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Stillstand der Wirtschaft im Oberthurgau: Städte und Gemeinden wollen nicht tatenlos zusehen

Die Regionalplanungsgruppe hat ein Massnahmenkonzept entwickelt. Ein erster Meilenstein bildet das Initialprojekt «Start-Up-Light». Sabine Friedrich vom Projektteam des Modellvorhabens erklärt den Ansatz.
Sabine Friedrich vom Projektteam. (Bild: PD)

Sabine Friedrich vom Projektteam. (Bild: PD)

Sabine Friedrich, was sind die Herausforderungen der Region Oberthurgau?

Die Entwicklung der Wirtschaft erfordert Massnahmen auf unterschiedlichen Ebenen: möglichst konkrete umsetzbare Projekte, eine zügige und kompetente Begleitung durch die Verwaltung, aber auch die Pflege von Netzwerken und die Einbindung regionaler Akteure aus der Wirtschaft in die Regionalentwicklung. Die Gemeinden sind gefordert, geeignete Areale baurechtlich vorzubereiten. Dies erfordert neben fachlichen und politischen Entscheiden die Bereitstellung der hierfür benötigten Vorinvestitionen. Mit dem Modellvorhaben konnten mittels der Betrachtung geeigneter Entwicklungsareale konkreter Handlungsbedarf und zeitliche Perspektiven aufgezeigt werden.

Welche Chancen sehen Sie für die Realisierung des Massnahmenkonzepts?

Das im Modellvorhaben vorgeschlagene Massnahmenkonzept ist ein Konzept der kleinen umsetzbaren Schritte. Es wurde mittels Gesprächen mit Akteuren aus der Verwaltung, der Wirtschaft und der Politik aufgebaut. Ob bis heute bereits die für die Umsetzung notwendige Vertrauensbasis geschaffen werden konnte, wird sich in den nächsten ein bis zwei Jahren zeigen. Ziel ist es, mit konkreten Projekten und den hierfür Verantwortlichen möglichst zügig diese umzusetzen.

Was sind die konkreten Massnahmen dafür?

Hierfür wurde in der Region eine Arbeitsgruppe Wirtschaft verankert. Ein erster Meilenstein bildet das Initialprojekt «Start-Up-Light». Voraussetzungen für die Umsetzung eines solchen Projektes sind sicherlich die Nähe von gut ausgebildeten Fachleuten und zukunftsorientierten Branchen. Wo könnten Stolpersteine für die Umsetzung bestehen?

Heute zeigt sich bereits in einigen Gemeinden ein schleichender, kaum wahrnehmbarer Prozess bei der Abnahme der Beschäftigten.

Wird dieser zu spät ernst genommen, besteht die Gefahr, dass Gegenmassnahmen nicht mehr greifen. Die massgebenden Vertreter der Wirtschaft müssen die Ziele der Region als Ganzes zu ihrem «Credo» machen. Der Oberthurgau muss wieder als Wirtschaftskraft am Bodensee auftreten. Die kreativen und aktiven Köpfe der Wirtschaft für diese Gesamtidee zu begeistern und den hieraus generierbaren Nutzen, muss nun mit den konkreten Projekten aufgezeigt werden. Erst dann wird die Region als Handlungsplattform der regionalen Wirtschaftsförderung ernst genommen. Hierzu braucht es Handelnde und nicht Verwaltende. Es braucht Mut, gute Ideen, Netzwerke und auch ein wenig Glück. (red)

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