Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Steuerfusserhöhung ist ein Thema in Amriswil

Der Stadtpräsident blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Er konnte Geschäfte abschliessen, die eine lange Vorbereitungszeit hatten. Auch sind die Finanzen im Lot.
Rita Kohn
Stadtpräsident Martin Salvisberg ist froh darüber, das Thema Flurstrasse erledigt zu haben. (Bild: Reto Martin)

Stadtpräsident Martin Salvisberg ist froh darüber, das Thema Flurstrasse erledigt zu haben. (Bild: Reto Martin)

Wenn Stadtpräsident Martin Salvisberg heute auf einer Flurstrasse spaziert, umspielt ein zufriedenes Lächeln seinen Mund. Nach langem, zähen Ringen hat er mit einem kompetenten Team fertiggebracht, was kaum jemand für umsetzbar hielt: die Suche nach einer neuen Regelung für die Flurstrassen. Schon am 20. Mai 1997 hat der Gemeinderat eine Kommission eingesetzt, die eine neue Lösung ausarbeiten sollte. Diese Kommission hatte schon bald nach Arbeitsbeginn die Angelegenheit wieder schubladisiert, als die Komplexität der Materie erkannt wurde. Offenbar war der Leidensdruck damals nicht genügend gross. Der Stadtrat hat nun per 1. Januar 2019 eine neue Regelung für den Unterhalt von Flurstrassen, für die Entwässerung und für Waldkorporationen in Kraft gesetzt. Die Regelung ist inzwischen vom Regierungsrat genehmigt.

Grund für das Geschäft ist der stille Untergang zahlreicher Korporationen und damit das Ausbleiben von Unterhaltsarbeiten. Nun sind die alten Korporationen – bis auf zwei noch gut funktionierende – aufgelöst, die Anstösser müssten zum Unterhalt beitragen, der jedoch von der Stadt gewährleistet ist. «Mancher in meiner Umgebung hat gemeint, es werde wohl nie eine Einigung geben. Aber wir wollten das Geschäft endlich abschliessen», sagt Salvisberg zufrieden.

Die Stadt hat viel investiert in den letzten Jahren

Noch steht es nicht schwarz auf weiss fest, doch die bisher vorliegenden Zahlen lassen darauf schliessen: Amriswil erzielte 2018 erneut einen erklecklichen Überschuss. Das, obwohl der Stadtrat mit einem Minus gerechnet hatte. Dennoch ist eine Steuerfusserhöhung für die nächsten Jahre vorgesehen. Denn Amriswil hat in den letzten Jahren viel investiert, was die Rechnung nun zunehmend belastet. «Wir hatten grossen Nachholbedarf», sagt Martin Salvisberg. Nun sei die Infrastruktur auf einem guten Stand, weitere grössere Investitionen soll es in den nächsten Jahren nicht geben.

Der Stadtpräsident ist sich dessen bewusst, dass nicht alle Wünsche erfüllt sind. So zeigt sich etwa im Bereich der Alterswohnungen, dass das Angebot massiv hinter der Nachfrage herhinkt. Dennoch winkt Martin Salvisberg ab, wenn die Frage aufkommt, ob die Stadt eine weitere Alterssiedlung erstellen wird. «Das sollen private Investoren tun», sagt der Stadtpräsident entschieden. Denkbar sei natürlich, dass sich ein paar Pensionskassen zusammentun, um zusätzliche Alterswohnungen zu schaffen. Das aber laufe nicht über die Stadt.

Die Stadt kann nicht in den Markt eingreifen

Gebaut wird in Amriswil derzeit wacker. «Wir werden immer wieder gefragt, weshalb wir so viele Wohnungen bewilligen», sagt Martin Salvisberg. «Aber die Stadt hat keine Handhabe, in den Markt einzugreifen.» Wenn ein Baugesuch den baurechtlichen Vorschriften entspreche, müsse es bewilligt werden, sagt der Stadtpräsident. «Das Einzige, das wir tun können, ist, dass wir unsere eigene Landreserve nicht auf den Markt bringen.» Es gebe zwar immer wieder Anfragen, doch sehe der Stadtrat derzeit keine Veranlassung, die Bautätigkeit weiter anzukurbeln.

Das Gesamtbild ist stimmig

Worauf führt der Stadtpräsident zurück, dass das Interesse der Investoren ungebrochen ist? Immerhin ist der Leerwohnungsstand nach wie vor sehr hoch. «Das Gesamtbild ist stimmig», sagt Martin Salvisberg dazu. Verkehrsanbindung, Infrastruktur und Wohnqualität seien gut, die Schulen hätten einen guten Ruf und das Preisniveau der Wohnungen sei noch erschwinglich. Das alles mache Amriswil zu einem interessanten Wohn- und Lebensort.

Die Stadt steht in Sachen Bevölkerungsentwicklung dennoch vor einer grossen Herausforderung. Derzeit ist der Stadtrat an der Überarbeitung des Rahmennutzungsplans, was dem ehemaligen Zonenplan entspricht. Zudem muss das Baureglement angepasst werden. Ziel ist eine Verdichtung im Zentrum. Dank Gestaltungspläne ist das bereits jetzt teilweise im Gange. Im Bereich Bahnhof wird es in absehbarer Zeit Entwicklungen geben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.