Steuerfuss sinkt: Die Sekundarschulgemeinde Dozwil-Kesswil-Uttwil bekommt neu vom Kanton einen Zustupf

Der Finanzausgleich hat positive Auswirkungen. Die Sekundarschule erhält 200'000 Franken statt 300'000 abzugeben. Eine erfreuliche Ausgangslage.

Kurt Peter
Drucken
Teilen
Andreas Schneider, der Schulleiter der Sekundarschule Dozwil-Kesswil-Uttwil.

Andreas Schneider, der Schulleiter der Sekundarschule Dozwil-Kesswil-Uttwil.

Reto Martin

«Wir haben heute eine spezielle Gemeindeversammlung, die wir nach der Verschiebung im Frühling diesen Herbst abhalten wollten. Wäre dies nicht gelungen, hätten wir an die Urne müssen, was wir nicht wollten», begrüsste Präsident Toni Betschart die 32 Stimmberechtigten der Sekundarschulgemeinde Dozwil-Kesswil-­Uttwil in der Mehrzweckhalle.

Schulpfleger Adrian Gut präsentierte anschliessend eine Rechnung, die ein deutlich besseres Resultat aufweist, als das Budget. Dieses hatte mit einem Verlust von 112'000 Franken gerechnet. Der nun ausgewiesene Gewinn von 157'000 Franken sei auf höhere Steuereinnahmen und weniger Ausgaben zurückzuführen, meinte er.

«Die Besoldung der Lehrkräfte lag leicht unter dem Budget, es gab aber höhere Kosten bei Exkursionen und Schullagern.» Zum guten Ergebnis habe beigetragen, dass die Kosten für den Wasserschaden im Keller zu hoch budgetiert worden seien. Hauptgründe für den Gewinn seien die um 90'000 Franken höheren Steuereinnahmen und die um 63'000 Franken höheren Anteile aus der Grundstückgewinnsteuer.

300'000 Franken im Erneuerungsfonds

Die Behörde beantragte, vom Gewinn 100'000 Franken in den Erneuerungsfonds Bauten einzulegen und 57'000 Franken dem Eigenkapital zuzuweisen. «Der Erneuerungsfonds verfügt bei Zustimmung über 300'000 Franken, aber das ist noch weit weg von dem, was der Kanton vorsieht», erklärte Gut. Die Gemeindeversammlung stimmte der Rechnung und der Gewinnverteilung ohne Diskussion und einstimmig zu.

Das Budget 2020 sei bereits mit dem von 33 auf 28 Prozent gesenkten Steuerfuss errechnet worden, erklärte Adrian Gut. Es rechne mit einem Verlust von knapp 100'000 Franken. Dass die Steuersenkung für die Sekundarschulgemeinde möglich sei, könne auf den neuen Finanzausgleich zurückgeführt werden. «Bisher mussten wir über 300'000 Franken an den Kanton abliefern, neu erwarten wir einen Beitrag von 200'000 Franken.» Die Steuerfusssenkung sowie das Budget 2020 wurden einstimmig genehmigt.

Anschliessend informierte Toni Betschart über die Schaffung einer Stelle für die Schulische Sozialarbeit. «Wir hatten glücklicherweise keine Coronafälle, weder bei den Jugendlichen noch im Lehrkörper.»

Für die Schulbehördenwahlen vom 7. März 2021 würden noch interessierte Frauen und Männer gesucht. Marianne Schaffner, Kesswil, und Rainer Stäheli, Uttwil, hätten ihren Rücktritt erklärt.