelschirm ausgerüstet, die anderen beiden wurden mit Kellenwurf verputzt. «Viele Detailfragen konnten mit der Denkmalpflege stilgerecht gelöst werden, so auch die Farbgebung», sagt Felder. In Voruntersuchungen seien die alten, zum Teil schon mehrfach übermalten Farben bestimmt worden. Die Fensterläden und hölzernen Teile wurden mit Ölfarben gestrichen.

Bewohnt wird das Haus von Pfarrer Markus Degen, der sowohl Hagenwil als auch Amriswil betreut. Degen ist sich sicher:

«Sowohl aus ökologischer als auch aus ästhetischer Sicht ist die Sanierung erforderlich gewesen.»

So sei beispielsweise die Isolation deutlich verbessert worden. Das Haus passe derweil auch wieder ins Ortsbild.

Stadt und Denkmalpflege unterstützen Renovation

«Das prächtige Haus hat aber auch seine Kosten», sagt Felder. Die kleinere Kirchgemeinde rechnet mit rund 280000 Franken für die gesamte Instandsetzung. Die Landeskirche hat die Investition als Gemeinde im Finanzausgleich genehmigt. Dabei würden die Denkmalpflege und die Stadt Amriswil einen Beitrag von zirka 20 Prozent übernehmen, was die Kirch- gemeinde ungemein entlaste.