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Stierhorn weist den Weg

Mit einer kleinen Vernissage am Dienstagabend weihte die Stadt das neue Kleid des «Kreisel-Stiers» ein. Künstlerin Regula Stüdli erläuterte ihre Inspiration.
Manuel Nagel
Der Stier im Kreisel Weinfelder-/Alleestrasse hat ein neues Gewand: Polka Dots heissen diese Punkte in der Textilindustrie. (Bild: Manuel Nagel)

Der Stier im Kreisel Weinfelder-/Alleestrasse hat ein neues Gewand: Polka Dots heissen diese Punkte in der Textilindustrie. (Bild: Manuel Nagel)

Fast auf den Tag genau vier Jahre trug er nun dasselbe Kleid. Eingehüllt in ein Gemälde des Schocherswiler Künstlers Walter Dick stand der Stier im Alleestrassenkreisel bei Wind und Wetter da.

Als er sich nun am Dienstagabend dem fast vollständig anwesenden Stadtrat und weiteren Kunstinteressierten im neuen Gewand präsentierte, wären die Vernissagegäste froh um ein kühles Lüftchen gewesen.

«Amriswil basiert auf der Textilindustrie. Dass dies der Inhalt dieser Arbeit sein darf, da kam eines schön zum andern.»Regula Stüdli, Künstlerin

«Amriswil basiert auf der Textilindustrie. Dass dies der Inhalt dieser Arbeit sein darf, da kam eines schön zum andern.»
Regula Stüdli, Künstlerin

Und auch wenn der Stier lediglich eine neue Klebefolie verpasst bekam, so ist Gewand durchaus der richtige Begriff, denn nach einem Gemälde mit Bergen und See zieren nun klassische Stoffmuster die Kreiselfigur. Wiederum ist eine einheimische Kunstschaffende dafür verantwortlich: Regula Stüdli, die an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) Textildesign studierte und danach während zwölf Jahren für den renommierten St. Galler Stoffhersteller Jakob Schläpfer tätig war.

Kreiselfigur soll keine Unfälle verursachen

«Für mich war klar, dass ich mit klassischen Textilmustern arbeiten will», sagte Stüdli, «mit Streifen, mit Karos und den Polka Dots – diesen Punkten». Den abstrakten Stier wollte die Künstlerin jedoch nicht nur als Leinwand sehen, sondern ihm mit einer Dreidimensionalität auch eine Form von Leben einhauchen. Wichtig sei zudem gewesen, dass man das Werk schnell erfassen könne, damit es keine Unfälle gebe, weil die Verkehrsteilnehmer zu lange auf den Stier schauen würden.

Stoffe würden zur Textilgeschichte Amriswils passen, sagte Stadträtin Madeleine Rickenbach. Das Muster erinnere sie aber auch an ein Geschenkpapier.

Und ein Geschenk ist das neue Erscheinungsbild denn auch. Hermann Hess als Besitzer des Einkaufszentrums Amriville bot der Kulturkommission an, die Kosten der Neugestaltung zu übernehmen. Die Zusage erfolgte, weil Hess eine grosse Leidenschaft für Kunst habe. Bedingung war aber: Es darf keine Werbung für das «Amriville» sein.

Dessen Manager Urs Schach sagte in seiner Rede, der Kreisel mit dem neuen Verkehrsregime und der neuen Zufahrt zur Tiefgarage über die Zielstrasse sei nun das Einfallstor zum Einkaufszentrum. Und symbolisch zeige der Stier mit seinem Horn sogar in die richtige Richtung.

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